Lebensdaten
1870 bis 1956
Geburtsort
Odrau (Österreichisch Schlesien)
Sterbeort
Wien
Beruf/Funktion
Tiermediziner
Konfession
katholisch
Normdaten
GND: 132484196 | OGND | VIAF: 101676663
Namensvarianten
  • Fiebiger, Josef
  • Fiebiger, Joseph

Quellen(nachweise)

Orte

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Zitierweise

Fiebiger, Josef, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd132484196.html [20.04.2021].

CC0

  • Genealogie

    V Josef (1844–1928), Volksschuldir. in W., Bahnwärters-S aus Böhmen;
    M Klementine (* 1844), T d. Lehrers Josef Hanke in Liebenthal (Österr.-);
    Graz 1919 Margarethe (* 1890), T d. Hofbuchhändlers Julius Meyerhoff in Graz;
    2 S, 1 T.

  • Leben

    F. studierte seit 1888 an der Medizinischen Fakultät in Wien, war während seiner Studienzeit Demonstrator der Anatomie und promovierte 1894 zum Dr. univ. med. Nach 3jähriger Assistentenzeit studierte er an der Tierärztlichen Hochschule in Wien (1900 ak. Tierarzt). Gleichzeitig war er in verschiedenen Instituten der Hochschule tätig und habilitierte sich 1903 für Biologie und Pathologie der Fische. 1906 erhielt er als außerordentlicher Professor auch einen Lehrauftrag für Allgemeine Zoologie und Parasitenkunde. 1914 wurde F. auch Privatdozent für Parasitologie an der Medizinischen Fakultät der Wiener Universität und wirklicher außerordentlicher Professor für Biologie und Pathologie der Fische an der Tierärztlichen Hochschule und im selben Jahre mit der Leitung der Lehrkanzel für Histologie und Embryologie betraut. – Internationale Bedeutung erlangte F. insbesondere durch 2 Lehrbücher. Mit A. Trautmann schrieb er die „Histologie und vergleichende mikroskopische Anatomie der Haustiere“, das heißt die 6.-9. Auflage des Ellenbergerschen „Grundriß der vergleichenden Histologie der Haussäugetiere“ (1941-49, polnische und englische Übersetzung). Sein zweites Werk, „Die tierischen Parasiten der Haus- und Nutztiere, sowie des Menschen“ (1923, 41947, spanische Übersetzung 1942), ist ein Lehr- und Handbuch für Tierärzte und Ärzte. Die größte Bedeutung F.s lag aber auf dem Gebiete der Biologie und vor allem der Pathologie der Fische. Der größere Teil seiner mehr als 50 wissenschaftlichen Publikationen war seinem Lieblingsfach gewidmet, und ein reiches Material lag zur Abfassung eines Lehrbuches der Fischkrankheiten bereit. F. ließ auch die Fischpathologie in zahlreichen Dissertationen bearbeiten.

  • Auszeichnungen

    Mitgl. d. Helminthol. Ges. in Washington (1928), Dr. med. vet. h. c. (FU Berlin).

  • Werke

    Weitere W u. a. Fische, Fischkrankheiten, Fischzucht, in: Tierheilkde. u. Tierzucht, hrsg. v. V. Stang u. D. Wirth, III, 1927.

  • Literatur

    G. Günther. Die Wiener Tierärztl. Hochschule, ihre Gesch., ihre Institute u. Einrichtungen, 1930 (P);
    Wiener tierärztl. Mschr. 27, 1940, S. 81 (P);
    J. Michalka, ebd. 37, 1950, S. 223;
    E. Gratzl, ebd. 43, 1958, S. 259 (P).

  • Autor/in

    Josef Schreiber
  • Empfohlene Zitierweise

    Schreiber, Josef, "Fiebiger, Josef" in: Neue Deutsche Biographie 5 (1961), S. 139 f. [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd132484196.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA