Lebensdaten
1519 bis 1594
Geburtsort
Soest (Westfalen)
Sterbeort
Köln
Beruf/Funktion
katholischer Theologe ; Nuntius
Konfession
katholisch
Normdaten
GND: 11854246X | OGND | VIAF
Namensvarianten
  • Gropper, Kaspar
  • Gropper, Caspar

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Zitierweise

Gropper, Kaspar, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd11854246X.html [23.09.2018].

CC0

  • Genealogie

    B Johannes (s. 1).

  • Leben

    Wie seine Brüder erst in Soest, dann in Köln erzogen, beendete G. sein juristisches Studium 1538 in Köln mit dem Grad des Dr. utr. iur. und wurde nach theologischen Studien zum Priester geweiht. Zunächst Offizial des Kölner EB Hermann von Wied, war er ab 1542 als maßgebender Professor der juristischen Fakultät, Rat des Herzogs von Kleve und Dekan des im Exil lebenden Sankt Patrokli-Kapitels von Soest einer der treuesten Mitarbeiter seines Bruders Johannes im Kampf gegen den Reformationsversuch Hermanns von Wied. Insbesondere half er als mehrfacher Rektor der Universität diese als Stütze der katholischen Seite zu erhalten; ihn dafür freizustellen übernahm 1547 Johannes das schwierige Soester Dekanat und gab ihm das ruhigere in Xanten. Wichtig war seine Hilfe auch beim Einbau der Jesuiten in das höhere Bildungswesen Kölns. Gemeinsam mit Johannes ging er 1558 zum Protest gegen die Kölner Bischofswahl nach Rom. Im Trauerkonsistorium für Johannes wurde er dort von Paul IV. zum auditor rotae, zu einem der 12 Mitglieder des obersten päpstlichen Gerichtshofes ernannt. Er bekleidete das schwierige Amt mit größtem Ansehen, bis er 1573 mit N. Elgard als päpstlicher Nuntius zu Visitationen nach Deutschland gesandt wurde. Vor allem in Augsburg, Bamberg, Würzburg, Mainz, Speyer, Worms, Trier, Köln, Paderborn und Münster führte er vielfältige Verhandlungen zur Erhaltung des katholischen Glaubens; in Münster war er besonders für die Koadjutorwahl, in Köln für die Reform der Universität tätig. So hatte er, während er seinen Lebensabend seit 1576 auf der Propststelle in Bonn verbrachte, die Johannes vor ihm bekleidet hatte, einige Jahre hervorragenden Anteil an der Durchführung der Reformdekrete des Trienter Konzils in Deutschland.

  • Literatur

    W. E. Schwarz, Die Nuntiatur-Korr. K. G.s, 1898;
    ders., in: Westfäl. Zs. 68/1, 1910, S. 1-96;
    Pastor IX, S. 453 f., 531-34, 612-21;
    Das Weltkonzil v. Trient II, hrsg. v. G. Schreiber, 1951, S. 225-36, 328-36, 407-41 u. ö.;
    L. Drehmann, N. Elgard, 1958; s. a. L zu B Johannes.

  • Autor/in

    Walter Lipgens
  • Empfohlene Zitierweise

    Lipgens, Walter, "Gropper, Kaspar" in: Neue Deutsche Biographie 7 (1966), S. 136 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd11854246X.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA