Lebensdaten
1807 bis 1871
Geburtsort
Lengsfeld
Sterbeort
Eisenach
Beruf/Funktion
Rabbiner
Konfession
jüdisch
Normdaten
GND: 141374365 | OGND | VIAF
Namensvarianten
  • Heß, Mendel
  • Hess, Mendel

Quellen(nachweise)

Verknüpfungen

Von der Person ausgehende Verknüpfungen

Personen in der NDB Genealogie

Verknüpfungen zu anderen Personen wurden aus den Registerangaben von NDB und ADB übernommen und durch computerlinguistische Analyse und Identifikation gewonnen. Soweit möglich wird auf Artikel verwiesen, andernfalls auf das Digitalisat.

Orte

Symbole auf der Karte
Marker Geburtsort Geburtsort
Marker Wirkungsort Wirkungsort
Marker Sterbeort Sterbeort
Marker Begräbnisort Begräbnisort

Auf der Karte werden im Anfangszustand bereits alle zu der Person lokalisierten Orte eingetragen und bei Überlagerung je nach Zoomstufe zusammengefaßt. Der Schatten des Symbols ist etwas stärker und es kann durch Klick aufgefaltet werden. Jeder Ort bietet bei Klick oder Mouseover einen Infokasten. Über den Ortsnamen kann eine Suche im Datenbestand ausgelöst werden.

Zitierweise

Heß, Mendel, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd141374365.html [24.08.2019].

CC0

  • Genealogie

    V Isaak (1762–1827), S d. Joseph ( 1793), beide Landesrabbiner v. Hessen in Kassel;
    M N. N. (? Kugelmann, aus Rabbinerfam.); (Halb?-) B Michael (1784–1862), Schriftsteller u. Päd. (s. Jewish Enc.).

  • Leben

    Der aus einer thüringischen Kleinstadt stammende H. wurde nach Universitätsausbildung Landesrabbiner des Großherzogtums Sachsen-Weimar-Eisenach und wandte sich in Bundesgenossenschaft mit dem Rabbiner S. Holdheim der extremen Reformbewegung zu. Trotz Widerstandes in seinen Gemeinden setzte er das Regierungsdekret vom 20.6.1823 durch, das weit über das sonst in den Staaten des Deutschen Bundes Übliche hinaus den ausschließlichen Gebrauch des Deutschen als Gebetssprache in der Synagoge vorschrieb; er vollzog auch Trauungen bei Mischehen und so weiter – 1839-48 gab er die Zeitschrift „Der Israelit des 19. Jahrhunderts, ein Monatsblatt für die Kenntnis des israelitischen Lebens, besonders in religiös-kirchlicher Beziehung“ heraus. Für den letzten Jahrgang zeichnete Holdheim als Mitherausgeber. Die reformfreundliche Zeitschrift erschien bis 1845 in Meiningen, danach in Frankfurt am Main, zumeist als Wochenblatt, häufig auch mit einer Literaturbeilage. Auch einige Predigten und Gelegenheitsreden von H. wurden 1847 und 1848 gedruckt.

  • Literatur

    J. Fürst, Bibl. Judaica I, 1849;
    A. Geiger, in: Jüd. Zs. 10, 1872, S. 204-07;
    C. Seligmann, Gesch. d. jüd. Reformbewegung v. Mendelssohn b. z. Gegenwart, 1922;
    D. Philippson, The Reform Movement in Judaism, 21931;
    Enc. Jud.

  • Autor/in

    Hans-Joachim Schoeps
  • Empfohlene Zitierweise

    Schoeps, Hans-Joachim, "Heß, Mendel" in: Neue Deutsche Biographie 9 (1972), S. 10 f. [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd141374365.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA