Lebensdaten
1847 bis 1925
Geburtsort
Stuttgart
Sterbeort
Baden-Baden
Beruf/Funktion
Gynäkologe ; Professor der Gynäkologie in Straßburg
Konfession
lutherische Familie
Normdaten
GND: 101575440 | OGND | VIAF: 44672072
Namensvarianten
  • Fehling, Hermann
  • Fehling, H.
  • Fehling, Hermann Johannes Carl
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Zitierweise

Fehling, Hermann, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd101575440.html [25.02.2021].

CC0

  • Genealogie

    V Hermann s. (2);
    Stuttgart 1878 Antonie (1857–99), T d. Gustav Müller (1823–75), Kaufm., nat.-lib. Reichstagsabg.;
    4 T, u. a. Margarete (⚭ Karl Franz, 1926, Gynäkol., s. NDB V), Helene ( Alex. Dominicus, 1945, Kommunalpol., s. NDB IV).

  • Leben

    F. studierte in Tübingen und Leipzig Medizin, war 1872-77 Assistenz- und Oberarzt an der Leipziger Frauenklinik bei Carl Credé und unternahm mehrere Studienreisen nach Wien, London und Edinburgh. 1876 in Leipzig habilitiert, wurde er 1877 als Direktor der Landes-Hebammen-Anstalt nach Stuttgart berufen, von wo er 1887 als Ordinarius für Geburtshilfe und Gynäkologie nach Basel ging. 1894 übernahm er den Lehrstuhl in Halle und 1901 schließlich den in Straßburg, an welcher Universität er bis nach dem 1. Weltkrieg tätig war. 1918 aus dem französisch gewordenen Straßburg ausgewiesen, fand er eine letzte Heimat in Baden-Baden. – F. gehörte zu den führenden Geburtshelfern und Gynäkologen seiner Zeit, gleich groß als Forscher, als hervorragender Lehrer und als erfolgreicher, durch seine menschliche Güte an allen drei Universitäten weithin bekannter Frauenarzt. Als klassisch gelten seine Studien über die Beckenform beim Fötus und Neugeborenen, über die Entstehung des rachitischen Beckens und über die puerperale Osteomalazie, für deren Behandlung er die als „Fehlingsche Operation“ seinen Namen tragende Entfernung der Eierstöcke empfahl. F. verfaßte eine ganze Reihe von Lehrbüchern, die alle für die Praxis geschrieben waren. Sein „Lehrbuch der Geburtshilfe für Hebammen“ (1883, 5. Auflage mit G. Walcher 1913) war jahrzehntelang das führende Hebammenlehrbuch. Seine letzten 7 Jahre in Baden-Baden widmete er medizinhistorischen Studien, als deren Frucht in seinem Todesjahr seine „Entwicklung der Geburtshilfe und Gynäkologie im 19. Jahrhundert“ erschien, ein für die Medizingeschichte außerordentlich wichtiges Werk, zu dessen Abfassung er, der die Hinwendung der Medizin zu den Naturwissenschaften in seinen Fächern aufs aktivste miterlebte, wie kein anderer geschaffen war.

  • Werke

    Weitere W u. a. Die Physiol. u. Pathol. d. Wochenbetts, 1890;
    Die operative Geburtshilfe d. Praxis u. Klinik, 1908.

  • Literatur

    J. Klein, in: Dt. med. Wschr. 43, 1917, S. 882;
    A. Mayer, ebd. 52, 1926, S. 158 f. (P);
    K. Franz, in: Archiv f. Gynäkol. 127, 1925, S. 1-4 (P);
    H. Freund, in: Klin. Wschr. 4, 1925, S. 2519;
    P. Zweifel, in: Zbl. f. Gynäkol. 49, 1925, S. 2866-74;
    A. Labhardt, in: Schweizer, med. Wschr. 55, 1925, S. 1215;
    Münchener med. Wschr. 73, 1926, S. 25 f. (P);
    Pagel (P);
    Fischer (W).

  • Portraits

    Phot., ca. 1876 (leipzig, Karl-Sudhoff-Inst. f. Gesch. d. Med. u. Naturwiss.).

  • Autor/in

    Wilhelm Katner
  • Empfohlene Zitierweise

    Katner, Wilhelm, "Fehling, Hermann" in: Neue Deutsche Biographie 5 (1961), S. 47 f. [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd101575440.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA