Lebensdaten
1543 bis 1586
Geburtsort
Basel
Sterbeort
Basel
Beruf/Funktion
Geschichtsschreiber ; Jurist
Konfession
lutherisch
Normdaten
GND: 122001982 | OGND | VIAF: 17435056
Namensvarianten
  • Petri, Adam (bis 1556)
  • Peter, Adam (bis 1556)
  • Henricpetri, Adam von
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Zitierweise

Henricpetri, Adam, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd122001982.html [25.01.2021].

CC0

  • Genealogie

    V Heinrich Petri (s. 2);
    M Dorothea Hütschy;
    Basel 25.2.1566 Catharina (1544-n. 1586), T d. Jakob Rieher ( 1549), Chorherr z. St. Peter in B., Hofpfalzgraf, u. d. Lucia Gerolt;
    1 S, 5 T.

  • Leben

    H. besuchte die städtische Schule in Basel, lebte dann in Nozerov bei Gilbertus Cognatus (Gilbert Cousin), dem ehemaligen Sekretär des Erasmus. Er studierte Jura in Basel, danach in Wittenberg (?), Dôle, Pavia, Ferrara und Brescia. 1564 soll er in Ferrara Dr. iur. geworden sein. 1565 wurde er Professor für die Institutiones, 1571 Professor für den Codex. 1569, 1570, 1573, 1577 und 1582 war er Dekan der Fakultät. 1583 legte er seine Professur nieder und wurde von den städtischen Behörden zum Sekretär oder Syndikus ernannt. Als Jurist hat er nichts publiziert, aber viele seiner „Consilia“ für den Magistrat der Stadt Basel sind noch heute erhalten. H. ist bekannt als Verfasser historischer Schriften. 1572 hat er eine Neuausgabe der Kosmographie des Sebastian Münster bearbeitet, hie und da kleine Mitteilungen beigefügt. Lange hat er an einer Fortsetzung der (deutschen) Commentarii des Johannes Sleidanus gearbeitet. Sein Manuskript sah Theodor Guerin oder Guarinus aus Tournay, der um des Glaubens willen seine Heimatstadt verlassen hatte, und gab mit H.s Erlaubnis den Teil über den niederländischen Aufstand als ein selbständiges Werk heraus („Niederlendischer Ersten Kriegen, Empörungen, Zweitrachten, Ursprung, Anfang und End …“, 1575). Im ganzen sind nur 8 Pamphlete und Bücher – und nicht einmal die damals in erster Linie in Frage kommenden – als Quelle benützt worden. Heute ist das Werk wertlos, aber H. hatte Beziehungen zu Kreisen, die ihrerseits wieder mit dem Prinzen von Oranien in Verbindung standen, zum Beispiel mit dem Frankfurter Juristen Johann Fichard und dem Gräzisten Bonaventura Vulcanius. Daher zog dieses Buch die Aufmerksamkeit der aufständischen Partei in den Niederlanden auf sich und ist schon 1580 ins Niederländische übersetzt worden von Gilbert Roy, der ungenau und mit großer Eile arbeitete, aber von Zeit zu Zeit etwas eingefügt hat, um dem ganzen einen stärkeren Akzent zu verleihen (französische Übersetzung u. Fortsetzung dieser niederländischen Ausgabe 1582, ebenfalls von Roy veranstaltet, 1583 englische Übersetzung aus d. Französischen von Th. Stocker). Damit hat dieses Werk einen heuzutage schwer zu ermessenden Einfluß auf die damalige Weltmeinung ausgeübt.

  • Werke

    Weitere W Generalhistorien d. allernamhafftigsten u. fürnembsten Geschichten … nemlich v. Jahr M. D. LV … in 7 Bücher abgetheilt, Basel 1577, 2 unveränderte Neuausgg., 1593, 1600 (v. S Jakob).

  • Literatur

    B. A. Vermaseren, Der Basler Gesch.schreiber Dr. A. H. (1543-86) u. s. Buch üb. d. niederländ. Aufstand gegen Spanien, in: Basler Zs. f. Gesch. u. Altertum 56, 1957, S. 35-65.

  • Autor/in

    Bernard Antoon Vermaseren
  • Empfohlene Zitierweise

    Vermaseren, Bernard Antoon, "Henricpetri, Adam" in: Neue Deutsche Biographie 8 (1969), S. 551 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd122001982.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA