Lebensdaten
1904 bis 1949
Geburtsort
Dresden
Sterbeort
Resse bei Hannover
Beruf/Funktion
Zoologe
Konfession
evangelisch
Normdaten
GND: 13724391X | OGND | VIAF: 81462180
Namensvarianten
  • Dotterweich, August Adolf Heinz
  • Dotterweich, Heinz
  • Dotterweich, August Adolf Heinz
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Zitierweise

Dotterweich, Heinz, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd13724391X.html [05.08.2020].

CC0

  • Genealogie

    V August (1856–1917), Kaufm., S des Feldjägers Bernhard (1806–78) u. der Karoline Erhardt;
    M Helene (1875–1945), T des Kaufm. Adolf Schmorl (1844–84) u. der Wilhelmine Beyer;
    Dresden 1930 Thea van Lindt;
    1 T.

  • Leben

    D. bezog Ostern 1924 die Universität Kiel, um allgemeine Naturwissenschaften und Philosophie, vor allem aber Zoologie und vergleichende Anatomie zu studieren. Bereits 1927 promovierte er bei W. von Buddenbrock mit zwei beachtenswerten Arbeiten über das „Schwirren der Schmetterlinge vor dem Flug“ und über die „Nervöse Regulierung der Atmung der Libellenlarven“ (Zoologisches Jahrbuch 44, 1928). 1929 zum Assistenten an der Zoologischen Lehrsammlung der TH Dresden ernannt, habilitierte er sich hier 1931 mit einer Studie über „Bau und Funktion der Lorenzinischen Ampullen“ (Zoologisches Jahrbuch 50, 1932). 1938 wurde er zum außerordentlichen Professor an dem inzwischen auch formell errichteten Zoologischen Institut der Technischen Hochschule ernannt, dessen Leitung er Ende 1939 übernahm. In einer ersten Periode war D. s Arbeitsrichtung, seiner Herkunft aus der „Kieler Schule“ entsprechend, vorwiegend morphologisch-anatomischen Untersuchungen in Verknüpfung mit physiologischen Fragestellungen zugewandt. Neben gedankenreichen umfänglichen Forschungen über die Atmung der Vögel (unter anderem Zeitschrift für vergleichende Physiologie 11, 1930 und 23, 1936; Zoolgischer Anzeiger 90, 1930) stehen solche über „Die Funktion tierischer Kalkablagerungen als Pufferreserve im Dienste der Reaktionsregulation“ (Pflügers Archiv für die gesammte Physiologie 232, 1933), über „Die Mobilisierung des Schalenkalkes für die Reaktionsregulation der Muscheln“ (Biologisches Zentralblatt 55, 1935) und andere mehr. Später traten Probleme der Vererbungsanalyse in den Vordergrund, beispielsweise in den vom Grundsätzlichen her bedeutungsvollen Untersuchungen über die „Beeinflussung der Mutabilität von Drosophila melanogaster durch Chemikalien“ (Verhandlungen der deutschen Zoologischen Gesellschaft 1939), „Veränderlichkeit der Mutationsrate von Drosophila melanogaster nach generationenlanger chemischer Beeinflussung“ (Zeitschrift für induktive Abstammungs- und Vererbungslehre 78, 1940), über „Mutabilität und Umwelt“ (Biologia generalis 15, 1941) und so weiter. Daneben gewannen D. s Arbeiten über Pelz- beziehungsweise Haarkunde und insbesondere über die Angorawolle rasch die Beachtung der Fachwelt. Dies führte 1946 zur Gründung der „Zentraluntersuchungsstelle für Angorawolle“ in Resse bei Hannover. In deren Aufbau verzehrten sich D.s Kräfte, vom Krieg und seinen Auswirkungen stark beeinträchtigt, unaufhaltsam, so daß der frühzeitige Zusammenbruch eintrat.

  • Werke

    Weitere W u. a. Das biol. Gleichgewicht u. s. Bedeutung f. d. Hauptprobleme d. Biol., 1940.

  • Literatur

    H. Kumerloeve, in: Naturwiss. Rdsch. 4, 1951.

  • Autor/in

    Hans Kumerloeve
  • Empfohlene Zitierweise

    Kumerloeve, Hans, "Dotterweich, Heinz" in: Neue Deutsche Biographie 4 (1959), S. 87-88 [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd13724391X.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA