Lebensdaten
1768 – 1827
Beruf/Funktion
jüdischer Schriftsteller ; Polizeibeamter
Konfession
jüdisch?
Normdaten
GND: 135999804 | OGND | VIAF: 80418631
Namensvarianten
  • Fischhof, Joseph
  • Fischhof, Josef

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Zitierweise

Fischhof, Joseph, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd135999804.html [25.02.2024].

CC0

  • Biographie

    Fischhof: Joseph F., geboren 1768 zu Butschowitz als Sohn eines armen Israeliten, erhielt durch Kaiser Joseph II. ein Schulstipendium, wodurch es ihm möglich wurde, 1786—89 das Gymnasium in Brünn zu besuchen, worauf er im letzteren Jahre die Universität Wien bezog, um dort Philosophie zu studiren. 1792 wurde er bei dem k. k. niederösterreichischen Polizeidepartement des Schottenviertels als beeideter Praktikant angestellt, kam jedoch schon nach 14 Monaten in die Oberpolizeidirection. Aus Liebe zu den Wissenschaften und besonders zur schönen Litteratur hielt er bald um seine Dimission an, welche er mit den besten und empfehlendsten Zeugnissen erhielt. Während er bei der k. k. Polizei angestellt war, hatte er sich auch mit dem Studium der Rechtswissenschaften befaßt und die außerordentliche Prüfung darin bestanden. Er ließ sich nun in Brünn nieder und starb dort 1827. Im J. 1789, als der Türkenkrieg ausgebrochen war, gab er folgende Schrift heraus: „Der Nationalkummer, oder Gespräch zwischen zween jüdischen Studenten über die Kriegsdienste der Juden in den k. k. Staaten, von einem Israeliten“, 1789. Er forderte in derselben seine Religionsgenossen auf, dem Staate so viel als möglich auch mit ihrem Blute zu dienen und das Vaterland so gut als ihre christlichen Mitbrüder zu vertheidigen.

    • Literatur

      Czikann, Die lebenden Schriftsteller Mährens, Brünn 1812.

  • Autor/in

    Fürstenau.
  • Zitierweise

    Fürstenau, Moritz, "Fischhof, Joseph" in: Allgemeine Deutsche Biographie 7 (1878), S. 85 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd135999804.html#adbcontent

    CC-BY-NC-SA