Lebensdaten
1788 bis 1861
Geburtsort
Lüneburg
Sterbeort
Dottendorf bei Bonn
Beruf/Funktion
Orientalist ; Arabist
Konfession
evangelisch
Normdaten
GND: 100126707 | OGND | VIAF
Namensvarianten
  • Freytag, Georg Friedrich Wilhelm
  • Freytag, Georg Wilhelm
  • Freytag, Georg Friedrich Wilhelm
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Zitierweise

Freytag, Georg Wilhelm, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd100126707.html [21.11.2018].

CC0

  • Genealogie

    V Joachim Hartwig ( 1831), Buchbinder;
    M Catharina ( 1834), T d. Buchbinders Peter Wittneben u. d. Ilsabe Bock;
    1) Königsberg 1814 Alexandrine Henr. Barkowsky ( 1847), 2) Bonn 1848 Julie (* 1810, franz.-ref.), T d. Carl Chrstn. Courtan in Königsberg u. d. Agnes Amalie Fautsch;
    2 S, 3 T aus 1).

  • Leben

    F. studierte in Göttingen Theologie und Philologie. 1815 kam er als Feldprediger mit den preußischen Truppen nach Paris und trieb hier bei de Sacy arabische, persische und türkische Studien. 1819 wurde er an der Philosophischen Fakultät der 1818 gegründeten Universität Bonn Professor für orientalische Sprachen. – F. hat sich um die Arabistik vor allem durch Textausgaben und sein Wörterbuch große Verdienste erworben. 1828-47 gab er in 2 starken Quartbänden eine der wichtigsten Anthologien arabischer Dichtung, die – später durch Rückerts Verdeutschung weiteren Kreisen zugänglich gemachte – Hamasa des Abu Tammam mit dem Kommentar des Tibrizi im Urtext und mit lateinischer Übersetzung heraus. 1838-43 folgte in den 3 Bänden der Arabum Proverbia die Sprichwörtersammlung des Maidani in arabischem Text und mit lateinischer Übersetzung; obwohl heute philologisch überholt, sind beide Ausgaben wegen ihrer Beigaben noch nützlich. Sein Lexicon Arabico-Latinum (4 Quartbände, 1830-37), eigentlich eine erweiterte und verbesserte Neubearbeitung des 1653 erschienenen gleichnamigen Werks des Jacobus Golius, hat sich trotz seiner Mängel bis heute behauptet, weil kein anderes Wörterbuch den Wortschatz des klassischen Arabisch im gleichen Umfang und mit lateinischer Übersetzung darbietet.

  • Literatur

    ADB VII;
    E. Sachau, in: Die Dt. Universitäten, hrsg. v. W. Lexis, I, 1893, S. 509 f.;
    J. W. Fück, Die arab. Stud. in Europa, 1955, S. 166.

  • Autor/in

    Johann W. Fück
  • Empfohlene Zitierweise

    Fück, Johann W., "Freytag, Georg Wilhelm" in: Neue Deutsche Biographie 5 (1961), S. 425 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd100126707.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA

  • Leben

    Freytag: Georg Wilhelm Friedrich F., geboren zu Lüneburg am 19. September 1788, am 16. November 1861 als Professor des Arabischen in Bonn. Er studirte Theologie und morgenländische Philologie zu Göttingen und wurde dort Repetent; kam von da als Bibliotheksadjunct nach Königsberg und 1815 als Divisionsprediger nach Paris. Nach erfolgtem Friedensschlusse erwählte er sich daselbst Sacy als seinen Meister, zu dessen tüchtigsten Schülern er gehörte. Von 1819 an wirkte er zu Bonn als Lehrer und Schriftsteller. Durch Herausgabe eines arabischen Lexikons half er einem der größten Bedürfnisse für das Studium des Arabischen ab, denn das Lexikon von Golius war kaum mehr aufzutreiben. Von seinen andern zahlreichen Werken nennen wir seine „Selecta ex historia Halebi“, Paris u. Straßburg 1819; seine „Hamasa“, Bonn 1828, wozu er später eine lateinische Uebersetzung geliefert hat; seinen „Ibn Arabschah“, dem auch eine lateinische Uebersetzung nachfolgte; seine „Arabum|proverbia“, Text mit Ubersetzung. Zuletzt ließ er, als Product vieljährigen Sammelfleißes, eine „Einleitung in das Studium der arabischen Sprache“, Bonn 1861, erscheinen, ein sehr nützliches Werk.

  • Autor/in

    Wolff.
  • Empfohlene Zitierweise

    Wolff, Philipp, "Freytag, Georg Wilhelm" in: Allgemeine Deutsche Biographie 7 (1878), S. 373-374 unter Freytag, Georg Friedrich Wilhelm [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd100126707.html#adbcontent

    CC-BY-NC-SA