Lebensdaten
1871 bis 1953
Geburtsort
Nürnberg
Sterbeort
München-Solln
Beruf/Funktion
Physiker
Konfession
lutherisch
Normdaten
GND: 118691309 | OGND | VIAF: 204468597
Namensvarianten
  • Fischer, Karl Tobias
  • Fischer, Karl
  • Fischer, Karl Tobias
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Zitierweise

Fischer, Karl, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd118691309.html [27.09.2020].

CC0

  • Genealogie

    V Joh. Peter (1826–73), Schlossermeister u. Maschinenfabr., S d. Stadtschlossers Paul Frdr. in N. (d. Fam. stellte 9 Generationen hindurch d. Stadtschlosser v. N.) u. d. Barbara Schuhmann; M Christine Elise (1839–1908), T d. Kaufm. u. Ökonoms Andreas Herzog in Walsdorf u. d. Eva Marg. Stamm;
    1904 Valentine (1678-1935, kath.), T d. Ludw. Danzer, KR, Blumenfabr.;
    2 S, 1 T, u. a. Ernst-Otto (* 1918), Prof. d. Chemie.

  • Leben

    F. studierte 1889-93 an Universität und TH München Mathematik und Physik. Anschließend war er Assistent bei W. von Dyck, L. Sohnke und H. Ebert. 1896 erfolgte an der Universität München die Promotion (Dissertation: Die geringste Dicke von Flüssigkeitshäutchen), 1897 die Habilitation an der TH München mit der Arbeit „Ein neues Barometer“. 1903 wurde er zum außerordentlichen Professor ernannt. – F.s Leistungen, die sich in 3 Abschnitte gliedern, begannen mit seinem Eintreten – im Sinne von G. Kerschensteiner – für die Förderung des mathematisch-naturwissenschaftlichen Unterrichts. Seine Erfahrungen von Auslandsreisen (1898/99 England und 1904 USA) zum Studium der dortigen Unterrichtsverhältnisse legte er in einflußreichen Publikationen nieder. Später widmete er sich mehr der Ausbildung der Physiklehrer an Höheren Schulen, wobei er mit seinem Praktikum und seiner physikalischen Lehrmittelsammlung auf 2 Lehrergenerationen entscheidend wirkte. Seine Vorlesungstätigkeit setzte er bis 1952 fort. – Als Forscher widmete F. sich experimentellen Arbeiten aus den Gebieten der Molekularphysik, der Wärmetheorie, der elektrischen und magnetischen Messungen und der tiefen Temperaturen. – 1907 wurde F. Mitglied der bayerischen Normal-Eichungs-Kommission. 1923 wurde ihm die Leitung des Bayerischen Landesamts für Maß und Gewicht übertragen, die er bis 1936 und nach dem 2. Weltkrieg noch einmal für 2 Jahre innehatte. Das heutige Landesamt für Maß und Gewicht in München-Nymphenburg, 1927-30 erbaut, wird als sein Werk betrachtet. Er selbst nahm an der Entwicklung der Präzisionsmessung von Gewicht, Zeit und Temperatur maßgebenden Anteil.

  • Auszeichnungen

    Ehrenmitgl. d. Dt. Ver. z. Förderung d. math. u. naturwiss. Unterrichts (1953).

  • Werke

    Weitere W u. a . Der naturwiss. Unterricht in England, insbes. in Physik u. Chemie, 1901;
    Neuere Versuche z. Mechanik d. festen u. flüssigen Körper, 1902;
    Der naturwiss. Unterricht, insbes. in Physik u. Chemie b. uns u. im Auslande, 1905.

  • Literatur

    R. Vogel, in: Der math. u. naturwiss. Unterricht VI, 1954, S. 337 f. (P);
    Mitt. d. TH München 1, 1954, Nr. 1.

  • Quellen

    Qu. : Private Unterlagen aus d. Nachlaß.

  • Autor/in

    Gottlob Kirschmer
  • Empfohlene Zitierweise

    Kirschmer, Gottlob, "Fischer, Karl" in: Neue Deutsche Biographie 5 (1961), S. 197 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd118691309.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA