Lebensdaten
1802 bis 1864
Geburtsort
Hamburg
Beruf/Funktion
lutherischer Theologe
Konfession
lutherisch
Normdaten
GND: 136755283 | OGND | VIAF
Namensvarianten
  • Gurlitt, Johann Friedrich Karl
  • Gurlitt, Johann Friedrich Carl

Verknüpfungen

Verknüpfungen auf die Person andernorts

Verknüpfungen zu anderen Personen wurden aus den Registerangaben von NDB und ADB übernommen und durch computerlinguistische Analyse und Identifikation gewonnen. Soweit möglich wird auf Artikel verwiesen, andernfalls auf das Digitalisat.

Orte

Symbole auf der Karte
Marker Geburtsort Geburtsort
Marker Wirkungsort Wirkungsort
Marker Sterbeort Sterbeort
Marker Begräbnisort Begräbnisort

Auf der Karte werden im Anfangszustand bereits alle zu der Person lokalisierten Orte eingetragen und bei Überlagerung je nach Zoomstufe zusammengefaßt. Der Schatten des Symbols ist etwas stärker und es kann durch Klick aufgefaltet werden. Jeder Ort bietet bei Klick oder Mouseover einen Infokasten. Über den Ortsnamen kann eine Suche im Datenbestand ausgelöst werden.

Zitierweise

Gurlitt, Johann Friedrich Karl, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd136755283.html [17.07.2019].

CC0

  • Leben

    Gurlitt: Johann Friedrich Karl G., lutherischer Theologe, wurde am 28. November 1802 zu Hamburg geboren. Mit dem voraufgehenden, dem Director Johann Gottfried G., war er sehr weitläufig verwandt; sein sechster Vorfahr, ein Mälzer und Brauer Georg G. zu Hintorf in Sachsen, war der vierte Vorfahr des Directors. Unser G. besuchte von 1817—22 unter dem genannten Director das Johanneum seiner Vaterstadt, dann im Sommer 1822 das akademische Gymnasium derselben und bezog im October 1822 die Universität Halle, von welcher er nach fünf Semestern noch auf ein Jahr nach Berlin ging. Im J. 1826 machte er das theologische Candidatenexamen in Hamburg und ward zugleich Lehrer am Johanneum; am 29. März 1829 ward er zum Katecheten am Zucht- und Spinnhause, dem Strafgefängniß, und am 12. Januar 1833 zum Pastor zu Billwerder an der Bille erwählt. In dieser in den Elbmarschen, zwei Stunden östlich von der Stadt Hamburg gelegenen Landgemeinde wirkte er 31 Jahre lang. Am 7. Mai 1833 hatte er sich verheirathet; er starb am 25. Juni 1864, seine Frau und sechs Söhne hinterlassend. — G. hatte einen scharfen Verstand und ein reiches Wissen, wovon eine große Anzahl theologischer Abhandlungen, welche er namentlich in den „Theologischen Studien und Kritiken“ veröffentlichte, Zeugniß ablegen; und er würde einer theologischen Facultät sicher Ehre gemacht haben, während seine besonderen Gaben in seinem abgelegenen Marschdorfe kaum zur Geltung kamen. In seinen letzten Jahren dachte er auch an die Herausgabe einer Auswahl seiner Gedichte; er starb aber während der Vorbereitungen zu derselben.

    • Literatur

      Lexikon der hamb. Schriftsteller III, S. 23 ff.; ferner die Registerhefte zu den vier ersten Jahrzehnten der „Studien und Kritiken"; außerdem H. Sengelmann, Bote aus dem Alsterthal, 5. Jahrgang 1864, Nr. 27 u. 28. Ein vollständiges Verzeichniß seiner schriftstellerischen Arbeiten, die größtentheils in verschiedenen Zeitschriften und Zeitungen zerstreut sind, ist nicht vorhanden.

  • Autor/in

    Bertheau.
  • Empfohlene Zitierweise

    Bertheau, Carl, "Gurlitt, Johann Friedrich Karl" in: Allgemeine Deutsche Biographie 10 (1879), S. 185 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd136755283.html#adbcontent

    CC-BY-NC-SA