Lebensdaten
1883 - 1951
Geburtsort
Dresden
Sterbeort
Dresden
Beruf/Funktion
Architekt
Konfession
evangelisch
Normdaten
GND: 140015582 | OGND | VIAF: 279950114
Namensvarianten
  • Ermisch, Hubert Georg Karl Rudolf Wilhelm
  • Ermisch, Hubert
  • Ermisch, Hubert Georg Karl Rudolf Wilhelm
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Zitierweise

Ermisch, Hubert, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd140015582.html [28.10.2021].

CC0

  • Genealogie

    V Hubert Max. (1850–1932), Dir. der Sächsischen Landesbibliothek, Vf. v. Schrr. z. sächsischen Diplomatik u. Landesgeschichte, Begr. u. Hrsg. des Neuen Archivs für Sächsische Gesch. u. Altertumskunde (1880–1925), S des Militärbeamten Traugott;
    M Charlotte (1850–1922), T des Landgerichtsdirektors Ludw. Langerfeldt in Bückeburg;
    ⚭ Joh. Carol. (* 1886), T des Oberlehrers Otto Herm. Richter;
    3 S.

  • Leben

    E. studierte 1904-07 an den Technischen Hochschulen in Dresden und München. Von seinen Lehrern beeinflußten ihn M. Dülfer und F. Schumacher; C. Gurlitt wies ihn praktisch und theoretisch auf die Denkmalpflege hin. Als Regierungsbauführer kam er mit der Heimatschutzbewegung in Berührung. Seine Bauten ordneten sich der jeweiligen Landschaft unter, und bald war er ein konsequenter Vertreter landschaftsgebundener Bauweise. Nach dem Kriege fielen ihm als Regierungs-Baurat die Bauleitungen der Tierärztlichen Fakultät der Universität Leipzig, die Umbauten der Frauenklinik und der Universitätsbibliothek zu. 1924 übernahm er die Wiederherstellung des Zwingers in Dresden, der durch fehlerhafte Sicherungsarbeiten im 19. Jahrhundert (Ölfarbenanstrich, Eisendübelungen und Ergänzungen mit Portlandzement) schwersten Schaden erlitten hatte. Gartenanlagen und Graben erfuhren eine Wiederherstellung nach den alten Plänen. 1936 war diese Arbeit im wesentlichen vollendet. 1938 folgte der Ausbau der Porzellansammlung im Zwinger. Seit 1939 betreute E. die Bergungsorte der Dresdner Kunstsammlungen. – Zunächst als Privatarchitekt, später im Auftrage der Landesregierung übernahm E. Bergung und Wiederherstellung des Zwingers, der durch die Luftangriffe des 14.2.1945 besonders schweren Schaden erlitten hatte. Ihm oblag auch der Wiederaufbau der benachbarten Katholischen Hofkirche. Für diese Arbeiten wurde ihm 1951 der Nationalpreis verliehen.

  • Werke

    u. a. Sächs. Rathäuser, Btrr. z. Baugesch. d. Rat- u. Kaufhausbauten aus d. Gebiet zw. Saale u. Neiße, 1920; Zwingerführer, 1926;
    Hrsg.: B. A. Döring, Mathes Daniel Pöppelmann, der Meister d. Dresdner Zwingers, 1930;
    Der Dresdner Zwinger u. s. Erneuerung, 1931;
    Das Japan. Palais in Dresden, 1935;
    Der Zwinger zu Dresden, bearb., erg. u. hrsg. v. F. Löffler, 1952 (L, Biogr. S. 146-49);
    Der Dresdner Zwinger, 1953 (P); Aufss. z. sächs. Architekturgesch. u. Denkmalpflege.

  • Literatur

    zu V Hubert Max.: W. Lippert, in: NA f. Sächs. Gesch. u. Altertumskde., N.Ausg. 47, 1926, S. 1-4;
    ders., ebd. 53, 1932, S. 1-20 (W);
    R. Kötzschke, in: HV 27, 1932, S. 671 f.

  • Autor/in

    Fritz Löffler
  • Empfohlene Zitierweise

    Löffler, Fritz, "Ermisch, Hubert" in: Neue Deutsche Biographie 4 (1959), S. 603 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd140015582.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA