Lebensdaten
1673 bis 1747
Geburtsort
Marktoberdorf (Allgäu)
Sterbeort
Füssen (Allgäu)
Beruf/Funktion
Baumeister
Konfession
katholisch
Normdaten
GND: 11896058X | OGND | VIAF
Namensvarianten
  • Fischer, Johann Georg

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Zitierweise

Fischer, Johann Georg, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd11896058X.html [17.11.2018].

CC0

  • Genealogie

    Entstammte Marktoberdorfer Bäckerfam.;
    V Georg (1643–79), S d. Hans Vischer;
    M Regina (1639-bis 1704), T d. Balthasar Herkomer, Tafernwirt in Sameister b. Füssen;
    Om Joh. Jak. Herkomer ( 1717), Baumeister, Maler, Stukkator;
    1) Füssen 1707 Euphrosina, T d. Bäckers Christoph Stadler in Füssen, 2) ebd. 1730 Regina ( 1744), T d. Joh. Jak. Heel;
    8 K aus 1) (z. T. früh †), u. a. Franz Carl (* 1710), Baumeister, v. ihm Spitalkirche Füssen 1748/49 sowie Hochaltar d. Pfarr- u. Wallfahrtskirche Wilten 1755 (s. ThB), 5 S, 4 T aus 2) (z. T. früh †).

  • Leben

    Über F.s Lehrjahre ist nichts bekannt. Ab 1701 erscheint er als Mitarbeiter, später als Polier seines Onkels Johann Jakob Herkomer, so beim Bau von Kloster und Kirche Sankt Mang Füssen 1701–17, der Pfarrkirche Sankt Jakob Innsbruck 1717-24; letzteren Bau führte F. nach Herkomers Tod zu Ende. Ab 1717 arbeitete F. als selbständiger Meister. Von seinen gesicherten Bauschöpfungen sind hervorzuheben: die Pfarrkirchen Bernbeuren (Kreis Schongau), 1722/23, Bertoldshofen (Kreis Marktoberdorf), 1727-33 und Sankt Martin Marktoberdorf, 1732/33. F. wandelte zunächst in den Bahnen Herkomers, glich jedoch, selbständig geworden, dessen Baugedanken und Formenschatz maßvoll dem Geschmackswandel an und wurde so zum Hauptmeister der früheren Rokokoarchitektur im Allgäu.

  • Werke

    Weitere W Kloster Oberelchingen Kr. Neu-Ulm, um 1720;
    Waldburg-Zeilsches Schloß mit Kapelle in Kißlegg Kr. Wangen, 1721-27;
    Schloß Marktoberdorf, 1723-25;
    Pfarrkirche Pinswang Kr. Reutte/Tirol, 1725-27;
    Stiftskirche Wolfegg Kr. Waldsee, 1733-42;
    Chor d. Pfarrkirche Kißlegg, 1734-38;
    Franziskanerinnenkirche Dillingen, 1736 bis 38;
    Pfarrkirche Sulzschneid Kr. Marktoberdorf, 1736-40;
    Kapelle St. Anna Neutann, Gemeinde Wolfegg, 1738. – Zuschreibungen u. a.: Pläne z. Konsistorialbau d. bischöfl. Residenz Augsburg, 1718-20;
    St. Annakapelle Kißlegg, 1718/19;
    Pfarrkirche Arnach Kr. Waldsee, 1744-49.

  • Literatur

    M. Hauttmann, Gesch. d. kirchl. Baukunst in Bayern, Schwaben u. Franken, 21923, S. 50, 187 f.;
    G. Lill, Kath. Pfarrkirche Markt Oberdorf, 1940, S. 2-5, = Schnell, Kleine Kunstführer Nr. 468/69;
    Die Kunstdenkmäler d. ehem. Kr. Waldsee, 1943;
    A. Layer, Füssen-St. Mang als künstler. Mittelpunkt d. Lechtaler Barock u. Rokoko, in: Festschr. z. zwölfhundertj. Jubiläum d. hl. Magnus, 1950, S. 60-63;
    M. Dömling, J. G. F., der größte Rokoko-Baumeister d. Allgäus, in: Das schöne Allgäu 13, 1950, S. 21-24;
    ders., Heimatbuch, Gesch., Land u. Leute v. Markt Oberdorf im Allgäu, 1952, S. 263, 374-81;
    R. Rauh, J. G. F. v. Füssen als Baumeister d. neuen Schlosses in Kißlegg, in: Das Münster 4, 1951, S. 236 f.;
    Die Kunstdenkmäler in Württemberg, Ehem. Kr. Wangen, 1954, S. 13, 21 u. ö.;
    H. Dussler, Der Allgäuer Barockbaumeister J. J. Herkomer, Leben u. Werk, 1956, S. 50-53 u. ö.;
    ThB.

  • Autor/in

    Friedrich Zoepfl
  • Empfohlene Zitierweise

    Zoepfl, Friedrich, "Fischer, Johann Georg" in: Neue Deutsche Biographie 5 (1961), S. 191 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd11896058X.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA