Marquard, Odo

Lebensdaten
1928 – 2015
Geburtsort
Stolp (Pommern, heute Słupsk, Polen)
Sterbeort
Celle
Beruf/Funktion
Philosoph ; Hochschullehrer
Konfession
evangelisch-lutherisch
Normdaten
GND: 119179997 | OGND | VIAF: 24614997
Namensvarianten

  • Marquard, Odo Dora Karl
  • Marquard, Odo
  • Marquard, Odo Dora Karl
  • Marquard, Odo Dora Carl

Vernetzte Angebote

Verknüpfungen

Orte

Symbole auf der Karte
Marker Geburtsort Geburtsort
Marker Wirkungsort Wirkungsort
Marker Sterbeort Sterbeort
Marker Begräbnisort Begräbnisort

Auf der Karte werden im Anfangszustand bereits alle zu der Person lokalisierten Orte eingetragen und bei Überlagerung je nach Zoomstufe zusammengefaßt. Der Schatten des Symbols ist etwas stärker und es kann durch Klick aufgefaltet werden. Jeder Ort bietet bei Klick oder Mouseover einen Infokasten. Über den Ortsnamen kann eine Suche im Datenbestand ausgelöst werden.

Zitierweise

Marquard, Odo, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd119179997.html [17.01.2026].

CC0

  • Marquard, Odo Dora Karl

    1928 – 2015

    Philosoph

    Der Philosoph Odo Marquard war ein leidenschaftlicher Befürworter der bürgerlichen Gesellschaft, worunter er freiheitliche Demokratie, rechtsstaatliche Ordnung, Gewaltenteilung, soziale Marktwirtschaft und einen starken Mittelstand verstand. In seinen an ein breites Publikum gerichteten, mitunter essayistischen Werken erteilte er Positionen aus dem politisch linken wie rechten Lager eine Absage und empfahl ein Festhalten an bewährten Traditionen, Konventionen und Institutionen.

    Lebensdaten

    Geboren am 26. Februar 1928 in Stolp (Pommern, heute Słupsk, Polen)
    Gestorben am 9. Mai 2015 in Celle
    Grabstätte Neuenhäuser Kirchhof in Celle
    Konfession evangelisch-lutherisch
    Odo Marquard, BSB / Bildarchiv / Fotoarchiv Ohlbaum (InC)
    Odo Marquard, BSB / Bildarchiv / Fotoarchiv Ohlbaum (InC)
  • 26. Februar 1928 - Stolp (Pommern, heute Słupsk, Polen)

    1934 - 1945 - Stolp (Pommern, heute Słupsk, Polen); seit 1937 Kolberg (Pommern, heute Kołobrzeg, Polen); seit 1940 Sonthofen (Allgäu); Falkenburg (Pommern, heute Złocieniec, Polen)

    Schulbesuch (Abschluss: Abitur)

    Grundschule; seit 1937 Domgymnasium; seit 1940 Adolf-Hitler-Schule (Internat)

    März 1945 - Mai 1945

    Kriegsdienst als Flakhelfer und beim „Volkssturm“

    Mai 1945 - August 1945

    US-amerikanische und französische Kriegsgefangenschaft

    August 1945 - Ostfriesland

    Übersiedlung

    1946 - Treysa (Nordhessen)

    Wiederholung der Reifeprüfung; Notabitur

    Schwalmschule

    1947 - 1953 - Münster; 1949/50 Freiburg im Breisgau

    Studium der Philosophie, Germanistik und Evangelischen Theologie

    Universität

    1954 - Freiburg im Breisgau

    Promotion (Dr. phil.)

    Universität

    1955 - 1963 - Münster

    wissenschaftlicher Assistent Joachim Ritters (1903–1974)

    Universität

    1963 - Münster

    Habilitation für Philosophie

    Universität

    1965 - 1993 - Gießen

    ordentlicher Professor für Philosophie (Dekan 1970/71)

    Universität

    1971 - Gießen

    Gründungssprecher

    Zentrum für Philosophie und Grundlagen der Wissenschaft der Universität

    1982 - 1983 - Berlin-West

    Fellow

    Wissenschaftskolleg

    1991 - 1992 - Erfurt

    Mitglied

    Hochschulstrukturkommission des Landes Thüringen; Gründungskommission der Universität

    2012/13 - Celle

    Übersiedlung

    9. Mai 2015 - Celle

    alternativer text
    Odo Marquard, Imago Images (InC)

    Leben

    Marquard wuchs in Stolp (Pommern, heute Słupsk, Polen) auf, wo er seit 1934 die Grundschule besuchte. 1937 wechselte er auf das Domgymnasium Kolberg (Pommern, heute Kołobrzeg, Polen); von 1940 bis 1945 war er Internatsschüler der NS-elitären Adolf-Hitler-Schulen in Sonthofen (Allgäu) und Falkenburg (Pommern, heute Złocieniec, Polen). Nach dem Abitur im März 1945 leistete er Kriegsdienst als Flakhelfer und beim „Volkssturm“, ehe er in US-amerikanische und französische Gefangenschaft geriet. Im August 1945 freigelassen, ging Marquard zu Verwandten in Ostfriesland, wiederholte 1946 an der Schwalmschule in Treysa (Nordhessen) die Reifeprüfung und erhielt ein Notabitur.

    Von 1947 bis 1953 studierte Marquard Philosophie, Germanistik und Evangelische Theologie an der Universität Münster, unterbrochen von einem Studienjahr in Freiburg im Breisgau 1949/50. 1954 wurde er in Münster bei Max Müller (1906–1994) mit der Arbeit „Zum Problem der Logik des Scheins im Anschluss an Kant“ zum Dr. phil. promoviert, war anschließend hier als wissenschaftlicher Assistent seines ihn prägenden Lehrers Joachim Ritter (1903–1974) tätig und neben Hermann Lübbe (geb. 1926), Robert Spaemann (1927–2018) und Martin Kriele (1931–2020) Mitglied des Collegium philosophicum. Nachdem er sich 1963 in Münster für Philosophie habilitiert hatte, folgte Marquard 1965 einem Ruf als ordentlicher Professor für Philosophie an die Universität Gießen, wo er bis zu seiner Emeritierung 1993 tätig war (Dekan 1970/71) und 1971 als Gründungssprecher des Zentrums für Philosophie und Grundlagen der Wissenschaft fungierte. 1982/83 verbrachte Marquard ein Jahr als Fellow des Wissenschaftskollegs in Berlin-West; von 1985 bis 1987 stand er der Allgemeinen Gesellschaft für Philosophie in Deutschland als Präsident vor; 1991/92 war er Mitglied der Hochschulstrukturkommission des Landes Thüringen und der Gründungskommission der Universität Erfurt.

    Werk

    Marquards Denken geht im Anschluss an Immanuel Kant (1724–1804) von einer kritischen Auseinandersetzung mit der Metaphysik aus. In seiner Dissertation fand Marquard den Ursprung der Metaphysik in den „Wunden des Lebens“ und sah weniger Erkenntnis und Wahrheitssuche als Aufgaben der Metaphysik, denn Kompensation und Linderung dieser Wunden. Bezeichnete er die Metaphysik in seinem Frühwerk noch als „Surrogat“ („Skeptische Methode im Blick auf Kant“, 1958), so ordnete er ihr später die Funktion zu, einen Abstand zu Leben und Welt zu schaffen, ohne den der Mensch überfordert wäre (z. B: „Apologie des Zufälligen“, 1986).

    In seiner Habilitationsschrift stellte Marquard die Idee eines transzendentalen oder gar absoluten Ichs radikal infrage, indem er auf Unverfügbarkeiten des endlichen Daseins aufmerksam machte. Diesen Gedanken führte er 1981 in seinem Werk „Abschied vom Prinzipiellen“ fort, in dem er seinen Blick auf den in Geschichten verstrickten, sterblichen Menschen richtete, der auf Bewährtes angewiesen sei. Die geisteswissenschaftliche, hermeneutische Erinnerungsarbeit habe nicht nur eine deskriptiv-theoretische Funktion, sondern auch eine ethisch-praktische Aufgabe: Sie diene der Orientierung und Stabilisierung des gefährdeten Menschen. Die Betonung der Bedeutung von Tradition für eine soziale Orientierung des Menschen bestimmt auch Marquards Essaysammlung „Zukunft braucht Herkunft“ (2003), deren markanter Titel zu einem geflügelten Wort wurde.

    In seinen späteren Werken erteilte Marquard jeder Art von Totalitarismus eine Absage und damit einhergehend allen sich aus dem Theodizeedenken des 18. Jahrhunderts ergebenden Ansprüchen der Geschichtsphilosophie an den Menschen, sich vor deren allgemeinen Zielen für den eigenen Lebensweg rechtfertigen zu müssen („Schwierigkeiten mit der Geschichtsphilosophie“, 1973). Marquard bekannte sich zur bürgerlichen Gesellschaft, einer Kultur der Mitte, für die nicht nur ein zustimmungswürdiger Pluralismus charakteristisch sei, sondern überdies spezielle Entzweiungen. Auf der einen Seite stünden die zahlreichen Versachlichungen und Entzauberungen der Wirklichkeit durch Naturwissenschaften sowie traditionsneutrale Technik, Medizin, Wirtschaft und das wachsende Entwicklungstempo der modernen Welt. Auf der anderen Seite befänden sich die Apotheosen für unberührte Landschaften, die Wiederverzauberung der Natur durch den ästhetischen Sinn, eine wachsende Kultur der Langsamkeit, den aufs Bewahren und Erinnern fixierten historischen Sinn, die Geisteswissenschaften, Künste, Traditionen und Konventionen.

    Obwohl sich beide Seiten laut Marquard nicht dialektisch vermitteln ließen, stünden sie nicht unverbunden nebeneinander. Traditionen, Künste und Geisteswissenschaften kompensierten die Verluste, die mit den Versachlichungen der modernen Technik und Naturwissenschaft einhergingen. Darum seien sie unverzichtbar („Über die Unvermeidlichkeit der Geisteswissenschaften“, in: „Zukunft braucht Herkunft“, 2003).

    Ein Problem des modernen Wohlstands sah Marquard in einem überzogenen Anspruchsdenken. Der Sinn des Menschen für verbesserte Lebensumstände stumpfe ab, sobald diese selbstverständlich würden. Marquard warnte vor der Gefahr, dass hierfür Lebensbereiche wie die parlamentarische Demokratie, die Marktwirtschaft und die Medizin, durch die es den Menschen überhaupt erst gut gehe, verantwortlich gemacht würden und plädierte für eine Senkung der menschlichen Ansprüche („Zeitalter der Weltfremdheit?“, 2023).

    Marquards bürgerlicher Optimismus gründet auf einem anthropologischen Pessimismus: Seinem Bekenntnis zur freiheitlichen Demokratie und sozialen Marktwirtschaft sowie seinem Plädoyer für einen bunten Pluralismus liegt ein Menschenverständnis zugrunde, nach dem der Einzelne ein in vielerlei Beziehung abhängiges, unzulängliches, endliches Wesen ist, dessen Glück stets prekär sei.

    Der zentrale Begriff in Marquards philosophischem Programm – „Kompensation“ – bezeichnet einen Mechanismus, der menschliche Mängel, Zumutungen, Überforderungen, Verluste und Einseitigkeiten durch kulturelle Ergänzungsleistungen ausgleicht, sodass Leben gelingen kann und eine humane Gesellschaft möglich wird. In einer ersten, eher schwachen Bedeutung meint „Kompensation“ den Ausgleich von Sinnverlusten, die aus der Bejahung von Naturwissenschaft und Technik entstehen, durch die Geisteswissenschaften. In einem zweiten, erweiterten Sinn bezieht sich „Kompensation“ auf bürgerliche Traditionen, Konventionen und Institutionen, die den Orientierungsverlust ausgleichen sollen, der durch dynamische Modernisierungsprozesse und globale ökonomische Entwicklungen entsteht. In einem dritten, umfassenden Verständnis beschreibt Marquard mit „Kompensation“ die Kultur insgesamt als Antwort auf die ursprünglichen Defizite menschlichen Daseins – als Grundmechanismus, der es ermöglicht, Mangel in Gestaltung zu verwandeln.

    Rezeption

    Marquard gilt als einer der originellsten Philosophen der Nachkriegszeit, der mit seiner „Skepsis als Philosophie der Endlichkeit“ (in: „Zukunft braucht Herkunft“, 2003) jede überzogene Kritik an der Moderne in die Schranken wies. Seine eigenwillige Sprache wie auch sein Witz und Esprit machten ihn über philosophische Fachkreise hinaus einem breiteren Publikum bekannt. Neben seinen philosophischen Werken, die in mehrere Sprachen übersetzt wurden, betätigte sich Marquard seit den 1940er Jahren auch als Maler und Zeichner.

    1965–1994 Mitglied der interdisziplinären Arbeitsgruppe „Poetik und Hermeneutik“
    1984 Sigmund-Freud-Preis für wissenschaftliche Prosa der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung, Darmstadt
    1985–1987 Präsident der Allgemeinen Gesellschaft für Philosophie in Deutschland
    1990 Hessischer Verdienstorden
    1992 Erwin-Stein-Preis der Erwin-Stein-Stiftung, Overath (Rheinland)
    1994 Dr. h. c., Universität Jena
    1995 Mitglied der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung, Darmstadt
    1995 Verdienstkreuz 1. Klasse des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland (Großes Verdienstkreuz 2008)
    1996 Ernst-Robert-Curtius Preis für Essayistik
    1997 Hessischer Kulturpreis der Wissenschaft
    1998 Cicero-Rednerpreis des Verlags für die Deutsche Wirtschaft, Bonn

    Nachlass:

    Deutsches Literaturarchiv, Marbach am Neckar.

    Skeptische Methode im Blick auf Kant, 1958, 31982. (Diss. phil.)

    Transzendentaler Idealismus, Romantische Naturphilosophie, Psychoanalyse, 1987. (Habilitationsschrift)

    Schwierigkeiten mit der Geschichtsphilosophie, 1973, 62017, franz. 2002, span. 2007.

    Abschied vom Prinzipiellen, 1981, letzter Nachdr. 2015, engl. 1989, poln. 1994, span. 2000.

    Apologie des Zufälligen, 1986, letzter Nachdr. 2013, engl. 1991, poln. 1994, span. 2000.

    Aesthetica und Anaesthetica, 1989, 22003, ital. 1994, poln. 2007.

    Skepsis und Zustimmung, 1994.

    Glück im Unglück, 1995, 32008, poln. 2001, span. 2006.

    Philosophie des Stattdessen, 2000, letzter Nachdr. 2016, span. 2001.

    Zukunft braucht Herkunft. Philosophische Essays, 2003, letzter Nachdr. 2020.

    Individuum und Gewaltenteilung, 2004, span. 2012.

    Skepsis in der Moderne, 2007.

    Endlichkeitsphilosophisches. Über das Altern, Einl. v. Franz Josef Wetz, 2013, aktualisierte Ausg. 2021.

    Der Einzelne. Vorlesungen zur Existenzphilosophie, Nachw. v. Franz Josef Wetz, 2013.

    Zeitalter der Weltfremdheit? Drei Essays, Nachw. v. Franz Josef Wetz, 2023.

    Monografien:

    Arne Jaitner, Zwischen Metaphysik und Empirie. Zum Verhältnis von Transzendentalphilosophie und Psychoanalyse bei Max Scheler, Theodor W. Adorno und Odo Marquard, 1999.

    Alois Halbmayr, Lob der Vielheit. Zur Kritik Odo Marquards am Monotheismus, 2000.

    Jens Hacke, Philosophie der Bürgerlichkeit, 2006.

    Mark Schwede, Entzweiung und Kompensation, 2013.

    Mark Schwede, Joachim Ritter und die Ritter-Schule, 2015.

    Aufsätze und Beiträge:

    Wolfgang Kersting, Hypolepsis und Kompensation. Odo Marquards philosophischer Beitrag zur Diagnose und Bewältigung der Gegenwart, in: Philosophische Rundschau 36 (1989), Nr. 3, S. 161–186.

    Rochus Leonhardt, Der philosophische Ansatz Odo Marquards, in: ders., Skeptizismus und Protestantismus, 2003, S. 37–142.

    Felix Dirsch, Konservativer Skeptiker zwischen Herkunft und Zukunft. Autorenporträt Odo Marquard, in: Criticón Nr. 181 v. Frühling 2004, S. 43–48. (P) (Onlineressource)

    Jochen Rack, Gespräch mit Odo Marquard. Über das Alter (2004), in: Sinn und Form 62 (2010), H. 5, S. 611–614. (Onlineressource)

    Franz Josef Wetz, Im Gespräch mit Odo Marquard. Das Alter – mehr Ende als Ziel, in: Odo Marquard, Endlichkeitsphilosophisches. Über das Altern, 2013, S. 76–95.

    Tamás Miklós, Die Philosophie des Zögerns. Odo Marquard, der Verweigerungsverweigerer, in: ders., Der kalte Dämon. Versuche zur Domestizierung des Wissens, 2016, S. 214–245.

    Hartmut Lange, Über Odo Marquard, in: ders., Über das Poetische, 2017, S. 35–47.

    Franz Josef Wetz, Bürgerlicher Optimismus erwächst aus existenziellem Pessimismus, in: Odo Marquard, Zukunft braucht Herkunft, 2020, S. 307–342.

    Franz Josef Wetz, Das gute Überleben als bürgerliche Stärke, in: Odo Marquard, Endlichkeitsphilosophisches, 2021, S. 7–18.

    Franz Josef Wetz, Maßhalten. Überraschend aktuell, in: Odo Marquard, Zeitalter der Weltfremdheit, 2023, S. 76–101.

    Würdigung und Nachrufe:

    Jens Hacke, Bürgerlichkeit aus dem Geist der Skepsis. Dem Philosophen Odo Marquard zum 80. Geburtstag, in: Die Politische Meinung Nr. 461 v. April 2008, S. 70–72. (Onlineressource)

    Hermann Lübbe, Heitere Hiobsbotschaften. Nachruf auf Odo Marquard, in: Zeitschrift für Ideengeschichte 10 (2016), H. 1, S. 117–127.

    Alois Halbmayr, Die Theodizee und ihre Erben. Eine Erinnerung an Odo Marquard, in: Sinn und Form 69 (2017), H. 6, S. 830–836. (Onlineressource)

    sechs Fotografien v. Isolde Ohlbaum (geb. 1953), Bayerische Staatsbibliothek München, Bildarchiv.

  • Autor/in

    Franz Josef Wetz (Gießen)

  • Zitierweise

    Wetz, Franz Josef, „Marquard, Odo“ in: NDB-online, veröffentlicht am 01.01.2025, URL: https://www.deutsche-biographie.de/gnd119179997.html#dbocontent

    CC-BY-NC-SA