Lebensdaten
1886 bis 1946
Geburtsort
Linz/Donau
Sterbeort
Basel
Beruf/Funktion
physiologischer Chemiker
Konfession
katholisch
Normdaten
GND: 12814419X | OGND | VIAF: 113172041
Namensvarianten
  • Edlbacher, Siegfried Augustin Johann
  • Edlbacher, Siegfried
  • Edlbacher, Siegfried Augustin Johann
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Zitierweise

Edlbacher, Siegfried, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd12814419X.html [20.04.2021].

CC0

  • Genealogie

    V Maximilian ( 1893), Dr. iur., Rechtsanwalt, Reichs- u. Landtagsabgeordneter;
    M Johanna, T des Theodor v. Risch (1824–95), k. u. k. FML, u. der Georgine Travers-Brown, aus englischer Fam.;
    ⚭ Valerie Kateler (1892–1946).

  • Leben

    E. studierte Chemie in Wien, Gießen, Jena und vor allem in Graz, wo F. Pregl sein Lehrer war und wo E. 1911 promovierte. Hier sowie später in Innsbruck als Assistent am Medizinisch-Chemischen Institut der Universität gewann er seine Vorliebe für physiologisch-chemische Probleme. Nach kurzer Tätigkeit in der chemischen Industrie (Ludwigshafen/Rhein) wurde er 1913 wissenschaftlicher Assistent am Physiologischen Institut der Universität Heidelberg bei A. Kossel, der neben Pregl seiner wissenschaftlichen Entwicklung die Richtung gab. 1919 habilitierte sich E. für Physiologie in Heidelberg mit einer Arbeit „Über die freien Amido-Gruppen der Eiweißkörper“. 1924 übernahm er dort als außerordentlicher Professor den gesamten Unterricht in der Physiologischen Chemie und wurde 1932 als ordentlicher Professor der Physiologischen Chemie nach Basel berufen. – In zahlreichen wissenschaftlichen Arbeiten beschäftigte sich E. mit dem Intermediär-Stoffwechsel der Aminosäuren Arginin und Histidin, wobei ihm die Entdeckung des Fermentes „Histidase“ gelang. Weitere Forschungen waren dem Chemismus und dem Stoffwechsel der Krebszellen sowie der Biochemie des Zellkernes gewidmet. E. war ein ausgezeichneter Lehrer und ein anregender und fruchtbarer Forscher. Er verstand es in seltener Weise, den Medizinern die schwierigen Probleme seines Faches nahezubringen. In seinen wissenschaftlichen Arbeiten verband er seine hohe chemische Experimentierkunst mit einem tiefen Verständnis für die biologischen Probleme und darüber hinaus mit einer großen Aufgeschlossenheit für medizinische und klinische Fragestellungen.|

  • Auszeichnungen

    Dr. med. h. c. (Basel 1946).

  • Werke

    Weitere W u. a. Die Strukturchemie d. Aminosäuren u. Eiweißkörper, = Einzeldarst. aus d. Gesamtgebiet d. Biochemie I, 1927; Praktikum d. Physiol. Chemie, 1932, 91940;
    Kurzgefaßtes Lehrb. d. Physiol. Chemie, 1932, 91946, 111953, neubearb. v. F. Leuthardt;
    Arginase u. Histidase, in: C. Oppenheimer, Hdb. d. Biochemie d. Menschen u. d. Tiere. Erg.werk I, 1, 1933;
    Deskriptive Chemie d. Zelle, ebd. I, 2;
    Die Chemie d. Wachstumsvorgänge, Rektoratsrede, Basel 1934; zahlr. Aufss. in Fachzss.

  • Literatur

    Helvet. physiol. pharmakol. Acta 4, 1946, S. 359 f.;
    E. Rothlin, in: Helvet. chim. Acta 30, 1947, S. 1554-61 (W);
    Pogg. VI, VII a.

  • Autor/in

    Waldemar Kutscher
  • Empfohlene Zitierweise

    Kutscher, Waldemar, "Edlbacher, Siegfried" in: Neue Deutsche Biographie 4 (1959), S. 314 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd12814419X.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA