Lebensdaten
erwähnt 1031, gestorben 1061
Sterbeort
Brescia
Beruf/Funktion
Bischof von Brescia ; mittellateinischer Schriftsteller ; Leiter der Domschule von Lüttich ; Scholastiker
Konfession
katholisch
Normdaten
GND: 104275413 | OGND | VIAF
Namensvarianten
  • Adelman von Brixen
  • Adelmann
  • Adelmann von Brixen
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Orte

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Zitierweise

Adelman von Lüttich, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd104275413.html [25.04.2018].

CC0

  • Leben

    A. ging aus der Schule des Bischofs Fulbert von Chartres hervor und leitete seit 1031 die Domschule von Lüttich. Er verfaßte ein rhythmisches Gedicht, eine Art Elegie, die dem Andenken seines Lehrers Fulbert und dem der inzwischen verstorbenen Mitschüler gewidmet war. 1049 wandte er sich in einem Brief an Berengar von Tours gegen dessen Auffassung in der Abendmahlslehre, versuchte dabei aber auf seinen ehemaligen Mitschüler im vermittelnden Sinne einzuwirken, so daß ein persönlicher Bruch nicht eintrat.

  • Werke

    Rhythmi alphabetici, Krit. Ausg. d. zwei Fassungen bei J. Havet, Poème rhythmique d'Adelman de Liége, in: Notices et documents p. la Société de l'Hist. de France, Paris 1884, S. 71-92;
    De veritate corporis et sanguinis Domini in Eucharistia ad Berengarium epistola, vollst. in: C. A. Schmid, Adelmanni ad Berengarium, Braunschweig 1770, u.
    R. Heurtevent, Durand de Troarn et les origines de l'hérésie bérengarienne, Appendix II, 1912, unvollst. in:
    Migne PL, Bd. 113.

  • Literatur

    ADB I;
    Manitius II, 1923, S. 558 ff.;
    Wattenbach-Holtzmann I, S. 145;
    E. de Moreau, Histoire de l'Eglise en Belgique II, 1940, S. 18 f.;
    LThK.

  • Autor

    Paul Lehmann
  • Empfohlene Zitierweise

    Lehmann, Paul, "Adelman von Lüttich" in: Neue Deutsche Biographie 1 (1953), S. 60 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd104275413.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA

  • Leben

    Adelmann von Brixen, ein Schüler Fulberts von Chartres, stand der im 10. und 11. Jahrhundert blühenden Kathedralschule zu Lüttich als Scholasticus vor und machte sich als lateinischer Dichter berühmt; 1048 wurde er Bischof von Brixen; sein Todesjahr fällt nach Ughellus in das Jahr 1061. In dem Berengarischen Abendmahlsstreite trat er als Gegner Berengars, seines einstmaligen Mitschülers und Studiengenossen, auf und zieh seinen Freund, den er von einer weiteren Beunruhigung der Kirche dringend abmahnte, der Läugnung der realen Gegenwart Christi im Sacramente, — eine Beschuldigung, deren Richtigkeit so ziemlich allgemein als erwiesen gilt, obgleich es schon zu Berengars Lebzeiten nicht an Solchen fehlte, die ihn einer so weit gehenden Abweichung|vom kirchlichen Lehrbegriffe nicht beschuldigten und auch Spätere ihn für einen Vertreter der sogenannten Impanationslehre hielten. Adelmanns bezügliche Schrift: "De veritate corporis et sanguinis Domini ad Berengarium epistola" findet sich zusammt den übrigen Abhandlungen der zeitgenössischen Gegner Berengars in der Bibliotheca Patrum magna (Tom. XI) und maxima (Tom. XVIII) abgedruckt; eine Separatausgabe derselben, aus einer Handschrift der Wolfenbüttler Bibliothek hergestellt, wurde von C. A. Schmidt zu Braunschweig 1770 veröffentlicht. Als poetische Leistung Adelmanns sind seine "Rhythmi alphabetici de viris illustribus sui temporis" anzuführen. — (Vgl. Mabillon, Analecta I. p. 420 (ed. nov. p. 382). Martene, Anecdota IV. p. 109. Siber, De illustr. Alem. p. 52 ss. Fabricii Bibl. lat. med. et inf. aet.)

  • Autor

    Werner.
  • Empfohlene Zitierweise

    Werner, "Adelman von Lüttich" in: Allgemeine Deutsche Biographie 1 (1875), S. 78-79 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd104275413.html#adbcontent

    CC-BY-NC-SA