Lebensdaten
1746 bis 1805
Geburtsort
Berlin
Sterbeort
Spechthausen bei Eberswalde
Beruf/Funktion
Papiermühlenbesitzer ; Papierhändler
Konfession
evangelisch
Normdaten
GND: 135729874 | OGND | VIAF
Namensvarianten
  • Ebart, Johann Gottlieb
  • I G E
  • IGE

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Zitierweise

Ebart, Johann Gottlieb, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd135729874.html [31.05.2020].

CC0

  • Genealogie

    Vorfahr Jacob wird 1654 als Papiermacher in Neustadt/Dosse erwähnt;
    V Joh. Paul (um 1709-82), Papiermacher in Pankow, Gründer einer Papierhandlung in Berlin;
    M Anna Gertrud (1714 [?]-96) verw. Fournier, geb. Langenbach;
    1776 Friederica Charl. (1753–87), T des Mühlenmeisters Stein in Prenzlau;
    1 S Joh. Wilh. s. Genealogie (2).

  • Leben

    E. erlernte die Kaufmannschaft und wurde 1776 Teilhaber, 1782 Inhaber der elterlichen Handlung. 1787 kaufte er die noch unbedeutende Papiermühle Spechthausen bei Eberswalde hinzu, die 1781 auf Veranlassung Friedrichs des Großen im Zuge der wirtschaftlichen Hebung seiner östlichen Landesteile gegründet worden war. E. förderte das Unternehmen unter der technischen Leitung des westfälischen Papiermachers Math. Friedrich Vorster so, daß es bis zu seinem Tode zu einem der größten und besten Papierwerke mit 120 Hämmern, 3 Holländern und 8 Bütten wurde. Um die Jahrhundertwende befaßte sich E. mit Versuchen zur Herstellung von Sicherheitspapieren nach der Art der Billets de la Caisse des Comptes Courants, in deren Papiermasse rote Zeichen und Buchstaben eingebettet waren. Da seine Papiere für besser befunden wurden als die französischen, so erhielt er 1799 den Auftrag auf Lieferung des Sicherheitspapiers für die preußischen Staatstresorscheine, womit die ersten Wertpapiere die Papierfabrik Spechthausen verließen. – Für das Berliner Handelsunternehmen hatte E. sich mit dem darin tätig gewesenen Kaufmann Johann Chr. Friedrich Stentz verbunden, das 1789-1812 „E. & Stentz“, im Gegensatz zur Papierfabrik „Johann Gottlieb E.“, firmierte. – E.s soziale Einstellung zeigt der Bau von Arbeiterwohnungen, Gründung einer Schule für 28 Werkskinder (1789) sowie die Anlegung einer Viktualienhandlung (1797) und Brauerei für Lebensbedürfnisse seiner Arbeiterfamilien. – KR.

  • Autor/in

    Toni Schulte
  • Empfohlene Zitierweise

    Schulte, Toni, "Ebart, Johann Gottlieb" in: Neue Deutsche Biographie 4 (1959), S. 215 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd135729874.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA