Lebensdaten
1788 – 1869
Geburtsort
Rottenacker/Donau (Württemberg)
Sterbeort
Stuttgart
Beruf/Funktion
Maschinenbauer ; Maschinenbaumechaniker
Konfession
evangelisch
Normdaten
GND: 136148913 | OGND | VIAF: 80542764
Namensvarianten
  • Grundler, Franz Eberhard Friedrich von
  • Grundler, Friedrich von
  • Grundler, Franz Eberhard Friedrich von

Quellen(nachweise)

Objekt/Werk(nachweise)

Orte

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Zitierweise

Grundler, Friedrich von, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd136148913.html [03.07.2022].

CC0

  • Genealogie

    V Ferd. Daniel ( 1800), Vogt u. Pfleger in R., dann Kloster- u. Stabsverwalter in Herbrechtingen, S d. Pfarrers Theophil Andreas u. d. Eva Maria Klein;
    M Joh. Christiane, T d. Vogts u. Pflegers Karl Seefels;
    1842 Franziska Luise ( 1869), T d. Amtmanns Mayer in Steinenberg;
    1 S, 3 T.

  • Biographische Darstellung

    König Friedrich von Württemberg, der sich schon seit 1804 um die Hebung des Maschinenwesens in Staat und Wirtschaft bemüht hatte, gelang es schließlich, 1816 in G. den dafür geeigneten Mann zu finden. Am 26.5. wurde dieser zum Landes-Maschinenbaumeister bestellt. Er war in Stuttgart und Darmstadt von Hofmechanikern ausgebildet worden und von 1813 an in Tübingen bei Universitätsmechaniker Butzengeiger tätig gewesen. Zunächst hatte er sich ein Jahr lang bei den württembergischen Staatsbetrieben und in England umzusehen. 1817 war er von Tübingen aus als Lehrer für angewandte Mathematik und Mechanik an der geplanten polytechnischen Schule in Stuttgart vorgeschlagen, ebenso 1818 von der neuerrichteten Staatswirtschaftlichen Fakultät Tübingen auf ihren Lehrstuhl für Technologie. In seiner eigenartigen Doppelstellung – verantwortlich für die staatlichen Werke wie für das private Gewerbe – entwickelte er eine vielseitige, ungemein fruchtbare Wirksamkeit. Der damalige Aufschwung der Hüttenwerke, besonders zu Wasseralfingen unter Faber du Faur, der Salzwerke, der Gewehrfabrik in Oberndorf ist ihm wesentlich mitzuverdanken. Ebenso machte er als zunächst einziger Fachmann im Land sich für die Unternehmer in ihren technisch-maschinellen Nöten allenthalben nützlich. So war er viel zu reisen genötigt. Dabei mußte er zunächst alles selbst ausdenken und ausführen und sich erst mühsam brauchbare Facharbeiter heranziehen. Als Leiter seiner „Mechanischen Werkstätte“ zu Wasseralfingen unterstand er, bei eigener Rechnungsführung, unmittelbar dem Bergrat in Stuttgart. 1827 folgte eine zweite sechsmonatige Studienreise durch Frankreich und England. 1837 legte er eine musterhafte Beschreibung seines Umbaus einer staatlichen Getreidemühle in Berg zur sogenannten Kunstmühle nach amerikanischer Art vor, ein Beispiel, dem 1837 schon gegen 20 private Mühlen im Lande nachgefolgt waren. Erst 1839 erhielt er einen Gehilfen. 1842 fand der Bergrat, G. zeige wenig Neigung und Geschick zur Anleitung und Unterrichtung junger Leute – wohl weil er sich ständig überbeansprucht sah. Inzwischen waren auch sonst im Lande allenthalben private mechanische Werkstätten entstanden, auch den staatlichen Werken meist solche angegliedert worden. So wurde 1847 die Notwendigkeit der selbständigen Werkstätte G.s offiziell verneint, und diese wurde der Hüttenverwaltung Wasseralfingen eingegliedert. 1851 wurde er in den zeitlichen, 1855 endgültig in den Ruhestand versetzt. Noch 1845/46 hatte seine Werkstätte von Privaten 15 600 Gulden, vom Hüttenwerk 10 700 Gulden erlöst und einen Reinertrag von immerhin 5290 Gulden erbracht.|

  • Ehrungen, Auszeichnungen und Mitgliedschaften

    Kreisbaurat (1838).

  • Werke

    Beschreibung d. neuen Getreide-Mühle zu Berg b. Stuttgart, 1837.

  • Literatur

    E. Reinert, in: Lb. Schwaben IV, 1948, S. 32-42 (P).

  • Autor/in

    Paul Gehring
  • Zitierweise

    Gehring, Paul, "Grundler, Friedrich von" in: Neue Deutsche Biographie 7 (1966), S. 222-223 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd136148913.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA