Lebensdaten
1900 bis 1978
Geburtsort
Warschau
Sterbeort
Garmisch-Partenkirchen
Beruf/Funktion
Rennfahrer
Konfession
-
Normdaten
GND: 11875615X | OGND | VIAF
Namensvarianten
  • Stuck, Hans Erich Karl Giuseppe
  • Stuck, Hans
  • Stuck, Hans Erich Karl Giuseppe
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Zitierweise

Stuck, Hans, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd11875615X.html [23.08.2019].

CC0

  • Genealogie

    V Wilhelm Friedrich (* 1869), Nähseidenfabr. in Waldkirch b. Freiburg (Br.), Dir. d. Russ.-Ital. Seidenges.;
    M Marie Klementine Theodora v.Villiez (* 1869), aus Rastatt;
    1) Waldkirch 1922 1926 Ellen Hahndorff (* 1895), 2) Berlin 1932 1948 Paula v. Reznic̆ek (1895–1976, 1] 1925–31 Burghard Meyer, * 1896, Journ., Stief- u. Adoptiv-S d. Emil Nikolaus Frhr. v. Reznic̆ek, 1860–1945, Komp., s. New Grove; New Grove2; NDB 21*), aus Breslau, Journalistin u. Tennissportlerin, Gewinnerin d. Dameneinzels b. d. Internat. Dt. Meisterschaft 1929 in Hamburg-Rothenbaum, Mitarb. d. Zs. „Dame“ (s. Kosch, Lit.-Lex.), T d. Georg Heimann (1864–1926, jüd., dann ev., zuletzt kath.), Dr. iur., Bankier in Breslau, KR (s. NDB VIII*), u. d. Valesca (Vally) Molinari, 3) Grainau 1948 Christa Thielmann (* 1921), aus Breslau;
    2 S aus 1) Walter (* 1923), Dieter (* 1927), 1 T aus 1) Rosemarie (* 1921), 1 S aus 3) Hans-Joachim (* 1951), Automobilsportler.

  • Leben

    Nach dem Besuch der Volksschule in Waldkirch und eines Internats in Zuoz (Engadin) erlangte S. 1916 die mittlere Reife. 1918 leistete er Kriegsdienst, absolvierte anschließend eine Ausbildung an der Landwirtschaftlichen Schule Hohenheim und übernahm die Leitung des Familiengutes Sterz bei Beuerberg (Oberbayern). 1924 beteiligte sich S. erstmals in Baden-Baden mit einem Dürkopp-Tourenwagen an einem Bergrennen und gewann. Es folgten zahlreiche Starts und 1926 beachtliche Siege auf Dürkopp. 1927 erwarb S. einen Austro Daimler; 1928 verkaufte er Gut Sterz und wurde Berufsrennfahrer und Werksfahrer bei Austro Daimler (Europameister 1930). Als die Wiener Firma in finanzielle Schwierigkeiten geriet, erwarb S. einen Mercedes SSKL, mit dem er seine siegreiche Karriere 1931 fortsetzte (1932 Internat. Alpenmeister). 1934 wurde er, inzwischen in Berlin lebend, mit einem von Ferdinand Porsche neu für die Auto Union entwickelten Grand-Prix-Wagen zum überragenden Fahrer (Gr. Preis v. Dtld. auf d. Nürburgring 1934), mußte allerdings im folgenden Jahr Niederlagen gegen Bernd Rosemeyer (1909–38) hinnehmen. Dominierend blieb er in seiner Spezialdisziplin, den damals sehr populären Bergrennen (Dt. Meister 1934, 1935, 1938), weswegen er auch als „Bergkönig“ bezeichnet wurde. S. entwickelte eine spezielle „Schleuderakrobatik“ für die häufig nicht asphaltierten Straßen. Dabei hielt er das Heck des Wagens ständig in Schwingbewegungen, wie es heute noch Rallye-Fahrer praktizieren. Nach Auseinandersetzungen mit seinem Rennstall versicherte sich der in der Öffentlichkeit sehr beliebte S., der nicht der NSDAP angehörte, der persönlichen Unterstützung Hitlers und des SS-Gruppenführers Karl-Heinz Wolff (Adjutant Heinrich Himmlers), die seinen Einsatz bei der Auto Union erzwangen. Die Protektion hoher NS-Funktionäre schützte auch das Leben seiner jüdischstämmigen Frau Paula, von der er sich erst nach dem Krieg scheiden ließ. Nach 1945 setzte S. seine Karriere (als österr. Staatsbürger seit 1930) fort und gewann auf Cisitalia und AFM (Formel 2) noch viele Bergrennen. Für BMW fuhr er seit 1958 GT- und Tourenwagenrennen. 1960 wurde er im Alter von 60 Jahren nochmals Dt. Bergmeister. Am Ende seiner Karriere blickte er auf 146 Siege zurück.

  • Auszeichnungen

    A Präs. d. Vespa Club v. Dtld. (1958–75); Silberlorbeer d. dt. Bundespräs. (1961); Ehrenbürger v. Wien, Buenos Aires u. Tunis.

  • Werke

    Vier Mordskerle, 1938, schwed. 1942;
    Sekunden erobern d. Welt, 1939;
    Der Bergkönig, 1955 (P);
    Der Bergkönig im Kampf, 1955 (P);
    Tageb. e. Rennfahrers, 1967 (P);
    Zweimal H. S., 1972 (P)

  • Literatur

    L E. Rosemann, H. S., 1935 (P);
    H. Seper u. a., Österr. Automobilgesch., 1999;
    E. Reuß, Hitlers Rennschlachten, Die Silberpfeile unterm Hakenkreuz, 2006;
    E. Schimpf, S., Die Rennfahrerdynastie, 2010 (L, P);
    Munzinger.

  • Autor/in

    Eckhard Schimpf
  • Empfohlene Zitierweise

    Schimpf, Eckhard, "Stuck, Hans" in: Neue Deutsche Biographie 25 (2013), S. 614 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd11875615X.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA