Lebensdaten
1770 bis 1848
Beruf/Funktion
Philosoph
Konfession
evangelisch
Normdaten
GND: 119059479 | OGND | VIAF
Namensvarianten
  • Forberg, Friedrich Karl
  • Forberg, Carl Friedrich
  • Forberg, Federico C.
  • mehr

Verknüpfungen

Verknüpfungen zu anderen Personen wurden aus den Registerangaben von NDB und ADB übernommen und durch computerlinguistische Analyse und Identifikation gewonnen. Soweit möglich wird auf Artikel verwiesen, andernfalls auf das Digitalisat.

Zitierweise

Forberg, Friedrich Karl, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd119059479.html [21.08.2019].

CC0

  • Leben

    Forberg: Friedrich Karl F., Philosoph, geb. 1770 zu Meuselwitz bei Altenburg, 1848 als Geh. Kirchenrath in Hildburghausen, war 1792 Privatdocent und 1793 Adjunkt der philosophischen Facultät in Jena und machte sich als selbständig denkenden Kopf in der von Kant und Reinhold bezeichneten Richtung durch folgende Schriften bekannt: „De aesthetica transcendentali“, Jena 1792. — „Ueber die Gründe und Gesetze freier Handlungen“, Jena 1795. — „Fragmente“, 1795. — „Klatschrosen“, 1797. Journalbeiträge von ihm erschienen in Fülleborn's Beiträgen 1791; in Niethammer's Phil. Journal 1796; in Schmid's Psych. Magazin 1796. Recht eigentlich bekannt wurde F. aber erst durch seine Verbindung mit J. G. Fichte. Nachdem er 1797 Conrector in Saalfeld geworden war, erschien von ihm Bd. 8 Heft 1 im Fichte-Niethammer'schen Journal ein Aufsatz: „Entwicklung des Begriffs der Religion“, wozu Fichte eine Einleitung geschrieben hatte: „Ueber den Grund unseres Glaubens an eine göttliche Weltordnung“. F. faßt darin die Religion als einen praktischen, von allen theoretischen Ansichten über Gott unabhängigen Glauben an eine moralische Weltordnung auf. Dieser Aufsatz gab zur Anklage wegen Atheismus gegen Fichte und F. Veranlassung. F. vertheidigte sich: „Apologie seines angeblichen Atheismus“, Gotha 1799. Ein Brief Forberg's an Fichte aus dieser Zeit steht: Fichte's Leben und litterarischer Briefwechsel II. S. 529. Später zog sich F. ganz von der Philosophie zurück. Er wurde 1802 Archivrath und 1806 Geh. Kanzleirath in Coburg, 1807 Aufseher der dortigen Hofbibliothek und widmete sich nur dem gelehrten Hof- und Staatsdienste.

  • Autor/in

    Richter.
  • Empfohlene Zitierweise

    Richter, "Forberg, Friedrich Karl" in: Allgemeine Deutsche Biographie 7 (1878), S. 153-154 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd119059479.html#adbcontent

    CC-BY-NC-SA