Lebensdaten
1878 – 1956
Geburtsort
Dresden
Sterbeort
Stuttgart
Beruf/Funktion
Kamerafabrikant
Konfession
evangelisch
Normdaten
GND: 135912652 | OGND | VIAF: 80348111
Namensvarianten
  • Ernemann, Carl Heinrich Alexander
  • Ernemann, Alexander
  • Ernemann, Carl Heinrich Alexander
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Zitierweise

Ernemann, Alexander, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd135912652.html [01.03.2024].

CC0

  • Genealogie

    V Heinr. s. (2);
    Dresden 1910 Elis., T des Kaufm. Frdr. Pachtmann;
    1 S, 2 T.

  • Biographie

    Erfahrungen, die E. nach seiner Ausbildung als Ingenieur bei einem 4jährigen Studienaufenthalt in den USA gewonnen hatte, verwertete er auf dem Gebiet der damals noch ganz jungen Kinematographie in dem väterlichen Betrieb, dessen technische Leitung er 1910 übernahm. 1909 gelang ihm der große Wurf der Konstruktion des ersten deutschen Stahlprojektors, des „Imperators“, der als Ernemann I bezeichnet wurde und die Grundlage für die späteren, bald Weltruf erlangenden Kinoprojektoren wurde. Auf dem Gebiete der Amateurphotographie brachte E. 1924 die Kleinbildkamera „Ermanox“ heraus, mit der für die damalige Zeit unerhörten Lichtstärke 1:2. – 1926 trat er in den Vorstand der durch Fusion dieser Firma mit anderen, unter Führung der Carl-Zeiss-Stiftung gebildeten Zeiss Ikon AG, Dresden, ein. Bei der dadurch bewirkten Arbeitsteilung fiel dem E.-Werk vorwiegend die Fabrikation von Kinoprojektoren zu. – Nach der Enteignung der Dresdener Werke 1946 durch die sowjetzonalen Machthaber und der Sitzverlegung der Zeiss Ikon AG nach Stuttgart wurde auf Initiative von E., der sich als Vorstandsmitglied für den Wiederaufbau der Zeiss Ikon AG im Westen tatkräftig einsetzte, in Kiel ein Zweigwerk gegründet, das zunächst ausschließlich der Fertigung von Kinoprojektoren und Tonfilmanlagen diente. Unter Leitung von E. wurde hier eine Reihe neuer Kinoprojektoren konstruiert, die weltbekannten E.-Maschinen, dazu entsprechende Geräte und Spezialeinrichlungen wie Bogenlampen, Verstärker und ähnliches.|Als erster Deutscher wurde E. 1956 Ehrenmitglied der Society of Motion Picture and Television Engineers, New York. – Messter-Medaille; Dr. phil. honoris causa (Kiel); Ehrensenator (TH Stuttgart).

  • Literatur

    G. Wenzel, Dt. Wirtschaftsführer, 1929, S. 565; Photogr. Rdsch., 1929, S. XIII (P); Rhdb. (P).

  • Autor/in

    Walter Schulz
  • Zitierweise

    Schulz, Walter, "Ernemann, Alexander" in: Neue Deutsche Biographie 4 (1959), S. 603-604 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd135912652.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA