Lebensdaten
unbekannt
Beruf/Funktion
hessische Familie
Konfession
lutherisch
Normdaten
GND: 139783806 | OGND | VIAF
Namensvarianten
  • Günderrode
  • Günterode
  • Günderrode, von
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Zitierweise

Günderrode, von, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd139783806.html [20.02.2019].

CC0

  • Leben

    Die ältesten urkundlich bezeugten Angehörigen der Familie sind die Brüder Hans ( 1501), sächsischer Kammerschreiber und Rentmeister, und Tilemann (siehe Genealogie 3). Die Nachkommen des Hans erscheinen in Sachsen, der Pfalz, Holstein und Hessen (ausgestorben Ende 18. Jahrhundert), unter anderem Heinrich (Reichsfreiherr 1610, 1571-1614), englischer und französischer Oberst und Kriegsrat, Hans Heinrich (1596–1650), hessen-kasselscher Oberst, Geheimer Kriegsrat, Hofmarschall und Gesandter, Ernst Christoph (1595–1664), holstein-gottorfischer Oberhofmarschall und Oberstallmeister, und dessen Sohn Friedrich (1641–1703), schleswig-holsteinischer Hofmarschall und Oberjägermeister, Niclas Ernst ( 1706), schwarzburger Rat und Oberhofmeister, Hauptmann zu Rudolstadt, Karl (1740–95,|katholisch), Mitglied des Serviten- dann des Jesuitenordens und Professor der Theologie in Innsbruck (s. Wurzbach VI, S. 15-17, Werke). Salome war verheiratet mit dem französischen Feldmarschall Georg Wilhelm von Berbisdorf (1538–96, s. ADB II).

    Von den Nachkommen des Tilemann (siehe Genealogie 3) war Abraham (1529-nach 1590) Prediger der Böhmischen Brüder und Schriftsteller, Wilhelm (1550–1607) und dessen Sohn Moriz Otto (1597–1661/76) waren hessen-kasselsche Obersten. – Durch die Heirat von Tilemanns (s. 3) Sohn Rudolph (siehe Genealogie 3) mit Margarete von Holzhausen gelangte der Frankfurter Zweig 1587 in die Ganerbschaft des Hauses Alten-Limpurg in Frankfurt (die meisten der späteren Limpurger Familien sind wiederum durch Heirat von Günderrode-Töchtern in die Ganerbschaft gelangt). Angehörige dieses Zweiges erhielten oft hohe Stadtämter in Frankfurt. Stadtschultheißen waren Hector Wilhelm (1590–1647) seit 1639 und dessen Sohn Philipp Wilhelm (1623–89) seit 1686, ferner Friedrich Maximilian (s. 1), elf waren Bürgermeister. Carl Justinian (1712–85) war solms-laubachischer Hofmeister und Kammerdirektor, Hieronymus Maximilian (1730–77) nassau-saarbrücker Kammerpräsident und dessen Sohn Ludwig (1763–1841) nassau-saarbrücker Hofmarschall, dann seit 1825 Senior und Direktor der Frankfurter Bürgerrepräsentation (s. NND 19, S. 837 f.). Eduard (1795–1876) war hessen-darmstädtischer Generalleutnant und Generaladjutant. – Johann Maximilian (siehe Genealogie 2) erwarb 1756 das reichsunmittelbare Gut Höchst an der Nidder und wurde in den Kanton am Mittelrhein der Rheinischen Reichsritterschaft aufgenommen. Er brachte in Höchst eine große Bibliothek zusammen und machte sie der Öffentlichkeit zugänglich (seit 1958 mit 15 000 Bänden in der Hessischen Landes- und Hochschulbibliothek Darmstadt).

  • Literatur

    z. Gesamtfam.: K. Kiefer, Stammbaum d. Fam. v. G., in: Frankfurter Bll. f. Fam.gesch. 3, 1910, S. 86-89;
    R. Jung, Zur Gesch. d. Fam. v. G., in: Alt-Frankfurt 5, 1913, S. 65-77, 107-14 (L, P);
    G. Kessler, Die Anfänge d. Fam. G., in: Fam.geschichtl. Bll. 34, 1937, Sp. 217-28 (L);
    K. Schwartz, in: Ersch-Gruber I, 97, S. 114-249 (mit ausführl. Einzelbiogrr.; Grundlage bilden vor allem Forschungen v. Carl Justinian v. G. [s. Einl.] u. Gg. Ferd. Frhr. v. Lepel [s. Gen. 2], der d. Bestände d. im 2. Weltkrieg vernichteten Fam.archivs in Höchst ausgewertet hat).

  • Autor/in

    Dietrich Andernacht
  • Familienmitglieder

  • Empfohlene Zitierweise

    Andernacht, Dietrich, "Günderrode, von" in: Neue Deutsche Biographie 7 (1966), S. 259 f. [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd139783806.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA