Lebensdaten
1882 – 1953
Geburtsort
Malec (Westgalizien)
Sterbeort
Wien
Beruf/Funktion
Hydrobiologe ; Biologe ; Hochschullehrer
Konfession
evangelisch
Normdaten
GND: 139636676 | OGND | VIAF: 96933570
Namensvarianten
  • Haempel, Oskar
  • Haempel, O.

Quellen(nachweise)

Objekt/Werk(nachweise)

Orte

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Zitierweise

Haempel, Oskar, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd139636676.html [13.06.2024].

CC0

  • Genealogie

    V Karl (1853–1928), Gutsbes., S d. Kaufm. u. Gutsbes. Carl Wilh. u. d. Therese Nowak;
    M Wilhelmine, T d. Bauunternehmers Gg. Kögler in Bretten u. d. Catharine Schiele;
    1917 Martha (* 1896), T d. Wenzel Umlauf (1862–1944), erzhzgl. Hofrat u. Güterdir., u. d. Martha Förster;
    2 S.

  • Biographie

    Nach Absolvierung des Gymnasiums in Mährisch-Weißkirchen studierte H. Naturwissenschaften an der Hochschule für Bodenkultur in Wien (1902–03), dann an der TH und der Universität in München, wo er 1906 zum Dr. phil. promovierte und Assistent an der Bayerischen Biologischen Versuchsanstalt wurde. 1908 kam er an die Landwirtschaftlich-chemische Versuchsanstalt in Wien. Fragen der Fischereibiologie und Fischereiwirtschaft wie zum Beispiel die Gewässerverunreinigung waren schon damals sein Arbeitsgebiet, doch stammen aus dieser Zeit auch Untersuchungen zur Anatomie und Physiologie der Fische und ihrer Nährtiere sowie über Fischkrankheiten. – 1910 habilitierte sich H. an der Hochschule für Bodenkultur in Wien. 1915 eingerückt, machte er Dienst als Bakteriologe (Militärmedikamentenakzessist) an der Ostfront und ab 1917 im Rainerspital in Wien. 1918 wurde er Referent für Fischversorgung im Ministerium für Volksernährung. 1920 übernahm er als außerordentlicher Professor die neugeschaffene Lehrkanzel für Hydrobiologie und Fischereiwirtschaftslehre an der Hochschule für Bodenkultur, 1924 wurde er ordentlicher Professor, 1934 trat er in den Ruhestand. – Besonders umfangreiche Studien widmete H. auch der Biologie der Alpenseen, vor allem ihrem Plankton und ihrer Tiefenfauna. Untersuchungen über die Ernährung von Karpfen und Forellen führten zur Ergründung ihres Vitaminbedarfes. Es folgten Forschungen über den geschlechtsbestimmenden Einfluß der Hormone. In weiten Kreisen bekannt wurde sein Name durch den von ihm und E. Glaser am Bitterling entwickelten Test zur Feststellung der Schwangerschaft und zur Vorhersage des Geschlechtes beim Menschen (Glaser-Haempelscher Fischtest). – In der Geschichte der fischereibiologischen Forschung in Österreich bedeutet das Wirken H.s einen entscheidenden Abschnitt, dessen Bedeutung noch unterstrichen wird durch die Fischereibiologische Bundesanstalt in Weißenbach am Attersee, deren Errichtung seinem Betreiben zu danken ist und die er seit 1928 leitete.

  • Werke

    W u. a. Leitfaden d. Biol. d. Fische, 1912;
    Fische, in: Hdb. d. Biol. d. Wirbeltiere, hrsg. v. M. Hilzheimer, I, 1912;
    Fischzucht u. deren Bedeutung f. d. wirtsch. Leben, 1914;
    Das Tier- u. Pflanzenleben unserer Alpenseen, 1915;
    Hdb. d. modernen Fischereiwirtsch.lehre, 1921 (mit E. Doljan);
    Fischfeinde aus d. höheren u. niederen Tierwelt, in: Hdb. d. Binnenfischerei Mitteleuropas I, 1924;
    Fischereibiol. d. Alpenseen, 1930.

  • Literatur

    Wiener landwirtsch. Ztg. 92, 1942, S. 130;
    K. Stundl, in: Fischerei-Ztg. 45, 1942, S. 134, u. in: Österreichs Fischerei 5, 1952, S. 97 f. (P);
    R. Liepolt, ebd. 6, 1953, S. 1;
    A. Willer, in: Fischwirt 2, 1952, S. 215;
    Die geistige Elite Österreichs, hrsg. v. M. Klang, 1936.

  • Porträts

    in: Österr. Fischerei-Ztg. 29, 1932, S. 48.

  • Autor/in

    Helmut Dolezal
  • Zitierweise

    Dolezal, Helmut, "Haempel, Oskar" in: Neue Deutsche Biographie 7 (1966), S. 436 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd139636676.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA