Lebensdaten
1720 bis 1807
Geburtsort
Wiehe (Thüringen)
Sterbeort
Dresden
Beruf/Funktion
Musikinstrumentenmacher
Konfession
evangelisch
Normdaten
GND: 13613758X | OGND | VIAF: 80533104
Namensvarianten
  • Grenser, Karl August
  • Grentzer, Karl August
  • Grenser, Karl Augustin
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Zitierweise

Grenser, August, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd13613758X.html [24.10.2020].

CC0

  • Genealogie

    V Bauer;
    M N. N.;
    Joh. Christiana N. N. (1720–93);
    S Karl Aug. (1756–1814), Musikinstrumentenmacher, Joh. Frdr. (1758–94), seit 1784 schwed. Kammermusiker (Oboe) in Stockholm, Komp. (s. L);
    N u. Schwieger-S Heinrich (1764–1813), lernte bei G., Hofinstrumentenmacher in D., erfand 1793 d. sog. „Clarinettbaß“ (nicht Baßklarinette) u. verbesserte um 1808 d. damals beliebte Bassethorn, vf. Fachaufsätze in d. „Allg. Musikal. Ztg.“ (s. L);
    E Karl Aug. (1794–1864), 1814-55 1. u. Soloflötist im Gewandhausorchester in Leipzig, Komp., spielte bedeutende Rolle im Leipziger Musikleben, vf. Aufsätze in d. „Allg. Musikal. Ztg.“ u. e. „Gesch. d. Musik in Leipzig“ (Ms. im Mus. f. Stadtgesch. Leipzig) (s. L), Frdr. Aug. (1799–1861), Pauker u. Violinist im Gewandhausorchester, Frdr. Wilh. (1805–59), 1. Violoncellist im Gewandhausorchester;
    E u. Groß-N Heinr. Otto (* 1808), verkaufte d. G.sche Werkstatt, die als „Grenser u. Wiesner“ noch bis um 1850 bestand.

  • Leben

    G. erlernte schon vom 13. Jahre ab bei dem zu J. S. Bachs Zeit in Leipzig hochangesehenen Meister Johann Poerschmann das Handwerk des Holzblasinstrumentenmachers, ging dann 1739 nach Dresden und gründete dort 1744 eine eigene Werkstatt, die sehr bald zu großem Ruf gelangte. Da G. selbst ein guter Bläser war und sein Kunsthandwerk aus dem Grunde verstand, wurden seine Instrumente, insonderheit seine Querflöten, in der 2. Hälfte des 18. Jahrhunderts in ganz Europa berühmt. Schon 1753 zum kursächsischen Hofinstrumentmacher ernannt und 1782 als „excellent Artiste“ gepriesen, erreichte G. vor allem als Flötenbauer dieselbe künstlerische Bedeutung wie sein großer Rivale Jacob Friedrich Grundmann (1727–1800) in Dresden, der ebenfalls Schüler von Poerschmann gewesen war, auf dem Gebiete des Oboenbaues. Im Alter von 76 Jahren übergab G. die zu höchstem Ansehen aufgestiegene Werkstatt seinem Neffen und Schwiegersohn Heinrich Grenser. – Die G.schen Flöten sind weit gebohrt und weisen eine sehr gute Tiefe auf, eine Eigenschaft, die man bis in die ersten Jahrzehnte des 19. Jahrhunderts sehr schätzte. – Viele G.sche Instrumente (Flöten, Altflöten, Oboen, Fagotte, Klarinetten und Bassethörner) sind in öffentlichen und privaten Sammlungen erhalten geblieben und zeugen nicht nur für ihre|weite Verbreitung, sondern auch von einer hohen Qualität. Bis 1806 tragen sie außer dem Namen die gekreuzten sächsischen Kurschwerter, nach 1806 die Königskrone.

  • Literatur

    ADB IX;
    P. Rubardt, in: MGG V, Sp. 815-18 (W, L, P; auch f. Fam., Stammtafel).

  • Autor/in

    Paul Rubardt
  • Empfohlene Zitierweise

    Rubardt, Paul, "Grenser, August" in: Neue Deutsche Biographie 7 (1966), S. 47 f. [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd13613758X.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA