• Leben

    Gattenhof: Georg Matthaeus G., Arzt, 1722 in Münnerstadt (im Würzburgischen) geboren, studirte zuerst in Göttingen (unter Haller), später in Würzburg die Arzneikunde, und erlangte hier im J. 1748 die Doctorwürde. Bald wurde er zum Physicus in Bruchsal ernannt, siedelte ein Jahr später in gleicher Eigenschaft nach Gernsheim über und erhielt im J. 1750 einen Ruf als Professor der Anatomie nach Heidelberg; später bekleidete er daselbst den Lehrstuhl der Physiologie und Pathologie, seit dem J. 1767 den der praktischen Medicin und Botanik, und verblieb in dieser Stellung bis zu seinem am 19. (nach anderen Angaben am 16.) Januar 1788 erfolgten Tode. In Anerkennung seiner akademischen und praktischen Leistungen war er vom Kaiser zum Vicekanzler, vom Fürstbischof von Speyer zum Leibarzt ernannt worden. — Mit seiner litterarischen Thätigkeit hat sich G. über fast alle Gebiete der Heilkunde erstreckt, sich aber lediglich auf die Veröffentlichung kleiner akademischer Schriften beschränkt, welche Beweise seiner umfassenden Bildung geben und manche interessante Mittheilungen, besonders aus dem Gebiete der praktischen Heilkunde enthalten. — Von der nach seinem Tode von Tabor veranstalteten Sammlung dieser Schriften ist nur ein Band (Collect. dissert. et Programm. etc., Heidelberg 1791. Deutsch von Varrenhagen, Düsseldorf 1794) erschienen.

  • Autor/in

    A. Hirsch.
  • Empfohlene Zitierweise

    Hirsch, August, "Gattenhof, Georg Matthaeus" in: Allgemeine Deutsche Biographie 8 (1878), S. 409 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd116465921.html#adbcontent

    CC-BY-NC-SA