Lebensdaten
1851 bis 1897
Geburtsort
Bamberg
Sterbeort
Eilbeck bei Hamburg
Beruf/Funktion
Ingenieur ; Unternehmer
Konfession
-
Normdaten
GND: 117676446 | OGND | VIAF
Namensvarianten
  • Strebel, Josef
  • Strebel, Joseph

Quellen(nachweise)

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Zitierweise

Strebel, Josef, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd117676446.html [23.09.2019].

CC0

  • Genealogie

    V Karl Michael Georg (1819–81, ev.), aus Bayreuth, Regenschirmmacher in B.;
    M Katharina Baierlein (1832–52), aus Goldkronach;
    Stief-M Margaretha Johanna Weiler, seit 1882 in Augsburg;
    N. N.; 4 K.

  • Leben

    S. besuchte die Landwirtschafts-, Gewerbe- und Handelsschule in Bamberg sowie die Maschinenbauschule in Augsburg. 1869 trat er als Maschinentechniker in die „Maschinen- und Röhrenfabrik“ von Johannes Haag in Augsburg ein. 1879 wechselte er zur Firma Rudolf Otto Meyer (1825–99) in Hamburg, die Heizungsanlagen für Gewächshäuser herstellte. 1882 wurde er Teilhaber von Meyer. 1889 wurde S. auf eigenen Antrag aus dem bayer. Staatsverband entlassen und erhielt das Bürgerrecht in Hamburg.

    S. war ein Ingenieur, dessen Konstruktionen sich durch Klarheit, Einfachheit und vollendete Problemlösung auszeichnen. In den 1890er Jahren gelang ihm die Entwicklung eines Heizkessels für kleinere Zentralheizungsanlagen, der prinzipiell bis heute Verwendung findet. Der „Strebel-Kessel“ bestand aus baugleichen gußeisernen Modulen, die vor Ort zu Heizkesseln beliebiger Kapazität zusammengesetzt werden konnten. Der Wärmetausch im Gegenstrom sicherte dem Kessel einen hohen Wirkungsgrad, die Verwendung von Wasser als Wärmeträger machte eine Einmauerung überflüssig. Die neue Konstruktion war allen zeitgenössischen Modellen weit überlegen und wurde über Jahrzehnte zu einem großen wirtschaftlichen Erfolg. 1900 wurde das erste von knapp einem Dutzend Zweigwerken für die Produktion des Kessels errichtet, das „Rudolf Otto Meyer GmbH, Eisenwerk Mannheim“. Zu Ehren des früh verstorbenen S. trug das Stammwerk in Mannheim seit 1906 den Namen „Strebel-Werk“.

  • Werke

    Gliederkessel mit Elementen in O-Form u. Verbrennungskanälen, DRP 76582, 1893.

  • Literatur

    K. W. Usemann, in: Gesundheits-Ing. 21, 1898, S. 19, ebd. 99, 1978, S. 41 (P);
    S. Engel u. S. Tode, 150 Jahre Pioniergeist, Imtech Deutschland 1858–2008, 2008, bes. S. 38 f. u. 46 f. (P).

  • Autor/in

    Anita Kuisle
  • Empfohlene Zitierweise

    Kuisle, Anita, "Strebel, Josef" in: Neue Deutsche Biographie 25 (2013), S. 522 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd117676446.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA