Lebensdaten
1881 – 1942
Geburtsort
Bargen Kanton Bern
Sterbeort
Zürich
Beruf/Funktion
Geograph ; Geograf
Konfession
reformiert
Normdaten
GND: 117736708 | OGND | VIAF: 41925748
Namensvarianten
  • Flückiger, Otto
  • Flückiger, Otto
  • Flückiger, O.

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Zitierweise

Flückiger, Otto, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd117736708.html [22.05.2022].

CC0

  • Genealogie

    V Gottfr. (1854–1910), Lehrer, S d. Johs. u. d. Elisabeth Lüthi;
    M Marianna (* 1854), T d. Chrstn. Känel;
    B Hermann (1885–1960), Jurist, Schweizer Oberstdivisionär, 1946-48 Gesandter in Moskau;
    Bern 1905 Frieda, T d. Jak. Steinmann u. d. Anna Barb. Gerber; kinderlos.

  • Biographische Darstellung

    F. besuchte das Lehrerseminar in Hofwil, erwarb 1902 an der Universität Bern das Sekundar-, 1904 das Gymnasiallehrerpatent und promovierte 1904 bei E. Brückner. 1907 als Geographielehrer an die Töchterschule Zürich gewählt, kam er in engen Kontakt mit den Dozenten O. Stoll, A. de Quervain und H. J. Wehrli von der Universität Zürich. 1917 erhielt er dort auf Grund seiner Arbeit über „Morphologische Untersuchungen am Napf“ die venia legendi, wurde 1925 außerordentlicher, 1940 ordentlicher Professor und Direktor des Geographischen Instituts der Universität Zürich. Eine erste Gruppe seiner Publikationen beschlägt Fragen der Anthropogeographie. In aller Klarheit stellte er die Bedeutung des menschlichen Wirkens für die Entwicklung der Kulturlandschaft ins Zentrum seiner noch heute durchaus modern anmutenden Betrachtungen. Von Brückner angeregt, widmete F. eine zweite Gruppe seiner Arbeiten glazialmorphologischen Problemen, dem Wesen der Rundhöcker, die er in Anlehnung an den Physiker Helmholtz als Ergebnis des langsamen Gleitens eines Mediums über ein zweites, in diesem Fall von Eis über den Felsuntergrund, erklärte, den Karformen, die er in ihren verschiedenen Abwandlungen an Hand vieler Beispiele beschrieb, und den Felsbastionen am Ausgang glazialer Seitentäler, für die er namentlich den ursprünglichen Zusammenhang mit der Sohle des einmündenden Nebentales feststellte. Seine Erkenntnisse schöpfte er aus umfassenden Aufnahmen im Alpenland und vergleichsweise auch in Skandinavien, namentlich in Südschweden und auf Lofoten. Eine dritte Gruppe von Studien betraf die Frage, in welcher Art das Relief im Lebensraum des Menschen entscheidend gewirkt hat. In seiner Schrift „Pässe und Grenzen“ (1928) stellte F. das Übergreifen von Gemeinde-, Kantons- und sogar Staatsgrenzen über die Wasserscheide von Transfluenzpässen in seiner geschichtlichen und politischen Bedeutung dar. Das wissenschaftliche|Ergebnis einer 1932/33 unternommenen Reise durch Tanganjika und Kenia, welche ihre Krönung mit dem Aufstieg auf den 6000 m hohen Kibo fand, ist noch nicht ausgeschöpft.

  • Werke

    Weitere W Wanderungen d. Berner Bauern, 1920;
    Glaziale Felsformen, 1934;
    Der Mensch in d. glazialen Landschaft, 1939.

  • Literatur

    H. Gutersohn, in: Mitt. d. Geogr.-Ethnogr. Ges. Zürich 41, 1941-43;
    ders., in: Petermanns Geogr. Mitt. 88, 1942, S. 182 f.;
    H. Boesch, in: Der Schweizer Geograph 19, 1942, S. 77-81 (W-Verz.).

  • Autor/in

    Heinrich Gutersohn
  • Zitierweise

    Gutersohn, Heinrich, "Flückiger, Otto" in: Neue Deutsche Biographie 5 (1961), S. 259-260 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd117736708.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA