Lebensdaten
1829 bis 1892
Geburtsort
Elberfeld
Sterbeort
Marburg (Lahn)
Beruf/Funktion
Zoologe
Konfession
evangelische Familie
Normdaten
GND: 116828412 | OGND | VIAF
Namensvarianten
  • Greef, Richard

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Zitierweise

Greeff, Richard, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/gnd116828412.html [09.12.2016].

CC0

Greeff, Richard

Zoologe, * 14.3.1829 Elberfeld, 30.8.1892 Marburg (Lahn).

  • Genealogie

    V Peter (1803–75), Fabr. in E. u. New York, S d. Joh. Peter u. d. Clara Wilh. Bornefeld; M Sophie (1806–63), T d. Peter Bredt (1782–1852) in Barmen, Gutsbes. u. Maler, u. d. Charlotte Siebel; N Joh. Peter (1865- n. 1935), Landschaftsmaler (s. Rhdb., P; ThB); Maria (1836–1901), T d. Carl Esch (1800–66), Sup. in E. (S d. Fabrikdir. u. Großkaufm. Carl Dav.), u. d. Johanna Heilenbeck; K, u. a. Richard (s. 2), Maria ( 1885 Hugo Vogel, 1855–1934, Historien- u. Genremaler, um 1900 durch großformatige Wandgem. bekannt, Prof. a. d. Hochschule f. bildende Künste Berlin, s. ThB).

  • Leben

    G. studierte ab 1852 in Würzburg, Heidelberg und Berlin Medizin, wurde 1857 in Berlin zum doctor medicinae promoviert, ging anschließend als Assistenzarzt nach Danzig und übernahm 1859 eine Praxis in Elberfeld. Bereits während des Studiums an zoologischen Untersuchungen interessiert, gab er den Arztberuf auf, habilitierte sich 1863 in Bonn für Zoologie und übernahm 1871 als Nachfolger von C. Claus die Professur für Zoologie und vergleichende Anatomie in Marburg. – Angeregt von Max Schultze (Bonn), widmete sich G. vorwiegend Studien über den Bau und die Fortpflanzungsverhältnisse der Einzeller, besonders der Rhizopoden. Weitere Untersuchungen galten den Anneliden und Echinodermen sowie verschiedenen Tierformen, deren systematische Einordnung Schwierigkeiten|bereitete. Zahlreiche Reisen unter anderem an die Adria-Küste, nach den Kanarischen Inseln, den Kapverdischen und Guinea-Inseln sowie nach Neapel und Lissabon dienten nicht nur der Sammlung von Beobachtungen und Material für seine zoologischen Forschungen, sondern wurden auch in geographischer und ethnographischer Hinsicht ausgewertet. Viele Arbeiten G.s klärten strittige Fragen oder boten wertvolle Grundlagen für weiterführende Untersuchungen.

  • Werke

    W u. a. Unterss. üb. d. Bau u. d. Naturgesch. d. Bärtierchen, in: Archiv f. mikroskop. Anatomie 2, 1866; Reise nach d. Canar. Inseln, 1868; Fünf Mitt. üb. d. Bau u. d. Entwickelung d. Echinodermen, in: SB d. Ges. z. Beförderung d. ges. Naturwiss. Marburg, 1872-76; Eine im Winter 1879/80 ausgeführte zool. Reise nach d. Guinea-Inseln Principe u. S. Thomé, ebd., 1882; Die Fauna d. Guinea-Inseln S. Thomé u. Rolas, ebd., 1884; Stud. üb. Protozoen (Land-Rhizopoden u. Infusorien, Süßwasser-Rhizopoden), ebd., 1888; Über Amöben, ebd., 1892; Die Echiuren (Gephyrea armata), in: Nova Acta Leopoldina 41, 1879; Die Capverdischen Inseln, in: Globus 42, 1882.

  • Literatur

    ADB 49; Btrr. z. Kenntnis d. Fauna Westafrikas I, 1914, S. 11-14; Chronik d. Kgl. Preuß. Univ. Marburg VI, 1892/93 (W-Verz); Hdwb. d. Naturwiss. V, 1934; E. Korschelt, in: Verhh. d. Dt. Zoolog. Ges., 1905, S. 23 f.

  • Portraits

    in: Th. Heuss, Anton Dohrn in Neapel, 1940, bei S. 48.

  • Autor

    Georg Uschmann
  • Empfohlene Zitierweise

    Uschmann, Georg, "Greeff, Richard" in: Neue Deutsche Biographie 7 (1966), S. 17 f. [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/gnd116828412.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA

Greef, Richard

  • Leben

    Greef: Richard G. wurde am 14. März 1829 in Elberfeld geboren. Er studirte Medicin und Naturwissenschaften, namentlich Zoologie. Nach seiner Promotion und dem medicinischen Staatsexamen unternahm er wissenschaftliche Reisen. 1856 besuchte er die adriatische Küste und 1857 Ungarn und Serbien. 1858 wurde er Assistenzarzt am städtischen Krankenhause in Danzig und zog ihn hier das Studium der niederen Thiere der Ostsee an. 1859 ließ er sich als praktischer Arzt in seiner Vaterstadt Elberfeld nieder. Doch blieb er nicht lange in dieser Stellung. Seiner Neigung zur Zoologie folgend, wandte er sich 1862 nach Bonn und habilitirte sich dort als Privatdocent für Zoologie und vergleichende Anatomie. 1866—67 unternahm er eine Reise nach den canarischen Inseln und verweilte namentlich auf der Insel Lanzarote längere Zeit. Nach seiner Zurückkunft veröffentlichte er: "Reise nach den canarischen Inseln", Bonn 1868, und im folgenden Jahre: "Untersuchungen über einige merkwürdige Thiergruppen des Arthropoden- und Wurm-Typus", Berlin 1869. 1870 wurde G. als Professor der Zoologie und vergleichenden Anatomie und Director des zoologisch-zootomischen Instituts an die Universität Marburg berufen. 1874 war er in Neapel und veröffentlichte die Resultate seiner dortigen Studien unter dem Titel: "Ueber das Auge der Alciopiden", Marburg 1876. 1879—80 unternahm er wieder größere Reisen nach der Schweiz, Portugal und den canarischen Inseln, welche ihm Veranlassung gaben zu seinen "Studien über die pelagischen Annaliden der canarischen Inseln" in: Zeitschr. f. wissenschaftl. Zoologie, Bd. 32, 1879 und: "Die Echiuren" (aus Nova Acta der Kais. Leop.-Carol. Akad. d. Naturforscher), Halle 1879. Bemerkenswerth ist ferner noch seine Bearbeitung der Echinodermen-Fauna Japans in Rein's: "Japan nach Studien zusammengestellt", 1881.

    G. starb als Geheimer Regierungsrath am 30. August 1892.

  • Autor

    W. Heß.
  • Empfohlene Zitierweise

    Heß, Wilhelm, "Greeff, Richard" in: Allgemeine Deutsche Biographie 49 (1904), S. 523-524 unter Greef [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/gnd116828412.html#adbcontent

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