Lebensdaten
1778 bis 1814
Geburtsort
München
Sterbeort
München
Beruf/Funktion
Porzellanmaler
Konfession
katholisch
Normdaten
GND: 129100072 | OGND | VIAF
Namensvarianten
  • Auer, Anton

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Zitierweise

Auer, Anton, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd129100072.html [12.12.2019].

CC0

  • Genealogie

    V Mathias Auer;
    M Monica (1750–1819), T des Caspar Gruebmüller, Müller in Gruebmüll;
    Gvv Blasius Auer, Wirt in Großmoos;
    München 15.8.1802 (evangelisch getraut) Juliane, T des Hauptmanns Harm aus Zweibrücken (evangelisch);
    3 S, u. a. Max Joseph Auer (* 14.7.1805 Nymphenburg, 11.5.1878 München), Porzellanmaler in Nymphenburg; 1 T.

  • Leben

    A. kam 1795 als Malerzögling an die Nymphenburger Porzellan-Manufaktur, zuerst zu D. Auliczek und 1797 zu P. Melchior. 1801 wurde er dort Porzellanmaler im Porträt- und Figurenfach. 1807/08 erhielt er von König Max Joseph ein Stipendium zum Besuch der Wiener Akademie, wo er sich bei H. Maurer und F. A. Zauner weiterbildete. Nach Nymphenburg zurückgekehrt, wurde er 1809 Obermaler. 1811 besuchte er die Münchenerische Kunstakademie als Eleve 2. Klasse. A. bemalte als erster Geschirr, Tassen und Porzellantafeln mit Kopien nach Gemälden der Münchener Alten Pinakothek in Schmelzmalereitechnik. Seine Arbeiten zeichneten sich durch große Sorgfalt und Genauigkeit aus. Sein Hauptwerk, das Tafelservice für König Ludwig I. hinterließ er unvollendet; es wurde nach seinem Tod von anderen Nymphenburger Porzellanmalern, u. a. von seinem Sohn Max Joseph, fertiggestellt. Er malte auch eine Anzahl von Bildnisminiaturen von Mitgliedern des königlichen Hauses auf Elfenbein und Porzellan.

  • Werke

    im Besitz d. bayer. Kgl. Hauses;
    München, Nat. Mus. (13);
    München, Residenzmus. (30);
    Frankfurt a. M, Stadt, hist. Mus.; Hamburg, Mus. f. Kunst u. Gewerbe;
    Stuttgart, Landesgewerbeanstalt;
    Sèvres, Musée ceramique.

  • Literatur

    (auch für S Max Joseph A.) ADB I;
    F. H. Hofmann, Gesch. d. bayer. Porzellan-Manufaktur Nymphenburg, 3 Bde., 1923;
    J. Meyer, Allg. Künstlerlex. II, 1878;
    ThB.

  • Autor/in

    Heinz Merten
  • Empfohlene Zitierweise

    Merten, Heinz, "Auer, Anton" in: Neue Deutsche Biographie 1 (1953), S. 430 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd129100072.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA

  • Leben

    Auer: Anton A., Porzellanmaler, geb. zu München 4. März 1778 (nicht 1777), 25. Oct. 1814, machte seine Studien in der k. Porzellanmanufactur zu Nymphenburg und dann im J. 1809 auf der Wiener Kunstakademie. Daun wurde er zum Obermaler der Nymphenburger Manufactur ernannt, wo ihm vom Kronprinzen Ludwig der Auftrag zu Theil wurde, verschiedene Gemälde der k. Bildergalerie auf Porzellan zu übertragen. A. starb indessen vor der Vollendung der Arbeit im J. 1814. Seine Art der Schmelzmalerei in Nacheiferung der Oelmalerei wurde von seinen Schülern weiter geübt und ist noch gegenwärtig die herrschende, steht indessen an selbständiger und eigenthümlicher Wirkung der Porzellanmalerei des 18. Jahrhunderts nach.

    • Literatur

      Vgl. Dr. Nagler, Geschichte der k. Porzellan-Manufactur, in den Bair. Annalen von 1834.

  • Autor/in

    W. Schmidt.
  • Empfohlene Zitierweise

    Schmidt, Wilhelm, "Auer, Anton" in: Allgemeine Deutsche Biographie 1 (1875), S. 637 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd129100072.html#adbcontent

    CC-BY-NC-SA