Lebensdaten
1867 bis 1956
Geburtsort
Salzburg
Sterbeort
Wien
Beruf/Funktion
Hygieniker
Konfession
katholisch
Normdaten
GND: 134011333 | OGND | VIAF: 15976965
Namensvarianten
  • Graßberger, Roland
  • Grassberger, R.
  • Grassberger, Roland
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Zitierweise

Graßberger, Roland, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd134011333.html [20.04.2021].

CC0

  • Genealogie

    V Karl (1836–81), Dr. med., prakt. Arzt;
    M Maria (1840–1910), T d. Dr. med. Gg. Frdr. Heinr. Daniel u. d. Henr. Louise Charl. Dor. Wöhler;
    ⚭ Mathilde (1870–1938), T d. Dr. med. Joh. Baptist Rabl u. d. Rosina Maria Bernard;
    3 S, 1 T, u. a. Hans, Dr.-Ing., Dir. d. Verbundges., Alfred, Dr. med., Dir. d. Allg. Krankenhauses Neunkirchen/Nd.österr., Roland (* 1905), Prof. d. Strafrechts in Wien.

  • Leben

    G. studierte in Wien Medizin. 1892 promoviert, arbeitete er im Franz-Josefs-Spital, bevor er 1897 Assistent im hygienischen Institut der Universität Wien, zunächst unter Max von Gruber, dann unter A. Schattenfroh, wurde. 1902 erlangte er die Dozentur, 1906 die außerordentliche Professur, 1917 erhielt er Titel und Charakter eines ordentlichen Professors und wurde 1924 Ordinarius und Vorstand des Institutes; 1936 wurde er in den Ruhestand versetzt. – Besonders hervorzuheben sind G.s Forschungen über anaerobe Sporenbildner und ihr Toxinbildungsvermögen. Sein Name ist mit dem Begriff der „Ammenkultur“ bei Influenzabakterien verbunden. Wiederholt beschäftigten ihn Fragen der Milch- und Trinkwasserhygiene, der Wohn-, Schul- und Gewerbehygiene, der Desinfektion und Ungezieferbekämpfung. Seine Raumluftuntersuchungen bei Betrieb von Leuchtgasgeräten führten zur Entwicklung der Sauerstoffbestimmung mit Hilfe einer Gasflamme: „Aerokrif“-Verfahren.|

  • Auszeichnungen

    Mitgl. d. Österr. Ak. d. Wiss.

  • Werke

    W u. a. Über Beziehungen v. Toxin u. Antitoxin, 1904 (mit A. Schattenfroh);
    Über antitox. u. antiinfektiöse Immunität, in: SB d. k. Ak. d. Wiss., Wien, math.-naturwiss. Kl., Abt. 3, Bd. 114, 1905, S. 607-56 (mit dems.);
    Rauschbrand-Antitoxin, in: Hdb. d. Technik u. Methodik d. Immunitätsforschung, hrsg. v. Kraus u. Levaditi, II, 1909, S. 188-203 (mit dems.): Die Desinfektion in Theorie u. Praxis f. Ärzte, Chemiker u. Ingenieure, 1913 (mit M. Graßberger);
    Mitt. z. Wiener Wasserfrage, in: Wiener klin. Wschr. 38, 1925, S. 1151-53;
    Zur Frage d. Möglichkeit v. Impfschädigungen durch prophylakt. Anwendung v. Toxin-Antitoxin-Gemischen, Auf Grund d. mit K. Bauer, F. Noziczka u. E. Wödl ausgeführten Unterss., in: Archiv f. Hygiene 97, 1926, S. 97-140;
    Über Milch u. Milchverfälschung, in: Wiener Med. Wschr. 77, 1927, S. 1451, 1483;
    Über Krankheitsübertragung durch Nahrungsmittel, 1929;
    Die Gasflamme als Luftprüfer, in: Abhh. aus d. Gebiet d. Hygiene 15, 1934 (mit A. Luszczak). – Hrsg.: Abhh. aus d. Gesamtgebiet d. Hygiene, 1928 ff.

  • Literatur

    H. M. Jettmar, A. Luszczak, F. X. Mayer, A. Schinzel, in: Archiv f. Hygiene u. Bakteriol. 136, 1952, S. 559 f.;
    A. Schinzel, in: Wiener Med. Wschr. 107, 1957, S. 510 f.;
    H. M. Jettmar, in: Wiener klin. Wschr. 69, 1957, S. 34 f.;
    E. Brezina, ebd. 70, 1958, S. 54 f.;
    R. Bieling, in: Die Feierl. Inauguration d. Rektors d. Univ. Wien, 1957/58, S. 53;
    W. Schwarzacher, in: Alm. d. Österr. Ak. d. Wiss. f. d. J. 1957, 107. Jg., 1958, S. 423-25;
    Fischer (W).

  • Autor/in

    Marlene Jantsch
  • Empfohlene Zitierweise

    Jantsch, Marlene, "Graßberger, Roland" in: Neue Deutsche Biographie 7 (1966), S. 1 f. [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd134011333.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA