Lebensdaten
1858 bis 1919
Geburtsort
Niederpfannenstiel bei Aue (Erzgebirge)
Sterbeort
Freiberg (Sachsen)
Beruf/Funktion
Geologe
Konfession
evangelisch
Normdaten
GND: 116102063 | OGND | VIAF
Namensvarianten
  • Beck, Carl Richard
  • Beck, Carl Richard
  • Beck, Karl Richard
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Zitierweise

Beck, Richard, Indexeintrag in: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/gnd116102063.html [01.09.2016].

CC0

Beck, Carl Richard

Geologe, * 24.11.1858 Niederpfannenstiel bei Aue (Erzgebirge), 18.8.1919 Freiberg (Sachsen). (evangelisch)

  • Genealogie

    V Karl Richard Beck, Kaufmännischer Direktor des Blaufarbenwerkes Niederpfannenstiel; M Anna, T des Handelsmannes Carl Traugott Rupprecht; Gvv Karl Beck, Faktor, Blaufarbenwerk Niederpfannenstiel; Gmv Erdmuthe Ernestine Richter; Dresden 22.9.1887 Dorothea, T des Regierungsrats Ernst Rudolph Vogel und der Ida Sophie Hammer aus Zwickau; 2 S.

  • Leben

    Nach Besuch des Nikolaigymnasiums in Leipzig studierte B. 1879 in Freiburg und 1879-83 in Leipzig Geologie und Botanik bei H. Credner, F. Zirkel und F. Schenck. 1883 promovierte er zum Dr. phil. (über das Oligocän von Mittweida). Als Mitarbeiter der Sächsischen Geologischen Landesanstalt kartierte er 1883 bis 1895 15 Blätter der geologischen Spezialkarte im Vogtland, Osterzgebirge, Eibsandstein- und Elbtalschiefergebirge sowie in der Umgebung von Dresden. 1895 als Nachfolger W. Stelzners auf den Lehrstuhl für Geologie und Lagerstättenkunde der Bergakademie Freiberg berufen, vertiefte er die Lagerstättenkunde durch die mikroskopische Gesteinsuntersuchung. Seine „Lehre von den Erzlagerstätten“ (1900, 31909, französisch 1904, englisch 1905) begründete seinen Weltruf. Als einer der ersten benützte er das Metallmikroskop zum Nachweis der magmatischen Ausscheidung des uralischen Platins 1907. Reisen, u. a. nach Rußland und Finnland (1897), Südafrika und Kanada (1913) vermittelten ihm neben der Lagerstättensammlung, die er 1916 mit B. Doß im neuen Institut für Mineralogie und Geologie aufstellte, das Material für seine Arbeiten. - Für seine Bedeutung sprechen seine Ehrenmitgliedschaften bei deutschen und ausländischen naturwissenschaftlichen Gesellschaften sowie die Verleihung des Ehrendoktorates durch die Universitäten Genf, Toronto und die Montanistische Hochschule Leoben. Der Paläophytologie galt seine besondere Liebe (Neubeschreibungen der Farne Alethopteris Pfeilstickeri, 1918, und Protothamnopteris Baldaufi, 1919).

  • Werke

    u. a. Geolog. Wegweiser durch d. Dresdner Elbtalgebiet, 1897, 21914; Üb. d. Struktur d. ural. Platins, in: Berr. d. Ges. d. Wiss. Leipzig, math.-phys. Kl. 59, 1907, S. 387-96; Üb. d. Bedeutung d. Mikroskopie f. d. Lagerstätten-F, 1911; Die techn. wichtigen Metalle u. d. Gewinnung ihrer Erze (mit R. Hoffmann), in: Technik d. XX. Jh.s, Bd. 1, 1911, S. 212-334; A. G. Werner, in: Jb. f. d. Berg- u. Hüttenwesen in Sachsen, 1917, S. 3-49 (auch selbständig); viele Arbb. in: Tschermaks Mineralog.-Petrograph. Mitt., Ztschr. f. prakt. Geol., Jb. f. d. Berg- u. Hüttenwesen in Sachsen.

  • Literatur

      F. Kossmat, R. B., in: Berr. d. Sächs. Ak. d. Wiss., math.-phys. Kl. 71, 1919, S. 347-64 (W);  R. Schreiter, Geh. Bergrat Prof. Dr. R. B. †, in: Jb. f. d. Berg- u. Hüttenwesen in Sachsen 93, 1919, S. 9 ff.;  O. Stutzer, R. B. †, in: Ztschr. f. prakt. Geol. 27, 1919, S. 149-53 (W-Verz., P);  L. J. Spencer, Mineralogical Magazine 19, London 1921, S. 241 f.;  C. Schiffner, Aus d. Leben alter Freiberger Bergstudenten, Bd. 3, 1940, S. 128-30 (P)DBJ Überleitungsbd. II (Totenliste 1919, W, L);  Pogg. III, IV, VI.

  • Autor

    Walther Fischer
  • Empfohlene Zitierweise

    Fischer, Walther, "Beck, Richard" in: Neue Deutsche Biographie 1 (1953), S. 704 f. [Onlinefassung]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/gnd116102063.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA

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