Lebensdaten
1800 bis 1866
Beruf/Funktion
Altphilologe ; Numismatiker
Konfession
katholischer Sohn
Normdaten
GND: 116931590 | OGND | VIAF: 8152385
Namensvarianten
  • Gutenäcker, Josef
  • Gutenäcker, Joseph
  • Gutenaecker, Josef
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Quellen(nachweise)

Verknüpfungen

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Zitierweise

Gutenäcker, Josef, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd116931590.html [15.08.2020].

CC0

  • Leben

    Gutenäcker: Jos. G., Philolog und numismatischer Schriftsteller, geb. am 4. Decbr. 1800 zu Stadtschwarzach, Landgericht Dettelbach in Unterfranken, Sohn eines Parapluismachers, kam frühe mit den Eltern nach Würzburg, wo er Gymnasium und Universität absolvirte (1824), wurde Lateinlehrer zu Neuburg, 1825 Gymnasialprofessor zu Münnerstadt, auch Zeichnungslehrer und Bibliothekar daselbst, 1849 Studienrector zu Bamberg, wo er am 3. Novbr. 1866 starb. Seine wissenschaftliche Specialität war Mathematik und Numismatik, insbesondere galt er als Autorität in der Münzkunde des Frankenlandes. Von ihm: „Kreismessung des Archimedes, nebst dem dazu gehörigen Commentar des Eutokius, griech. und deutsch. Nebst einer Einleit. über die Zahlenbezeichnungsarten und das Zahlensystem der Griechen“, 1825; „Πρόϰλου ∑ϕαῖρα jam primum in linguam vernaculam translata notisque illustrata“, 1830; „Das Grabmal des Archimedes“, 1833; „Vita Pauli Scbedii“, 1834; „Geschichte des Gymnasiums in Münnerstadt“, 1835; „Variae lectiones Sallustianae“, 1837—39; „Ueber Würzburgisch-fränkische Numismatik“, 1838; „Beiträge zu einer kritischen Geschichte der Salzburg“, 1842. Sehr werthvoll und allen Lexicographen eine willkommene Fundgrube, zugleich ein handlicher Beitrag zur Schul- und Literaturgeschichte Baierns sind die mit biographischen Notizen versehenen bibliographischen Arbeiten unter dem Titel: „Verzeichniß aller Programme und Gelegenheitsschriften, welche an den königl. baierischen Lyceen, Gymnasien und lateinischen Schulen erschienen sind“, I. Abtheilung (von 1823—60), 1862; II. Abtheilung (von 1861—73) fortgesetzt von J. G. Zeiß, 1874 und 1875; „Franz Ludwig Fürstbischof von Bamberg und Würzburg, Herzog zu Franken in seinen Münzen“, 1864; Einladungsschrift zur Enthüllungsfeier des von Se. Maj. dem Könige Ludwig I. von Baiern diesem Fürsten zu Bamberg gewidmeten ehernen Standbildes (Sep.-Abdr. aus dem XXVII B. des histor. Ver. zu Bamberg).

    • Literatur

      Vgl. Heindl, Galerie 1859. I, 192. Zeiß l. c. S. 12.

  • Autor/in

    Hyac. Holland.
  • Empfohlene Zitierweise

    Holland, Hyacinth, "Gutenäcker, Josef" in: Allgemeine Deutsche Biographie 10 (1879), S. 217 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd116931590.html#adbcontent

    CC-BY-NC-SA