Lebensdaten
1867 bis 1943
Geburtsort
Augsburg
Sterbeort
Augsburg
Beruf/Funktion
Musikpädagoge
Konfession
katholisch
Normdaten
GND: 116830824 | OGND | VIAF
Namensvarianten
  • Greiner, Albert

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Zitierweise

Greiner, Albert, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd116830824.html [26.05.2020].

CC0

  • Genealogie

    V Anton Paul (1835–1909), Volksschullehrer, später Musiklehrer u. Chorregent am Gymnasium St. Stephan in A., S d. Franz Xaver, fürstl. Esterházyscher Revierförster in Edelstetten/Schw., u. d. Karolina Antonia Reiser;
    M Therese (1836–1915), T d. Anton Willibald Drexel, Adlerwirt u. Brauer in Thannhausen, u. d. Maria Anna Schäffler;
    1899 Alwine (* 1876), T d. Dir. Riegg d. Blindenanstalt in A.;
    1 S, 1 T.

  • Leben

    Nach Schulabschluß widmete sich G. der pädagogischen Arbeit, die ihn seit dem Besuch der Lehrerbildungsanstalt Lauingen von 1886 an als Praktikant, seit 1888 als Hilfslehrer und von 1897 bis 1914 als Volksschullehrer tätig sah. Daneben studierte er an der Augsburger Musikschule (unter anderem bei H. M. Schletterer und W. Weber), wurde Dirigent der dortigen Liedertafel, Bundeschormeister des Schwäbisch-Bayerischen Sängerbundes und Leiter des Blindenchores. 1905 gründete er in Augsburg die Städtische Singschule, deren hauptamtlicher Direktor er 1914 wurde. Neuerliche musikerzieherische und Gesangs-Studien in München, Leipzig und Dessau dienten der eigenen Vervollkommnung. G.s Lebenswerk ist der Aufbau der Augsburger Singschule, der er auch nach seiner Pensionierung (1933) verbunden blieb. Das Verdienst dieses schöpferischen Pädagogen ist die Entwicklung einer neuen Methodik der Stimmbildung, der zahlreiche Schriften von ihm gelten. Systematischer, bewußt gemachter Ausbau des naturgegebenen Stimm-Materials resultierte aus der Erkenntnis: „Die menschliche Stimme, gleichviel ob im Singen oder Sprechen, ob bei Kindern oder Erwachsenen, muß natürlich und schön klingen.“ Pädagogisches Geschick und Verantwortungsbewußtsein bedingten jene Jugendstimmbildungs-Erfolge, die bis heute als Beispiele schulischer Sprach- und Stimmpflege vorbildlich sind.

  • Werke

    W u. a. Die Volkssingschule in Augsburg, 1924, 21933 (P);
    Jugendgesang u. Volkssingschule, Rufe an d. Zeit in Aufsätzen u. Vorträgen a. d. J. 1928–35, 1936;
    Stimmbildung, 5 Bde., 1938, 21952;
    Fragen e. Stimmerziehung in Jugend u. Volk, in: Zs. f. Musik 109, 1942, S. 525 ff.; Aus d. Nachlaß:
    Sprechendes Singen = singendes Sprechen, in: Zs. f. Musik 114, 1953, S. 712 ff.;
    Unveröff.: Singen nach Noten.

  • Literatur

    J. Maier, A. G. z. 75. Geb.tag, in: Zs. f. Musik 109, 1942, S. 524 f. (P);
    J. Lautenbacher, A. G., ebd. 114, 1953, S. 709 ff. (P);
    L. Wismeyer, Rhythmisches Sprechen - singende Rhythmik, ebd., S. 716 ff.;
    K. Aichele, Schule u. Stimmerziehung, ebd., S. 719 ff.;
    Moser (W, L);
    E. Valentin, in: MGG V, Sp. 797-99 (W, L, P);
    Riemann.

  • Autor/in

    Ekkehart Kroher
  • Empfohlene Zitierweise

    Kroher, Ekkehart, "Greiner, Albert" in: Neue Deutsche Biographie 7 (1966), S. 36 f. [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd116830824.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA