Lebensdaten
erwähnt 969, gestorben 976
Geburtsort
Thüringen
Sterbeort
Köln
Beruf/Funktion
Erzbischof von Köln
Konfession
katholisch
Normdaten
GND: 136033881 | OGND | VIAF
Namensvarianten
  • Gero von Köln
  • Gero
  • Gero von Köln
  • mehr

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Zitierweise

Gero, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd136033881.html [21.02.2019].

CC0

  • Genealogie

    V Mgf. Christian ( um 950), Gf. im Schwabengau;
    M Hilda ( auf Pilgerfahrt in Jerusalem), Schw d. Mgf. Gero ( 965, s. NDB VI);
    B Mgf. Thietmar ( 978);
    N Gero ( 1015), seit 993 Mgf. d. Ostmark.

  • Leben

    G., Priester zu Köln und kaiserlicher Kaplan (?), wurde 969 zum Erzbischof von Köln gewählt. Nach der Chronik Thietmars von Merseburg wollte Kaiser Otto I. die Wahl nicht bestätigen, doch verdient die Erzählung wegen ihrer sagenhaften Einkleidung nicht viel Vertrauen; Anfang 970 fungierte G. bereits als Erzbischof. Er war Mitglied der nach Byzanz gesandten Abordnung, die die Braut Ottos II., Theophanu, geleitete, nahm an der Synode zu Ingelheim 972 und 973 an der Beisetzung Ottos I. zu Magdeburg teil, doch hat er nach Ausweis der Interventionen in den Herrscherurkunden weder unter Otto I. noch unter Otto II. eine besondere Rolle gespielt. Zusammen mit seinem Bruder Thietmar gründete er 970 das bald nach Nienburg verlegte Kloster Dammersfelde; etwa 974 errichtete er das Kloster Gladbach, das der Leitung des aus Sankt Maximin bei Trier stammenden Mönches Sandrad unterstellt wurde. Er ließ das nach ihm benannte Kreuz im Kölner Dom anfertigen; ob der Gero-Codex in der Landesbibliothek Darmstadt von ihm seinen Namen trägt, ist nicht sicher.

  • Literatur

    ADB IX;
    F. W. Oediger, Regg. d. EB v. Köln I, 1955, S. 496-522;
    L. Berg, G., EB v. Köln 969-76, 1913;
    E. Brasse, Gesch. d. Stadt u. Abtei Gladbach I, 1914, S. 52 ff.

  • Autor/in

    Erich Wisplinghoff
  • Empfohlene Zitierweise

    Wisplinghoff, Erich, "Gero" in: Neue Deutsche Biographie 6 (1964), S. 312 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd136033881.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA

  • Leben

    Gero: Erzbischof von Köln (969—976), stammte aus einem angesehenen sächsischen Grafengeschlecht. Sein Vater Christian war Graf im Schwabengau und Serimunt, seine Mutter Hidda eine Schwester des berühmten Markgrafen Gero, sein Bruder Markgraf Thietmar heirathete eine Tochter Herzog Hermanns von Sachsen. Nach dem Tode Erzbischof Folkmars (18. Juli 969) wurde er von Klerus und Volk zu Köln als dessen Nachfolger gewählt. Obwol er kaiserlicher Caplan war, soll Otto der Große ihm anfänglich aus Unzufriedenheit mit dem Markgrafen Thietmar die Bestätigung verweigert haben; wann diese erfolgte, ist unsicher. Otto hatte seine Nachgiebigkeit nicht zu bereuen und hat G. später besonders ausgezeichnet. Ende 971 schickte er ihn an der Spitze einer glänzenden Gesandtschaft nach Constantinopel um die Prinzessin Theophano abzuholen, welche April 972 in der römischen Peterskirche mit Otto II. vermählt wurde. Im September betheiligte sich G. an der Ingelheimer Synode, im folgenden Jahre erwies er seinem Kaiser im Magdeburger Dom die letzte Ehre.|Sonst liegen über ihn fast nur einige Nachrichten kirchlicher Natur vor. Er stiftete das Kloster Gladbach bei Neuß, worüber uns eine anmuthige Erzählung erhalten ist, sowie, gemeinsam mit seinem Bruder, das Kloster Dammersfeld im Harz (970). Er starb 976. Nach einer zuerst bei Thietmar von Merseburg begegnenden Erzählung wäre er scheintodt beerdigt worden.

    • Literatur

      Ennen, Gesch. der Stadt Köln I, 255. Köpke-Dümmler, Kaiser Otto der Große 388 ff. Ueber die an seinen Tod anknüpfenden Sagen vgl. Pick's Monatsschrift für rheinisch-westfälische Geschichtsforschung I, 77.

  • Autor/in

    Cardauns.
  • Empfohlene Zitierweise

    Cardauns, Hermann, "Gero" in: Allgemeine Deutsche Biographie 9 (1879), S. 39-40 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd136033881.html#adbcontent

    CC-BY-NC-SA