Lebensdaten
1864 bis 1955
Geburtsort
Aarau
Sterbeort
Zürich
Beruf/Funktion
Kinderarzt
Konfession
zwinglianische Familie
Normdaten
GND: 11915045X | OGND | VIAF
Namensvarianten
  • Feer, Walther Emil
  • Feer, Emil
  • Feer, Walther Emil
  • mehr

Verknüpfungen

Von der Person ausgehende Verknüpfungen

Personen in der NDB Genealogie

Verknüpfungen auf die Person andernorts

Aus dem Register von NDB/ADB

Verknüpfungen zu anderen Personen wurden aus den Registerangaben von NDB und ADB übernommen und durch computerlinguistische Analyse und Identifikation gewonnen. Soweit möglich wird auf Artikel verwiesen, andernfalls auf das Digitalisat.

Orte

Symbole auf der Karte
Marker Geburtsort Geburtsort
Marker Wirkungsort Wirkungsort
Marker Sterbeort Sterbeort
Marker Begräbnisort Begräbnisort

Auf der Karte werden im Anfangszustand bereits alle zu der Person lokalisierten Orte eingetragen und bei Überlagerung je nach Zoomstufe zusammengefaßt. Der Schatten des Symbols ist etwas stärker und es kann durch Klick aufgefaltet werden. Jeder Ort bietet bei Klick oder Mouseover einen Infokasten. Über den Ortsnamen kann eine Suche im Datenbestand ausgelöst werden.

Zitierweise

Feer, Emil, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd11915045X.html [13.11.2019].

CC0

  • Genealogie

    V Emil (1833–69), Seidenbandfabr., S d. Frdr. (s. Gen. 2);
    M Louise Großmann (1840–1922) aus Aarburg;
    Ov Carl s. (2);
    Winterthur 1891 Rosa (1869–1955), T d. Albert Sulzer-Großmann, Chef d. Fa. Gebr. Sulzer;
    2 S, 2 T.

  • Leben

    F. studierte Medizin in München, Basel, Heidelberg und Wien und promovierte 1889 in Basel, wo er sich nach nur 2jähriger Assistententätigkeit am dortigen Kinderspital als praktischer Kinderarzt niederließ, ohne jedoch seine wissenschaftlichen Ambitionen aufzugeben. So konnte er sich bereits aus der Praxis heraus 1894 für Kinderheilkunde an der Universität Basel habilitieren, blieb jedoch weiterhin der praktischen Arbeit treu, bis er 1907 an die Universität Heidelberg berufen wurde. 1911 folgte er einem weiteren Ruf nach Zürich, wo er nicht nur ein bisher vorwiegend chirurgisch orientiertes Haus reorganisierte, sondern auch 1916 eine in aller Welt als Vorbild anerkannte Beobachtungsstation mit Glasboxen zur Isolierung von infektionskranken Kindern errichtete und für sein Fach die Erhebung zum Ordinariat erwirkte. 1929 trat er in den Ruhestand. – F.s Verdienste liegen in erster Linie im Ausbau des klinischen Unterrichts und in der Betonung der praktischen Beobachtung am Krankenbett. Seine beiden Hauptwerke sind diesem Bestreben gewidmet und haben weltweite Resonanz gefunden: das erstmals 1911 in Gemeinschaft mit deutschen Pädiatern herausgekommene „Lehrbuch der Kinderheilkunde“, das bis 1955 18 Auflagen und mehrere Übersetzungen erlebte und heute noch zu den Standardwerken des Medizinstudenten gehört, und seine 1921 erschienene „Diagnostik der Kinderkrankheiten“ (61951). Von seinen 105 Zeitschriftenaufsätzen ist besonders die Arbeit über die heute im deutschen Sprachraum nach ihm benannte „Feersche Neurose“ zu erwähnen, die er zwar nicht als erster beschrieben hat, die er aber durch seine klare umfassende Darstellung erst wieder allgemein bekannt machte. Das Krankheitsbild wurde vor ihm schon von Chardon 1830, Ch. Clubbe und W. Snowball 1883, P. Selter 1903 und H. Swift 1914 angegeben und erhielt daher im anglo-amerikanischen Schrifttum die Namen der früheren Beschreiber. – Mitglied der Leopoldina.

  • Werke

    Weitere W u. a. Über angeborene spast. Gliederstarre, 1890;
    Ätiolog. u. klin. Btrr. z. Diphtherie, 1894;
    Eine eigenartige Neurose d. vegetativen Nervensystems b. Kleinkind, in: Ergebnisse d. inneren Med. u. Kinderheilkde. 24, 1923, S. 100-22;
    Mithrsg.:
    Jb. f. Kinderheilkde. u. phys. Erziehung, seit 1912; Bibliogr.:
    Ann. Paediatrici 162, 1944, S. 57.

  • Literatur

    H. Kleinschmidt, in: Mschr. f. Kinderheilkde. 94, 1944, S. 70 (P);
    ders., ebd. 103, 1955, S. 485 (P);
    G. Fanconi, in: Schweiz. med. Wschr. 85, 1955, S. 1126 (P);
    ders., in: Bull. d. Schweizer. Ak. d. Med. Wiss. 12, 1956, S. 90;
    Brit. medical Journal II, London 1955, S. 1147;
    H. Wissler, in: Münchener med. Wschr. 98, 1956, S. 91 (P);
    P. Ammann, in: Biogr. Lex. d. Aargaus, 1958;
    B. Leiber u. G. Olbrich, in: Wb. d. klin. Syndrome, 21959, S. 118.

  • Portraits

    in: Ciba Bild-Archiv, Wehr (Baden).

  • Autor/in

    Hans Schadewaldt
  • Empfohlene Zitierweise

    Schadewaldt, Hans, "Feer, Emil" in: Neue Deutsche Biographie 5 (1961), S. 45 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd11915045X.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA