Lebensdaten
1865 bis 1941
Geburtsort
Stuttgart
Sterbeort
Stuttgart
Beruf/Funktion
Bekämpfer des Alkoholismus ; Direktor des Deutschen Vereins gegen den Alkoholismus
Konfession
evangelisch
Normdaten
GND: 117549452 | OGND | VIAF
Namensvarianten
  • Gonser, Immanuel
  • Gonser, I.
  • Gonser, J.

Quellen(nachweise)

Orte

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Zitierweise

Gonser, Immanuel, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd117549452.html [21.10.2019].

CC0

  • Genealogie

    V Jakob (1830–83), Mittelschullehrer, S d. Joh. Gg., Gemeinderat in Tailfingen, u. d. Anna Maria Bitzer;
    M Luise (1840–1915), T d. Weingärtners Johs. Joos in Untertürkheim u. d. Katharine Wünsch;
    1893 Julie, T d. Architekten Karl Lang in Heilbronn u. d. Mina Schönberger;
    2 S, 2 T.

  • Leben

    G. wurde als evangelischer Theologe im Tübinger Stift ausgebildet, war Hauslehrer im Baltikum und bekleidete 1892-1903 mehrere Pfarrstellen. 1903 wurde er hauptberuflicher Direktor des „Deutschen Vereins gegen Alkoholmißbrauch“ in Berlin, der 1921 mit der „Reichshauptstelle gegen Alkoholismus“ gekoppelt wurde. G. organisierte in dieser Position im großen Stil die Bekämpfung des Alkoholismus unter anderem durch Organisation einer Zusammenarbeit mit den Behörden, besonders der Polizei, Reichsbahn und Post, durch Schaffung organisierter Trinkerhilfen, durch Sammlung wissenschaftlichen Materials und volkstümlicher Anschauungsmittel über die Trunksucht sowie durch Begründung eines Verlages, in dem einige alkoholgegnerische Periodika und zahlreiche Flugschriften, Merkblätter, Plakate und so weiter erschienen (bis 1935 jährlich etwa 2 Millionen). Er war Mitbegründer des „Internationalen Vereins gegen Alkoholismus“ (1906) und rief 1927 die „Lehr- und Versuchsanstalt für gärungslose Früchteverwertung“ in Obereschenbach und 1931 den „Internationalen Ausschuß für gärungslose Früchteverwertung“ ins Leben. G. leistete eine großangelegte Aufklärungs- und Organisationsarbeit im Sinne der Mäßigkeitsbewegung. Seine Verdienste um die Volkshygiene wurden durch die Berufung in den Reichsgesundheitsrat und den preußischen Landesgesundheitsrat gewürdigt. 1937 trat er in den Ruhestand, war aber noch als sozialhygienischer Agitator bis kurz vor seinem Tode tätig. Das Andenken an G. wird wachgehalten durch das „Professor Gonser-Haus e. V. Institut für Alkoholforschung“ in Berlin|

  • Auszeichnungen

    Prof. (1910), Dr. med. h. c. (Tübingen 1922).

  • Werke

    Zahlr. Flugschrr. u. Aufklärungsart., Teilbibliogr. dieser Schrr. in d. Personalmappe d. Gonser-Bibl. (Berlin, Med. Zentralbibl.) (hier auch biogr. Angaben).

  • Literatur

    Wachtzs., 1940;
    Rhdb. (P).

  • Autor/in

    Manfred Stürzbecher
  • Empfohlene Zitierweise

    Stürzbecher, Manfred, "Gonser, Immanuel" in: Neue Deutsche Biographie 6 (1964), S. 642 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd117549452.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA