Lebensdaten
1867 bis 1945
Geburtsort
Wettmannstetten (Steiermark)
Sterbeort
Wettmannstetten (Steiermark)
Beruf/Funktion
katholischer Kirchenrechtler
Konfession
katholisch
Normdaten
GND: 137082959 | OGND | VIAF: 22518293
Namensvarianten
  • Haring, Johann
  • Haring, Johann B.
  • Haring, Johann Baptist

Quellen(nachweise)

Orte

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Zitierweise

Haring, Johann, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd137082959.html [18.04.2021].

CC0

  • Genealogie

    Aus steiermärk. Bauernfam.;
    V Vinzenz, Bauer;
    M Maria Heiderer.

  • Leben

    1880 trat H. auf eigenen Wunsch in das Knabenseminar Graz ein, um Priester zu werden. 1888-92 studierte er Theologie in Graz (1891 Priesterweihe), war dann vorübergehend Kaplan in Leibnitz und Schladming und seit 1892 Studienpräfekt und Adjunkt im Priesterseminar Graz, wo er zugleich seine theologischen Studien fortsetzte (1896 Dr. theol.). Anschließend war er 2 Jahre wissenschaftliche Hilfskraft bei dem Kirchenrechtslehrer Rudolf von Scherer (1902 Dr. iur. Universität Graz). 1899 wurde er Extraordinarius an der Theologischen Fakultät Graz, 1900 außerordentlicher, 1906 ordentlicher Professor (bis 1937), supplierte auch 1934/35 an der Rechtsfakultät Graz, Lehrkanzel für Kirchenrecht (1935 Rektor). Berufungen an die Universitäten Prag (1903) und Wien (1912, 1917) lehnte er ab. – H. zählte zu den profundesten österreichischen Kirchenrechtlern. Er war Mitschöpfer des Österreichischen Konkordats vom 5.6.1933, Berater vieler Bischöfe, der Bischofskonferenz und staatlicher Stellen, dabei persönlich von größter Bescheidenheit, aber achtunggebietend durch sein Wissen und seinen Charakter.|

  • Auszeichnungen

    Viele kirchliche und staatliche Auszeichnungen, u. a. 1937 apostolischer Protonotar.

  • Werke

    Die Kasuistik in d. Moraltheol., in: Theolog.-prakt. Quartalsschr., 1896;
    Der Rechts- u. Gesetzesbegriff in d. kath. Ethik u. in d. modernen Jurisprudenz, 1899;
    Die Schadensersatzpflicht d. Erben f. Delikte d. Erblassers nach kanon. Recht, in: Theolog. Stud. d. Leoges., 1903;
    Grundzüge d. kath. Kirchenrechtes, 3 Bde., 1906–10, 31924, Erg.h. 1-4, 1917/18;
    Kirche u. Staat, 1907;
    Einführung in d. Studium d. Theol., 1911;
    Das Lehramt d. kath. Theol., 1926;
    Der kirchl. Eheprozeß, 1929, 21932;
    Der kirchl. Strafprozeß, 1931;
    Abhh. in: Theolog.-prakt. Quartalsschr. in Linz, Archiv f. kath. Kirchenrecht, Staatslex. d. Görresges., LThK, Lit. Anz., u. a.

  • Literatur

    O. Graber, Univ. prof. Prälat Dr. J. H., 1867-1945, 1948;
    N. Grass, Die Kirchenrechtslehrer d. Innsbrucker Univ. von 1672 b. z. Gegenwart, in: Veröff. d. Mus. Ferdinandeum 31, 1951, S. 206;
    ders., Österr. Kanonistenschulen aus drei Jhh., in: ZSRGK 72, 1955, S. 358 f.

  • Portraits

    Ölgem. (Rektorbild) v. F. Kienmayer (Graz, Univ.).

  • Autor/in

    Willibald M. Plöchl
  • Empfohlene Zitierweise

    Plöchl, Willibald M., "Haring, Johann" in: Neue Deutsche Biographie 7 (1966), S. 673 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd137082959.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA