• Leben

    Fridlib: Philipp Heinrich F., geb. in Osnabrück, wo sein Vater Richter war, besuchte die Bürgerschulen in seiner Geburtsstadt, in Minden und Münster, dann die Gymnasien in Bremen und Hamburg und studirte in Greifswald Philosophie und Theologie. Hier erlangte er die philosophische Doctorwürde, wurde 1628 von Bogislav XIV. zum Professor der Logik und Metaphysik ernannt, ging im Juli 1630 nach Stralsund als Pastor an der St. Jacobikirche und erhielt hier später die Superintendentur. Er starb 1663 und wurde in St. Jacobi beigesetzt, wo noch jetzt sein von dem Greifswalder Professor der Medicin Joh. Schöner verfaßtes Epitaphium erhalten ist. Vgl. J. C. Dähnert, Pommersche Bibliothek, Bd. III. S. 331. Er schrieb in Greifswald „Disputationes ethicae in libros Aristotelis“ (1625. 4.); „De natura logicae“ (ebda. 4.); „De universalibus in praedicando“ (1628. 4.), wendete aber seit dem Aufenthalt in Stralsund seine schriftstellerische Thätigkeit ausschließlich der Theologie zu und verfaßte „Acht Predigten über I. Corinth. 15.“ (Stralsund 1640. 4.); „Gespräche zwischen einem Papisten und Lutheraner nach Anleitung der IV Tomorum Bellarmini“ (Stralsund 1644. 12.); „Loci theologici“ (Gryphiswaldiae (1645. 12.); „Theologia exegetica veteris et novi Testamenti“ (Stralsund 1649. Folio); „Photinianische Wolfs-Klauen“ (Stralsund 1662. 12.); „Medulla theologiae“ (Francof. 1663. 8.).

  • Autor/in

    Hermann Müller.
  • Empfohlene Zitierweise

    Müller, Hermann, "Fridlib, Philipp Heinrich" in: Allgemeine Deutsche Biographie 7 (1878), S. 385 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd102475881.html#adbcontent

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