Lebensdaten
gestorben Ende 13. Jahrhundert
Beruf/Funktion
Geschichtsschreiber
Konfession
katholisch
Normdaten
GND: 100943128 | OGND | VIAF
Namensvarianten
  • Gottfried von Ensmingen
  • Ensmingen, Godefridus de
  • Ensmingen, Godofredus ab
  • mehr

Zitierweise

Gottfried von Ensmingen, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd100943128.html [28.02.2020].

CC0

  • Leben

    Gottfried von Ensmingen, ist als deutscher Geschichtschreiber zu Straßburg aus dem Ende des 13. Jahrhunderts durch die sehr werthvolle Sammlung von Historien und Denkwürdigkeiten der Stadt bekannt, welche ein ehrenwerther Bürger von Straßburg, Ellenhard, veranstaltet und der Nachwelt hinterlassen hat. Auf seinen Antrieb schrieb G. von Ensmingen, wenn auch nicht die ganze Chronik, welche einen Haupttheil der Sammlung ausmacht, aber sicher den zweiten Abschnitt derselben von 1257—91, wo er zu Anfang und am Ende als Autor, und zwar mit dem Amtstitel Notar der bischöflichen Kurie, genannt ist. Außerdem verfaßte er im J. 1290, gleichfalls auf den Wunsch Ellenhard's, wie ausdrücklich bemerkt ist, für dessen Sammlung die Schrift: „Miracula S. Mariae Argentinensis“, worin die von dem Muttergottesbild des Münsters im J. 1280 verrichteten Wunderthaten erzählt sind. In der Zeitgeschichte gibt er seiner echt deutschen Gesinnung, wie seiner unbedingten Verehrung für den bürgerfreundlichen König Rudolf von Habsburg lebhaften Ausdruck.

    • Literatur

      Die Chronik ist nach der Originalhandschrift herausgegeben von Jaffé in den Monumenta Germaniae T. XVII. 118—141. (Die französische Ausgabe: Chronique de Godefroi d'Ensmingen, Strasbourg 1868, ist unbrauchbar.)

  • Autor/in

    Hegel.
  • Empfohlene Zitierweise

    Hegel, Carl, "Gottfried von Ensmingen" in: Allgemeine Deutsche Biographie 9 (1879), S. 481 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd100943128.html#adbcontent

    CC-BY-NC-SA