Lebensdaten
1836 bis 1911
Geburtsort
Elberfeld
Sterbeort
Berlin
Beruf/Funktion
Laryngologe
Konfession
reformierter Neffe
Normdaten
GND: 11675415X | OGND | VIAF
Namensvarianten
  • Fraenkel, Bernhard
  • Fränkel, Bernhard
  • Fraenkel, Bernhard

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Zitierweise

Fränkel, Bernhard, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd11675415X.html [16.11.2018].

CC0

  • Genealogie

    V Wolfg. Bernh. (1795–1851), Dr. med., Offizier, Schriftsteller;
    M Jeanette Bock;
    N Karl s. (2).

  • Leben

    F. war Schüler von Johannes Müller, L. Traube, R. Virchow und B. von Langenbeck. Nach der Approbation ließ F. sich als praktischer Arzt in Berlin nieder und war als Armenarzt tätig. Als Militärarzt nahm er an den Kriegen 1864, 1866 und 1870/71 teil. 1872 wurde er an der Universität Berlin habilitiert. Kurz darauf wurde er dirigierender Arzt der inneren Abteilung des Augusta-Hospitals in Berlin (bis 1875). In immer stärkerem Maße interessierte sich F. für die Probleme der Rhino-Laryngologie, so daß er sich seit 1884 ganz diesem neuen Fachgebiet widmete. 1887 wurde er Leiter der neugegründeten Universitäts-Poliklinik für Hals- und Nasenkrankheiten und gleichzeitig außerordentlicher Professor. Aus der Poliklinik entwickelte sich unter seiner Leitung eine Fachklinik in der Charité. 1897 wurde er Honorar-Professor. – F. setzte sich für die Vereinigung von Rhinologie und Laryngologie ein und bekämpfte die Zusammenfassung dieser Fächer mit der Otologie. Hervorzuheben sind seine Arbeiten über die Bedeutung der vergrößerten Tonsillen und der Nasenkrankheiten für die innere Medizin sowie seine Untersuchungen über die Diagnose des tuberkulösen Kehlkopfgeschwürs. F. gehört zu den Begründern der modernen Laryngologie. – Auf dem Gebiete der Tuberkulosebekämpfung machte er sich durch Bearbeitung von Färbemethoden des Tbc-Bazillus, durch Versuche über das Kochsche Tuberkulin, Entwicklung von Schutzmasken und -schirmen für Tbc-Stationen verdient. F. war bei der Gründung des Berlin-Brandenburger Heilstättenvereins und der Lungenheilstätte Belzig beteiligt. Er war Schriftführer der Berliner Medizinischen Gesellschaft und beschäftigte sich in dieser Funktion mit den Fragen der ärztlichen Standespolitik, zum Beispiel beim Erlaß der Gewerbeordnung 1869, der Medizinaltaxen, der Gründung des Ärztevereinsbundes, der Kurpfuscherbekämpfung und anderem.

  • Werke

    Die Krankheiten der Nase, in: Hdb. d. speziellen Pathol. u. Therapie, 1876;
    Scrophulose u. Tuberkulose, in: Gerhardts Hdb. d. Kinderkrankheiten, 1878;
    Gefrierschnitte z. Anatomie d. Nasenhöhle, 1891;
    Unters.methoden d. Kehlkopfes u. d. Luftröhre, in: Heymanns Hdb. f. Laryngol. u. Rhinol., 1897.

  • Literatur

    G. Finder, in: Internat. Zbl. f. Laryngol., Rhinol. … 27, 1911, S. 531-42 (Verz. d. laryngol. Schrr.);
    ders., in: Münchener med. Wschr. 69, 1912, S. 29 f.;
    ders., in: Archiv f. Laryngol. 26, 1912, S. I f.;
    Zs. f. Laryngol. 4, 1911-12, S. 232 f., 702 f.;
    A. Rosenberg, Gedächtnisrede, in: Berliner Klin. Wschr. 49, 1912, S. 237-39;
    W. Kindler, B. Krebs u. G. Homm, Die Gesch. d. Oto-Rhino-Laryngol. in Berlin, 1956;
    BLÄ;
    L. Réthi, in: BJ 16, S. 67-70 (W, u. Tl. 1911, L).

  • Portraits

    Phot. (Berlin, Univ.bibl.).

  • Autor/in

    Manfred Stürzbecher
  • Empfohlene Zitierweise

    Stürzbecher, Manfred, "Fränkel, Bernhard" in: Neue Deutsche Biographie 5 (1961), S. 310 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd11675415X.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA