Lebensdaten
1865 bis 1928
Geburtsort
Bretten (Baden)
Sterbeort
Radolfzell/Bodensee
Beruf/Funktion
Forstmann
Konfession
evangelisch
Normdaten
GND: 135730074 | OGND | VIAF
Namensvarianten
  • Eberbach, Otto

Orte

Symbole auf der Karte
Marker Geburtsort Geburtsort
Marker Wirkungsort Wirkungsort
Marker Sterbeort Sterbeort
Marker Begräbnisort Begräbnisort

Auf der Karte werden im Anfangszustand bereits alle zu der Person lokalisierten Orte eingetragen und bei Überlagerung je nach Zoomstufe zusammengefaßt. Der Schatten des Symbols ist etwas stärker und es kann durch Klick aufgefaltet werden. Jeder Ort bietet bei Klick oder Mouseover einen Infokasten. Über den Ortsnamen kann eine Suche im Datenbestand ausgelöst werden.

Zitierweise

Eberbach, Otto, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd135730074.html [04.07.2020].

CC0

  • Genealogie

    V Karl Jon. Frdr. (1818–80), Bäcker in Bretten, S des Müllers Ernst Frdr. in Bretten;
    M Maria Barb. Harsch (1829–1906), Schuhmacherstochter;
    Karlsruhe 1901 Rosa (1877–1953), T des Technikers Herm. Dietz;
    2 S, 3 T.

  • Leben

    E. studierte an der TH Karlsruhe Forstwissenschaft und legte 1888 die Staatsprüfung ab. Anschließend war er vor allem in der Forsteinrichtung, daneben auch eine Zeitlang als Lehrer bei Forstwartskursen eingesetzt. 1899 erfolgte seine Ernennung zum Oberförster und Dienstvorstand des Forstbezirks Bonndorf im Schwarzwald, 1914 Versetzung in gleicher Eigenschaft nach Konstanz und 1919 nach Radolfzell. Große Bedeutung erlangte E. auf den Gebieten der forstlichen Betriebswirtschaftslehre und der Forsteinrichtung, wo er als Vorkämpfer für ein Zuwachsverfahren und eine forstliche Bilanzierung auftrat. Seine originellen Ansichten in dieser Richtung, die seiner Zeit weit voraus waren, hat E. vor allem in seinem letzten Buch „Die forstliche Erwerbswirtschaft, ihre betriebliche Ordnung und kaufmännische Überwachung“ (1927) zusammenfassend dargestellt. Allerdings dürfte E. dabei die Schwierigkeiten, die sich einer Durchführung seiner Vorschläge in der forstlichen Praxis entgegenstellen, doch etwas unterschätzt haben. Seine waldbaulichen Ansichten waren von A. Möller und besonders von H. E. Biolley beeinflußt, dessen Buch über Forsteinrichtung er 1923 ins Deutsche übersetzte. Dabei ging E., der seine Ansichten schwungvoll darzulegen pflegte und mit großer Energie auch in der Praxis zu verwirklichen bestrebt war, vielleicht mit seiner Vorliebe für den ungleichaltrigen Wald sehr weit. Allerdings war er auch hier nicht dogmatisch, sondern betonte immer wieder, daß die beste Waldbehandlungsart die sei, die unter den gegebenen Verhältnissen der Aufgabe und dem Ziel der Forstwirtschaft am besten gerecht werde. – Sein Hauptverdienst liegt aber auf betriebswirtschaftlichem Gebiet, wo er als erster die Notwendigkeit einer Ordnung und Überwachung der Waldwirtschaft nach kaufmännischen Grundsätzen betonte.

  • Literatur

    H. Hausrath, in: Allg. Forst- u. Jagdztg., 1928, S. 229 (W-Verz.); K. Abetz, in: Forstarchiv 1928, S. 101;
    F. Eichhorn, in: Zs. f. Forst- u. Jagdwesen 1929, S. 383; R. Hilf u. F. Röhrig, Wald u. Weidwerk in Gesch. u. Gegenwart I, 1938 (P).

  • Autor/in

    Kurt Mantel
  • Empfohlene Zitierweise

    Mantel, Kurt, "Eberbach, Otto" in: Neue Deutsche Biographie 4 (1959), S. 225 f. [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd135730074.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA