Lebensdaten
1876 bis 1953
Geburtsort
Leipzig
Sterbeort
Dresden
Beruf/Funktion
Bauingenieur
Konfession
keine Angabe
Normdaten
GND: 13560690X | OGND | VIAF
Namensvarianten
  • Gehler, Gustav Willy
  • Gehler, Willy
  • Gehler, Gustav Willy
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Zitierweise

Gehler, Willy, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd13560690X.html [22.05.2019].

CC0

  • Genealogie

    V Gustav (* 1847), Architekt, S d. Egydius in Steinach/Thür.;
    M Maria Carl (* 1847), aus Judenbach b. Sonneberg;
    1914 Elisabeth (* 1882), T d. Fabrikbes. Edwin Müller;
    1 S, 1 T.

  • Leben

    G. studierte zunächst in Leipzig Mathematik und Naturwissenschaften, dann Bauingenieurwesen an der TH Dresden, war Regierungs-Bauführer bei der Sächsischen Staatsbahn und bestand 1905 das 2. Staatsexamen (Regierungs-Baumeister), während er schon in seiner Ausbildungszeit als Assistent der technischen Mechanik bei Martin Grübler und im Brückenbau bei Georg Christoph Mehrtens an der TH Dresden tätig gewesen war. Als Konstruktionsingenieur bei Dyckerhoff & Widmann (1905–13) wurde er bald der technische Direktor der Dresdener Zweigniederlassung dieser Firma in einer Zeit, in der Eisenbeton als neue Bauweise besondere Bedeutung erlangte. G. konnte, vom Stahlbau herkommend, dank seiner wissenschaftlichen Vorbildung an den Auseinandersetzungen um eine theoretisch einwandfreie und zweckmäßige Berechnungsart der neuen Konstruktionsweise, ihrer Baustoffe, insbesondere der Bindemittel, sowie der neuen Bauformen entscheidend mitwirken. In der damaligen Neuerscheinung „Handbuch für Eisenbetonbau“ verfaßte er den Band „Balkenbrücken“ (1908, 61931), beteiligte sich kurz vor dem 1. Weltkrieg an Entwurf und Ausführung der Querbahnsteighalle für den Hauptbahnhof Leipzig und der Fest- und Jahrhunderthalle in Breslau. 1909 wurde er beratendes Mitglied des Deutschen Ausschusses für Eisenbeton. 1913 berief ihn die TH Dresden auf den Lehrstuhl für technische Mechanik, Festigkeitslehre und Eisenbrückenbau als Nachfolger von Otto Mohr und Mehrtens. Für den Deutschen Betonverein wirkte er als beratendes Mitglied nachdrücklich an der Herausgabe der Deutschen Bestimmungen für Eisenbeton mit und gab hierzu erstmalig 1917 kommentierende Erläuterungen (61952) heraus. Auch wurde er Mitbegründer des Normenausschusses. Ab 1918 auch Professor der Baustofflehre, erhielt er gleichzeitig die Leitung der bautechnischen Abteilung des Staatlichen Versuchs- und Materialprüfamtes Dresden. Dort entfaltete er als gerichtlicher Sachverständiger eine umfangreiche gutachtliche Tätigkeit zur Klärung besonderer Baustofffragen im Hoch- und Brückenbau, wodurch er internationalen Ruf erlangte.-Mitglied der preußischen Akademie des Bauwesens (1925); Dr. rer. techn. honoris causa (Deutsche TH Brünn 1933); DIN Ehrenring des Deutschen Normenausschusses (1942); Emil-Mörsch-Gedenkmünze des Deutschen Betonvereins (1950).

  • Werke

    Weitere W u. a. Nebenspannungen eiserner Fachwerkbrücken, 1910;
    Der Rahmen, 1913, 31925;
    Erll. z. Bemessung v. Knickstäben, 1939. - Mit H. Arnos: Versuche mit kreuzweise bewehrten Platten, 1932;
    Versuche üb. Elastizität, Plastizität u. Schwinden v. Beton, 1934, Neudr. 1952;
    Versuche an Plattenbalken mit Bewehrungen mit hoher Streckgrenze, 1937.

  • Literatur

    Wedler, in: Die Bautechnik 28, 1951, S. 221 f., 30, 1953, S. 204 f. (P);
    Bornemann, in: DIN-Mitt. 30, 1951, S. 143, 32, 1953, S. 151 f.;
    ders., in: Beton u. Stahlbetonbau 46, 1951, S. 211, 48, 1953, S. 146;
    Neuffer, in: Bauplanung u. Bautechnik 7, 1953, S. 343 (P);
    E. Lewick, in: VDI-Zs. 95, 1953, S. 1026;
    Pogg. Vlla;
    Rhdb.

  • Autor/in

    Walter Sbrzesny
  • Empfohlene Zitierweise

    Sbrzesny, Walter, "Gehler, Willy" in: Neue Deutsche Biographie 6 (1964), S. 135 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd13560690X.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA