Lebensdaten
1877 bis 1939
Geburtsort
Horb/Neckar
Sterbeort
Berlin
Beruf/Funktion
Bakteriologe
Konfession
evangelisch
Normdaten
GND: 13683793X | OGND | VIAF
Namensvarianten
  • Hailer, Ekkehard Eugen Reinhold
  • Hailer, Ekkehard
  • Hailer, Ekkehard Eugen Reinhold

Orte

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Zitierweise

Hailer, Ekkehard, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd13683793X.html [23.09.2019].

CC0

  • Genealogie

    V Albert (* 1832), Rechtsanwalt, S d. Amtsnotars Frdr. August u. d. Apollonia Gerbert;
    M Anna (* 1841), T d. Wirts Franz Xaver Hillerbrand u. d Caroline Sicherer.

  • Leben

    Nach wissenschaftlicher Ausbildung an den Universitäten München und Tübingen, wo er als Schüler von H. von Pechmann und G. von Hüfner zum Dr. rer. nat. promoviert wurde, trat H. 1903 als wissenschaftlicher Hilfsarbeiter in das Kaiserliche Gesundheitsamt Berlin (Zweigstätte Berlin-Dahlem) ein. 1925 erfolgte seine Ernennung zum Regierungsrat und Mitglied des Reichsgesundheitsamtes, 1932 zum Oberregierungsrat. Nach Übernahme des Institutes für Infektionskrankheiten „Robert Koch“ durch das damalige Reichsgesundheitsamt wurde H. 1937 mit der Leitung der Chemischen Abteilung des Robert-Koch-Institutes betraut, die er bis zu seinem Tode innehatte. – Die wissenschaftlichen Untersuchungen aus dem Arbeitskreis H.s berühren die verschiedensten Gebiete der Hygiene und Mikrobiologie. An Spezialproblemen beanspruchten sein Interesse insbesondere Fragen der Desinfektion und Sterilisation. Besondere Verdienste erwarb er sich durch seine Arbeiten auf dem Gebiet der Desinfektion bei Tuberkulose, der gewerblichen Milzbrandbekämpfung und durch seine methodischen Untersuchungen zur experimentellen Wertbestimmung chemischer Desinfektionsmittel. – H. gilt als Mitbegründer der modernen wissenschaftlichen Desinfektionslehre. Ihren Niederschlag fanden die gesammelten Erfahrungen in dem Standardwerk „Die Desinfektion“ (= Weyls Handbuch der Hygiene VIII, 21922).

  • Werke

    Weitere W u. a. Versuche üb. Abtötung v. Typhusbazillen im Organismus, in: Arbb. aus d. Kaiserl. Gesundheitsamt 36, 1911, S. 409 (mit W. Rimpau);
    Gelingt e. Sensibilisierung durch Eiweißprodukte u. ist sie spezifisch?, ebd. 47, 1914, S. 527;
    Versuche üb. d. Beziehung zw. Formaldehyd u. d. Bakterien- u. Sporenzelle, in: Biochem. Zs. 125, 1921, S. 69;
    Die Desinfektion tuberkulösen Auswurfs durch chem. Mittel, III. Mitt.: Die Wirkungsweise alkal. Phenolpräparate, Die Kresollaugen, in: Archiv f. Hygiene u. Bakteriol. 92, 1923, S. 318 (mit P. Uhlenhuth);
    Über d. Verhalten d. Tuberkelbazillen gegenüber keimtötenden Stoffen, in: Dt. Med. Wschr. 54, 1928, S. 1918;
    Die|Desinfektion mit Auswurf infizierter Holz- u. Linoleumflächen, in: Btrr. z. Klinik d. Tuberkulose 92, 1938, S. 371;
    Die Einwirkung keimtötender Stoffe auf Tuberkelbazillen d. Typus humanus u. bovinus, V. Mitt., in: Zs. f. Hygiene u. Infektionskrankheiten 121, 1939, S. 633;
    Unterss. z. Bekämpfung d. gewerbl. Milzbrandes, VIII. Mitt.: Versuche z. Sanierung d. Gerbereien, ebd. 137, 1953, S. 611 (mit K. Heicken).

  • Literatur

    H. Reiter, in: Reichsgesundheitsbl. 14, 1939, S. 421;
    Pogg. IV-VII. a

  • Autor/in

    Karl Heicken
  • Empfohlene Zitierweise

    Heicken, Karl, "Hailer, Ekkehard" in: Neue Deutsche Biographie 7 (1966), S. 520 f. [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd13683793X.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA