Lebensdaten
1810 - 1882
Geburtsort
Döbling bei Wien
Sterbeort
Wien
Beruf/Funktion
österreichischer General
Konfession
katholisch
Normdaten
GND: 135933323 | OGND | VIAF: 80365230
Namensvarianten
  • Henikstein, Alfred Johann Baptist Karl Borromäus Freiherr von
  • Henikstein, Alfred Ritter von (bis 1859)
  • Henikstein, Alfred Johann Baptist Karl Borromäus Ritter von (bis 1859)
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Zitierweise

Henikstein, Alfred Freiherr von, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd135933323.html [08.05.2021].

CC0

  • Genealogie

    V Josef (1768–1838), Großhändler, Dir. d. österr. Nat.bank, Freund Mozarts, S d. Adam Albert Rr. v. H. (Adel 1784, Ritter 1807, 1745-1811), Salzamtsdir., Großhändler, u. d. Karolina Seligmann;
    M Elisabeth (1770–1823), T d. Jos. Rr. v. Zacher-Sonnenstein (Adel 1760, 1726-99), Oberpostkontrolleur in Wels u. Linz, u. d. Maria Anna Groß v. Ehrenstein;
    Ur-Gvv Lazarus Löbel Hönig, Handelsmann u. Armeelieferant in Kuttenplan;
    Groß-Ov Aron Elias Seligmann, seit 1814 Frhr. v. Eichthal ( 1824), Bankier (s. NDB IV*);
    B Wilhelm Frhr. v. H. (1800-76), niederländ. Gen.konsul, Präs. d. k.k. Versicherungsges. „Donau“, Karl (* 1803), Großhändler, Begr. d. ak. musikal. Konservatoriums;
    Schw Caroline ( Jos. Frhr. v. Hammer-Purgstall, 1856, Orientalist u. Historiker, s. NDB VII);
    - Verona 1835 Santina (1818–53), T d. k.k. FML im Geniecorps Franz Frhr. v. Scholl (1772–1838, s. Wurzbach 31) u. d. Santina verw. Marquise Vasquez geb. Resic v. Ruinenburg; Schwager Heinr. Frhr. v. Scholl (1815–79), k.k. Gen.-Major u. Landesverteidigungsmin. 1871 (s. Wurzbach 31);
    2 S, 2 T, u. a. Gustav (1840–1909), k.u.k. FML, Henriette ( Wilh. Frhr. v. d. Decken gen. v. Offen, 1832–1918, k.u.k. Gen.-Major).

  • Leben

    H. erreichte mit 44 Jahren Generalsrang. Den Feldzug gegen Frankreich-Sardinien (1859) machte er als Feldmarschalleutnant und Divisions-Kommandant mit. 1863/64 kommandierte er das V. Armee-Korps. In den darauffolgenden zwei Jahren tat H. als Chef des Generalquartiermeisterstabes Dienst. 1866 war er in der unangenehmen Lage, weder vom Kommandanten der Nord- noch von jenem der Südarmee zum Generalstabschef gewählt worden zu sein. Um nicht allein in Wien zurückzubleiben, ersuchte er General L. von Benedek, ihn irgendwie zu verwenden. Dieser stimmte zu. Allerdings unter der nicht eben schmeichelhaften Bedingung, H. dürfe sich in keine operative Angelegenheit einmischen. H. soll jedoch ohne Wissen Benedeks Befehle erteilt und weitergegeben haben, und dadurch sei die allgemeine Verwirrung nicht unbeträchtlich gesteigert worden. Am 2.7.1866, am Vorabend der Schlacht von Königgrätz, wurde H. von Wien aus telegraphisch seines Postens enthoben. Mit den Generalen von Benedek, von Krismanic und Graf Clam-Gallas ist er vor ein Kriegsgericht gestellt worden; das Verfahren wurde durch den Kaiser niedergeschlagen. H. wurde noch 1866 außer Dienst gestellt. H.s Fähigkeiten reichten allenfalls für einen höheren Truppenführer, keineswegs aber für einen der einflußreichsten und verantwortungsvollsten militärischen Posten des Kaisertums Österreich.

  • Literatur

    E. Glaise v. Horstenau, Franz Josephs Weggefährte, 1930 (P);
    Wurzbach VIII;
    ÖBL (L).

  • Autor/in

    Nikolaus von Preradovich
  • Empfohlene Zitierweise

    Preradovich, Nikolaus von, "Henikstein, Alfred Freiherr von" in: Neue Deutsche Biographie 8 (1969), S. 524 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd135933323.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA