• Leben

    Acronius: Johannes A., reformirter Theologe, 1627; hat sich weniger durch wissenschaftliche Arbeiten, als durch seinen eifrigen Antheil an dem Streite zwischen Arminianern oder Remonstranten und Contraremonstranten einen Namen gemacht. Er war der Sohn des friesischen Predigers Bernard A. und genoß den Unterricht des Zach. Ursinus und T. Junius zu Neustadt. 1584 ward er Prediger zu Eilsum in Ostfriesland; einige Jahre später zu Groningen und Wesel. Nachdem er einen Ruf als Prediger nach Deventer und Amsterdam abgelehnt hatte, ward er 1617 zum Professor der Theologie an der Universität zu Franeker ernannt; aber schon im nächsten Jahre rief man ihn wieder als Prediger nach Kampen, hauptsächlich damit er gegen seine dortigen Collegen, welche der Partei des Arminius zugethan waren, auftreten möge. Als Abgeordneter dieser Gemeinde zur Dordrechter Kirchenversammlung, 1618—19, hat er wirklich seine Collegen des Arminianismus angeklagt, was für einige derselben Absetzung zur Folge hatte. 1619 ging er als Prediger nach Haarlem, wo er bis zu seinem Tode blieb. Die schroffen Calvinisten seiner Zeit rühmten seine Gelehrtheit, seine Predigergaben und seinen Eifer für das, was ihnen für die Wahrheit galt; von anderer Seite aber wird er als ein unruhiger und zur Polemik sehr geneigter Mann gezeichnet. Unter seinen schriftsteller. Arbeiten (vgl. v. Aa, Biogr. Woordenb., u. Glasius, Godgel. Nederl.) sind hervorzuheben: „Elenchus orthodoxus pseudo-relig. Romano-Cathol.“, Deventer 1615; „Syntagma Theologiae“, Gron. 1605; „Uytmonsteringe van verscheydene dolingen ... der genoemde Lutherschen“, Arnhem 1625.

  • Autor/in

    Vos.
  • Empfohlene Zitierweise

    Vos, Joachim Joseph, "Acronius, Johannes" in: Allgemeine Deutsche Biographie 1 (1875), S. 41 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd120480069.html#adbcontent

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