Lebensdaten
1795 bis 1878
Geburtsort
Stuttgart
Sterbeort
Heilbronn
Beruf/Funktion
Geologe ; Bergbeamter
Konfession
lutherisch
Normdaten
GND: 116276606 | OGND | VIAF
Namensvarianten
  • Alberti, Friedrich August von
  • Alberti, Friedrich August von, Salinenverwalter, Geologe
  • Alberti, Friedrich von, Salinenverwalter, Geologe

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Zitierweise

Alberti, Friedrich August von, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd116276606.html [25.04.2018].

CC0

  • Genealogie

    V Franz Karl von (seit 1807) Alberti (* 1742), württembergischer Oberst, Lehrer an der Karlsschule;
    M Christiane Friederike, T des Vogtes und Rates der württembergischen Landstände Johann Wolfgang (von) Hauff, Tante des Dichters;
    Gvv waldeckischer Kammerrat;
    Julie Freiin von Degenfeld.

  • Leben

    A. trat 1809 in das Bergkadettenkorps in Stuttgart ein, erbohrte 1823 bei Schwenningen Steinsalz und begründete die Saline Wilhelmshall, deren Verwalter er 1828 wurde. 1836 zum Bergrat ernannt, war er 1852-70 Verwalter der Saline Friedrichshall, wo er den Friedrichshaller Schacht auf Steinsalz abteufte. Durch dessen Vollendung wurde das Schwergewicht der württembergischen Salzgewinnung aus den Salzlagern des Muschelkalks von Wilhelmshall nach Friedrichshall verlegt. A. führte die Dampfheizung beim Salzsiedeprozeß ein. Er gehört neben F. A. Quenstedt zu den Begründern der schwäbischen Geologie und war nicht nur als Salzbergmann geschätzt, sondern auch als Erforscher der germanischen Trias und ihres Fossil-Inhalts von Bedeutung. Der bald auch im Ausland anerkannte Name „Trias“ für die dreigeteilte, älteste Formation des Mesozoikums der Erdgeschichte stammt von ihm. Jedes ihrer drei Hauptglieder: Buntsandstein, Muschelkalk und Keuper, wurde von ihm in verschiedene Stufen gegliedert, die nach ihren petrographischen und paläontologischen Charakteren sorgfältig begründet wurden. A. gab eine treffende Beschreibung der kristallinen Schiefer und Eruptivgesteine im Schwarzwald und der darüber gelegenen Formationen. Meisterhaft sind die Bildungen der Trias dargestellt; der Jura dagegen wird stiefmütterlich behandelt.

  • Werke

    Halurgische Geol., 2 Bde., 1852 (Hauptwerk); Üb. d. Gebürge d. Kgr. Württemberg, in bes. Beziehung auf Halurgie, 1825; Btr. z. einer Monogr. d. Bunten Sandsteins, Muschelkalks u. Keupers u. d. Verbindung dieser Gebilde z. einer Formation, 1834; Oberblick üb. d. Trias, 1864.

  • Literatur

    Schwäb. Kronik, 1878, S. 2165;
    W. Serlo, Männer d. Bergbaus, 1937;
    Lb. Schwaben II, 1941 (W, P, L);
    Pogg I; s. a.
    Heyd II, 1896, IV, 1915.

  • Autor

    Erich Krenkel
  • Empfohlene Zitierweise

    Krenkel, Erich, "Alberti, Friedrich August von" in: Neue Deutsche Biographie 1 (1953), S. 140-141 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd116276606.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA