Lebensdaten
1894 bis 1962
Geburtsort
Liestal bei Basel
Sterbeort
Basel
Beruf/Funktion
Zoologe ; Entomologe
Konfession
reformierte Familie
Normdaten
GND: 134120302 | OGND | VIAF
Namensvarianten
  • Handschin-Hofstetter, Eduard
  • Handschin, Eduard
  • Handschin-Hofstetter, Eduard
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Zitierweise

Handschin, Eduard, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd134120302.html [16.10.2019].

CC0

  • Genealogie

    V Albert Handschin (1849–1932), Administrator d. Ersparniskasse in Gelterkinden, 1884 Gründer e. mechan. Fabrik in L., Mitgl. d. Landrats, aus Bauernfam.;
    M Anna Freyvogel ( 1904) aus Gelterkinden b. Basel; Verwandte Heinrich H. (1830-94), Tuchfabr. in Moskau, Jacques (s. 2);
    - 1922 Mathilde Hofstetter aus Gais (Außer Rhoden);
    3 S.

  • Leben

    H.s zoologische Studien in Basel fanden ihren Abschluß mit der von F. Zschokke geleiteten Dissertation über die wirbellose terrestrische Nivalfauna der schweizerischen Hochgebirge. Sie bildete den Ausgangspunkt weiterer Studien über bodennahe Tiere und führte zu einer umfassenden Erforschung der primitiven terrestrischen Arthropoden, besonders der Collembolen, wobei die morphologisch-systematischen Untersuchungen mit ökologischer und entwicklungsgeschichtlicher Fragestellung Hand in Hand gingen. Grundlegende Impulse für bodenbiologische Probleme empfing H. während eines Studienjahres an der Experimental Station in Harpenden. In England ergab sich auch ein Forschungsauftrag der australischen Regierung, die Biologie der Büffelfliege, die der Viehwirtschaft gewaltige Schäden zufügte, zu klären und Vorschläge für ihre Bekämpfung auszuarbeiten (1930-32). Anschließend wirkte H. bis zu seinem Tode als Lehrer an der Universität Basel. Im Zentrum seines Unterrichts stand die Entomologie; daneben hielt er auch Vorlesungen über Oekologie, Hydrobiologie und Parasitologie. Seit 1921 habilitiert, seit 1927 außerordentlicher Professor, wurde er 1941 zum Ordinarius ernannt. Neben der akademischen Lehrtätigkeit stellte sich H. dem Naturhistorischen Museum als Mitarbeiter zur Verfügung (ab 1946 Präsident der Kommission des Museums, 1956-59 Direktor). Sein Hauptinteresse galt naturgemäß dem Auf- und Ausbau der Entomologischen Sammlungen. Während des letzten Jahrzehnts dominierte in seinem Schaffen der großangelegte Versuch, die Systematik der Neuropteren neu zu ordnen, wofür ein reiches Material aus der ganzen Welt als Grundlage diente. Seit 1926 gehörte H. der Wissenschaftlichen Nationalpark-Kommission an, der er längere Zeit präsidierte. Großes Verdienst erwarb er sich um deren Publikationen und um die zoologische Erforschung des Parkes (unter anderem Mitbearbeitung der Collembolen und Käfer).|

  • Auszeichnungen

    Ehrenmitgl. d. Entomolog. Ges. v. Belgien, Lund u. Basel, d. Naturforsch. Ges. Baselland u. d. Schweizer. Bundes f. Naturschutz, korr. Mitgl. d. Botan. Gartens in Bogor u. d. Zoolog.-Botan. Ges. Wien.

  • Werke

    Weitere W u. a. Die Collembolenfauna d. schweizer. Nat.-parkes, in: Denkschrr. d. Schweizer. Naturforsch. Ges. 60, 1924;
    Prakt. Einführung in d. Morphol. d. Insekten, 1928;
    Btrr. z. Biol. d. Büffelfliege (Lyperosia exigua de Meij.) u. ihrer Parasiten, in: Revue Suisse de Zool. 40, Genf 1933;
    Insekten aus d. Phosphoriten d. Quercy, in: Schweizer. Paläontolog. Abhh. 64, 1944;
    Btrr. zu e. Revision d. Mantispiden, 2 T., in: Revue Zool. et Botan. Africaines 59, Brüssel 1959, 62, 1960;
    Die Coleopteren d. Schweizer. Nat.parks u. s. Umgebung, in: Ergebnisse wiss. Unterss. d. schweizer. Nat.parks 8, Nr. 49, 1963.

  • Literatur

    F. Keiser, in: Verhh. d. Schweizer. Naturforsch. Ges., 141. Versig. in Biel, 1961 (P);
    A. Portmann, in: Verhh. d. Naturforsch. Ges. Basel 73, 1962 (W-Verz., P).

  • Autor/in

    Fred Keiser
  • Empfohlene Zitierweise

    Keiser, Fred, "Handschin, Eduard" in: Neue Deutsche Biographie 7 (1966), S. 611 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd134120302.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA