Winkelmann, Max
- Lebensdaten
- 1862 – 1935
- Geburtsort
- Recklinghausen
- Beruf/Funktion
- Unternehmer
- Konfession
- katholisch
- Namensvarianten
-
- Winkelmann, Carl Peter Max
- Winkelmann, Max
- Winkelmann, Carl Peter Max
- Winkelmann, Karl Peter Max
- winkelmann, carl pether max
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Winkelmann, Carl Peter Max
| Unternehmer, * 4.5.1862 Recklinghausen, † 15.12.1935 Hamburg. (katholisch)
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Genealogie
V N. N., Klempner;
M N. N.;
⚭ 1895 Maria (1873–1957), T d. Otto Altewischer (* 1845) u. d. Adeline Schmidt (* 1848);
4 T Alice (1896–1959, ⚭ →Goswin Vaerst,* 1886, ev., Dr. iur., Ger.assessor, Vorstandsmitgl. d. Glasurit-Werke M. Winkelmann AG), Erika (* 1898, ⚭ 1] →Andreas Antonius zur Verth, 1882–1930, Marinebaumeister in Kiel, 2] →Franz Miese, um 1888 – n. 1968, Dr., in d. Oberfinanzdirektion Hamburg, dann stv. Aufsichtsratsmitgl. d. Glasurit-Werke M. Winkelmann AG), Hildegard (⚭ →Hermann Naumann, Dr., RA, Vorstandsmitgl. d. Glasurit-Werke M. Winkelmann AG), Ingeborg (⚭ 1] →Wolfgang Krüger, Vorstandsmitgl. d. Glasurit-Werke M. Winkelmann AG, 2] Otto Kothes);
E →Dieter Vaerst (* 1922). -
Biographie
W. war gelernter Drogist und sammelte 1881–84 bei einem Aufenthalt in den USA erste Erfahrungen in der Lackbranche, u. a. als Lackierer beim Flügelhersteller Steinway. Nach dem anschließenden einjährigen Militärdienst bei der Marine in Kiel, wo er möglicherweise die Anregung, erhielt, sich mit der Verbesserung der herkömmlichen Schiffslackierung zu befassen, eröffnete W. 1888 in Hamburg ein Handelsgeschäft für Lacke und Farben, das ab 1893 durch die Eigenfabrikation in kleinem Rahmen ergänzt wurde. Erste Grundlage für das Unternehmenswachstum war W.s Entwicklung eines weißen Lacks, der im Unterschied zu bisherigen Produkten die Lackierung in einem statt mehreren Arbeitsgängen ermöglichte („Kristallweiß“). Dieses neue Produkt fand rasch wichtige Großabnehmer, darunter die ksl. Werften in Wilhelmshaven, Kiel und Danzig sowie die Großwerft „Blohm & Voß“. 1898 erfolgte die Einführung von „Glasurit“ als Herstellermarke. 1903/04 wurde in Hiltrup (heute Münster) ein Zweigwerk aufgebaut, dieser Standort ist heute der Unternehmenssitz der „BASF Coatings“. Nach dem Rückgang der Produktion nach dem 1. Weltkrieg war ein weiterer bedeutender Schritt zum Unternehmenswachstum 1925 die Herstellung von Nitrozelluloselacken, die im Schnellackierverfahren in der Automobilindustrie eingesetzt wurden („Glasso“). Die Adaption dieser Produktklasse für den dt. Markt erfolgte nach einem Besuch W.s in den USA 1923 nun mit Hilfe angestellter Chemiker. Das Unternehmen stieg in den folgenden Jahren v. a. in Europa zum Marktführer in diesem Segment auf. 1908 wurde das Unternehmen in die Aktiengesellschaft „Glasurit-Werke Max Winkelmann AG“ umgewandelt, die Aktien blieben bis 1965 im Familienbesitz. 1907 wurde die kaufmännische Leitung angestellten Managern übertragen, W. blieb aber bis ca. 1930 in der Unternehmensführung tätig. W.s Schwiegersöhne gelangten teils in den Vorstand, teils in den Aufsichtsrat. Das Unternehmen, das nach dem 2. Weltkrieg als Hauptlieferant von Lacken für die dt. Autoindustrie (z. B. ab 1945 für VW, ab 1951 für Daimler-Benz) seinen Umsatz bis 1965 gegenüber der Vorkriegszeit verzehnfachte und einer der weltweit wichtigsten Lackhersteller war, blieb bis 1965 im Wesentlichen ein familiengeführtes Unternehmen. Die BASF legte mit dem Kauf der Glasurit-Werke 1965 den Grundstein für die „BASF Coatings GmbH“.
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Auszeichnungen
|M.-W.-Str., Münster (1975).
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Literatur
|H. Albers u. C. Strieter, Die Glasurit-Werke M. Winkelmann AG v. d. 1890er J. bis z. Integration in d. BASF, in: H. Albers u. U. Pfister (Hg.), Ind. in Münster 1870–1970, 2001, S. 207–43 (L);
–Qu Untern.archiv d. BASF. -
Porträts
|Photogr. (Untern.archiv d. BASF).
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Autor/in
Ulrich Pfister -
Zitierweise
Pfister, Ulrich, "Winkelmann, Carl Peter Max" in: Neue Deutsche Biographie 28 (2024), S. 240 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/sfz142890.html#ndbcontent