Lebensdaten
1759 bis 1835
Sterbeort
Kassel
Beruf/Funktion
Gießer ; Maschinenfabrikant ; Geschützgießer ; Bronzekunstgießer ; kurhessischer Brunnenmeister
Konfession
evangelisch
Normdaten
GND: 135906644 | OGND | VIAF
Namensvarianten
  • Henschel, Georg Christian Carl
  • Henschel, Georg Christian Karl
  • Henschel, Carl
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Zitierweise

Henschel, Carl, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd135906644.html [24.06.2019].

CC0

  • Genealogie

    V Joh. Philipp (1707–82), Gießer, S d. Joh. Andreas (s. Einl.) u. d. Anna Christina Franck;
    M Elisabetha Maria (1717–91), Wwe d. Jägers Daniel Phil. Conr. Otto, T d. Joh. Melchior Raimann, Förster, dann Freisasse auf d. Schmitte b. Rodheim;
    - Kassel 1780 Friederike (1759–1832),| T d. Joh. Frdr. Anton Storck (1725–93), hess. Stück- u. Rotgießer in K., u. d. Joh. Sophia von Hartz;
    2 S, 8 T, u. a. Anton (s. 1), Werner (s. 5), Charlotte ( August von d. Embde, 1780–1862, Porträt- u. Genremaler, s. ADB 48; ThB), Wilhelmine ( Balthasar Gerland, 1795–1861, kurhess. Gen.-Major, s. NDB VI*).

  • Leben

    Durch seine Heirat wurde H. Mitinhaber der Gießerei, die der Schwiegervater Storck neben der ihm unterstellten staatlichen Stückgießerei betrieb. Dienstliche Zusammenstöße mit dem französisch Kommandanten von Kassel führten 1810 zur Enthebung H.s als staatlicher Stückgießer. Fortan wirkte H. als selbständiger Unternehmer. Unter erheblichen wirtschaftlichen Schwierigkeiten fügte er seiner Gießerei eine kleine Maschinenfabrik an, die sich mit der Zeit zu einem Industrieunternehmen entwickelte. 1830 nahm es den Namen H. & Sohn an. – H. betätigte sich hauptsächlich als Geschützgießer; er verfertigte Mörser, Kanonen, Haubitzen; er goß auch Glocken – so 1818 die größte Glocke der Sankt Martinskirche („Osanna“, 1943 zerstört) in Kassel, und er befaßte sich mit Bronzekunstguß: Statuen, Büsten, Basreliefs, Vasen und sonstige Verzierungen zu Monumenten. Er war von Anfang an bestrebt, sein Unternehmen auf eine breite Grundlage zu stellen, daher wagte er sich auf alle Gebiete vor, die mit der Bearbeitung von Metallen zu tun hatten. So hatte er schon 1796 nach eigenen Entwürfen das erste Bleiwalzwerk in Deutschland erbaut und daraus unter anderem die Bleiplatten für die Dächer der Pinakothek und der Glyptothek in München geliefert. Um jene Zeit nahm er auch den Bau von Werkzeugmaschinen und von Feuerspritzen auf. – In seiner Eigenschaft als kurhessisch Brunnenmeister oblag H. ferner die Fürsorge für die schon damals berühmten Wasserkünste im Park von Wilhelmshöhe.

  • Literatur

    s. L z. Gesamtart.

  • Portraits

    Marmorbüste v. Werner Henschel, 1829 (im Bes. d. Fam.), Abb. in: Lb. aus Kurhessen u. Waldeck III, 1942;
    Gem. v. A. v. d. Embde, Abb. b. Kieckebusch, s. L.

  • Autor/in

    Kurt Ewald
  • Empfohlene Zitierweise

    Ewald, Kurt, "Henschel, Carl" in: Neue Deutsche Biographie 8 (1969), S. 554 f. [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd135906644.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA