Lebensdaten
1751 bis 1820
Geburtsort
Lemgo (Lippe)
Sterbeort
Pustleben bei Nordhausen
Beruf/Funktion
Diplomat ; Gelehrter ; Historiker ; Schriftsteller
Konfession
evangelisch
Normdaten
GND: 118680145 | OGND | VIAF
Namensvarianten
  • Dohm, Christian Conrad Wilhelm von
  • Dohm, Christian Wilhelm (bis 1786)
  • Dohm, Christian Conrad Wilhelm (bis 1786)
  • mehr

Verknüpfungen

Visualisieren

Von der Person ausgehende Verknüpfungen

Personen in der NDB Genealogie

Verknüpfungen auf die Person andernorts

Weitere Erwähnungen in der NDB/ADB

Verknüpfungen zu anderen Personen wurden aus den Registerangaben von NDB und ADB übernommen und durch computerlinguistische Analyse und Identifikation gewonnen. Soweit möglich wird auf Artikel verwiesen, andernfalls auf das Digitalisat.

Orte

Symbole auf der Karte
Marker Geburtsort Geburtsort
Marker Wirkungsort Wirkungsort
Marker Sterbeort Sterbeort
Marker Begräbnisort Begräbnisort

Zitierweise

Dohm, Christian Wilhelm von, Indexeintrag in: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/gnd118680145.html [25.08.2016].

CC0

Dohm, Christian Conrad Wilhelm von (preußischer Adel 1786)

Diplomat, Gelehrter, * 11.12.1751 Lemgo (Lippe), 29.5.1820 Pustleben bei Nordhausen. (evangelisch)

  • Genealogie

    Aus urspr. Rintelner Fam.; V Wolrad (1721–59), Pastor in Lemgo, S des Chrsitian Phil. (1670–1726), Schulrektor u. Univ.Prof. in Rinteln, u. der Christine Charl. Lenderking; M Anna Elis. (1730–58), T des Christian Conrad Topp (1691–1763), lippischer Regierungsrat in Lemgo, u. der Kunigunde Phil. von Dransfeld; Lemgo 1780 Anna Henr. Elis. (1762- n. 1808), T des Christian Frdr. Helwing (1725–1800), Verlagsbuchhändler u. Bgm. in Lemgo, Hrsg. der Lemgoischen Litteraturbibliothek (1775–81), Mitvormund des Fürsten Leopold v. Lippe (s. ADB XI); 2 S, 1 T.

  • Leben

    Früh verwaist, begann D. 1769 in Leipzig besonders bei Geliert Theologie zu studieren, trat aber 1770 zur juristischen Fakultät über. Gleim weckte seine Begeisterung für Friedrich den Großen. Die Beschäftigung mit Basedows Schriften brachte ihn diesem näher, so daß er 1771/72 bei ihm lebte. D. nahm darauf seine juristischen und philosophischen Studien in Leipzig wieder auf, war 1773 vorübergehend Pagenhofmeister bei Prinz Ferdinand von Preußen und gewann Beziehungen zu O. Nicolai und A. F. Büsching. Er veröffentlichte wichtige geographische Werke und setzte 1774 in Göttingen sein Studium (Jura und Publizistik) fort, vornehmlich bei Böhmer, Pütter und Schlözer, wodurch er ein gut fundiertes Wissen der deutschen Reichsverfassung erlangte. Unter seinen dortigen Bekannten ragen Lichtenberg, H. Ch. Boje und Freiherr vom Stein hervor. Nachdem er vorübergehend das „Encyklopädische Journal“ (6.-10. Heft, 1774) redigiert hatte, gründete er 1775 mit Boje zusammen das „Deutsche Museum“ (Mitherausgeber bis 1778), in dem er mit zahlreichen Aufsätzen vertreten ist, darunter dem wichtigen „Über das physiokratische System“. 1776 wurde er Professor der Finanzwissenschaften und Statistik am Collegium Carolinum in Kassel, 1779 kam er auf Hertzbergs Veranlassung als Geheimer Archivar mit dem Charakter eines Kriegsrates nach Berlin, womit er sein seit langem angestrebtes Ziel, in preußische Dienste zu kommen, erreichte. 1781 veröffentlichte er das für die Judenemanzipation grundlegende Buch „Über die bürgerliche Verbesserung der Juden“ (21783), 1783 die wichtige Schrift „Über den deutschen Fürstenbund“. Im gleichen Jahr wurde er Geheimer Kriegsrat im Departement der Auswärtigen Angelegenheiten, Juni 1786 aber Geheimer Kreis-Direktorial-Rat und Gesandter am kurkölnischen Hof und am Niederrheinisch-Westfälischen Kreis. Rund zwei Jahrzehnte war er nun im preußischen auswärtigen Dienst tätig, und zwar oft in besonders schwierigen Missionen. D. bewies sein organisatorisches Geschick besonders bei dem Entwurf einer neuen Verfassung für die von inneren Streitigkeiten zerrissene Reichsstadt Aachen. Ebenso wurde er unter anderem im sogenannten Nuntiaturstreit und bei der „Lütticher Revolution“ (1789) tätig, leitete 1793 den Kreistag zu Köln, das er jedoch 1794 infolge der Kriegslage verlassen mußte. Seine großen organisatorischen und diplomatischen Fähigkeiten führten zur Teilnahme an den sehr schwierigen Verhandlungen betreffend der Truppenverpflegung und des Systems der bewaffneten Neutralität Norddeutschlands; so leitete er auch 1796 den Hildesheimer Kongreß. 1797 erlebte er als 3. preußischer Gesandter auf dem Rastatter Kongreß den Gesandtenmord und veröffentlichte darüber einen eingehenden Bericht. Nach einem längeren Urlaub war er seit Mai 1800 wieder für die Neutralitäts- und Verpflegungs-Angelegenheiten tätig. 1802 übernahm er Aufgaben bei der Ordnung der infolge des Lunéviller Friedens (1801) gewonnenen Entschädigungslande, und zwar als Organisations-Kommissar der bisher Freien Reichsstadt Goslar, wo er besonders für das Kirchen- und Schulwesen wie für die Finanzen Entscheidendes tat. März 1804 wurde er Präsident der neuen Eichsfeld-Erfurtischen Kriegs- und Domänenkammer in Heiligenstadt, wo er sich als Basedow-Schüler ebenfalls wieder besonders viel um das Schulwesen bemühte. Nach dem Tilsiter Frieden trat er in die Dienste des Königreichs Westfalen, bemühte sich um eine gute Verfassung des Landes und wandte sich gegen eine französische Überfremdung. Nach kurzer Tätigkeit in der|inneren Verwaltung wurde er 1808 Gesandter in Dresden, erbat aber 1810 seine Entlassung und lebte seitdem bis zu seinem Tode auf seinem Gut Pustleben, besonders mit der Niederschrift seiner Denkwürdigkeiten beschäftigt. – D., ein vielseitig interessierter Mann, halb Gelehrter halb Staatsmann, war – bei sehr labiler Gesundheit – ein umfassender Geist, ein geschickter Diplomat, ein hervorragender Organisator, ein wahrhaft humaner Mensch, bekannt mit allen bedeutenden Persönlichkeiten seiner Zeit.

  • Werke

    Weitere W u. a. Darst. v. Basedows Leben u. Wirken, Leipzig 1772 (erschienen in B.s Auftrag als 5. Stück v. dessen „ Vierteljährige Nachrr. v. seinem Elementarwerke“); Materialien f. d. Statistick u. neuere Staatengesch., 1777-85; Gesch. d. Baier. Erbfolgestreits …, 1779; Die Lütticher Rev. im J. 1789 …, 1790; Entwurf e. verbesserten Constitution d. Kayserl. freyen Reichsstadt Aachen, 1790; Über d. Ermordung d. franz. Gesandten bey Rastadt, 1799; Denkschr. üb. d. pol. Verhältnisse in Dtld., 1800; Denkwürdigkeiten meiner Zeit od. Btrr. z. Gesch. v. lezten Viertel d. achtzehnten u. v. Anfang d. neunzehnten Jh. 1778-1806, 1814-19 (führt aber nur bis 1786).

  • Literatur

      ADB V;  W. Gronau (Schwieger-S), Ch. W. v. D. nach s. Wollen u. Handeln, e. biogr. Versuch, 1824;  F. Reuss, Ch. D.s Schr. „Über d. bürgerl. Verbesserung d. Juden“ u. deren Einwirkung auf d. gebildeten Stände Dtld.s, Diss. Leipzig 1891;  U. Hölscher, Btrr. z. Gesch. d. preuß. Organisation in Goslar i. d. J. 1802-06, in: Zs. d. Harz-Ver. f. Gesch. u. Altertumskde. 36, 1903, S. 19-95, 209-59;  M. W. Rappaport, Chr. W. D., d. Gegner d. Physiokratie u. s. Thesen, 1908, S. 134-42 (W);  M. Braubach, in: Westfäl. Lb. V, 1937, S. 238-58 (W, L, P);  K. G. Bruchmann, Chr. W. v. D. u. s. Bedeutung f. d. Goslarer Schulwesen, in: Festschr. z. Tagung d. dt. Lehrerverbände in Goslar, 1950, S. 53-63;  ders., Chr. W. v. D. u. s. Wirken in Goslar, in: Harz-Zs., 3. Jg., 1951, S. 85-110 (L)Strieder III;  Lippische Bibliogr., 1957. – Qu.: Nachlaß im Dt. Zentralarchiv Merseburg.

  • Portraits

    in: Recueil des portraits des ministres et députés au congrès de Rastadt, en 1797, 1798 et 1799; Ölgem. im Bes. d. Stadt Goslar; Gedenktafel mit Kopfrelief an d. Marktkirche Goslar; Holzrelief in d. Chr. v. D.-Schule in Goslar.

  • Autor

    Karl G. Bruchmann
  • Empfohlene Zitierweise

    Bruchmann, Karl G., "Dohm, Christian Wilhelm von" in: Neue Deutsche Biographie 4 (1959), S. 42 f. [Onlinefassung]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/gnd118680145.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA

Dohm, Christian Wilhelm von

  • Leben

    Dohm: Christ. Wilh. v. D., geb. 11. Decbr. 1751 zu Lemgo, gest. 29. Mai 1820; Sohn eines dortigen Predigers, hat sich in schwieriger Zeit als|Staatsmann und Schriftsteller einen angesehenen Namen erworben. Nachdem er in Leipzig unter Gellert's Leitung Theologie zu studiren begonnen, ging er zu den Rechts- und Staatswissenschaften über. Begeistert für Basedow's Plane, folgte er dessen Rufe nach Altona und lebte dort und in Dessau längere Zeit bei ihm. Nach einem vorübergehenden Aufenthalt in Berlin als Pagenhofmeister am Hofe des Prinzen Ferdinand, Bruders Friedrich d. Gr., setzte er seit 1774 seine Studien in Göttingen bei Pütter und Schlözer fort, redigirte mit Boie das "Deutsche Museum" und unternahm verschiedene andere litterarische Arbeiten. In den J. 1776—79 stand er als Professor am Carolinum in Cassel, wo er mit Mauvillon, Sömmering, Runde, G. Forster verkehrte und die Herausgabe seiner "Materialien zur Statistik und neuesten Staatengeschichte" (Lemgo 1775—85) begann. Wiewol von Natur mehr zu einem Manne der Wissenschaft angelegt, strebte er nach praktischer Thätigkeit; statt einem Rufe nach Kiel, Erfurt, Freiburg zu folgen, richtete er sein Auge unverwandt auf den Staat Friedrichs d. Gr. Schon früh war er durch Gleim mit enthusiastischer Verehrung für den großen König erfüllt und sehnte sich nach einer Anstellung in Preußen, dessen wachsende Größe er vorahnend erkannte (schon 1769 nannte er in einem Briefe an Gleim Preußen den "ersten monarchischen Staat in der Welt") und dem er lebenslänglich die treueste Anhänglichkeit bewahrte. In Folge seiner "Geschichte des baierischen Erbfolgestreites" erhielt er 1779 eine Anstellung in Berlin als geh. Archivar und unter seines Gönners Herzberg persönlicher Leitung die erwünschte Beschäftigung im Ministerium des Auswärtigen, seit 1783 definitive Anstellung in diesem. Damals schrieb er auf M. Mendelsohn's Veranlassung (der erste auf diesem Gebiete) über die Emancipation der Juden (1781) und eine französische Schrift über die Colonie von Surinam. Nach einer glücklichen diplomatischen Mission in Münster beschäftigte er sich mit den Ansprüchen der Stadt Danzig gegen den Staat und zog durch eine Streitschrift darüber die Aufmerksamkeit Friedrichs d. Gr. auf sich, dem er schon seit 1777 persönlich bekannt war. Für den letzten Plan des Königs, die Stiftung eines Fürstenbundes gegen Oesterreichs Uebermacht entwickelte D. nicht nur eine erfolgreiche praktische Thätigkeit, sondern vertheidigte auch im Auftrage des Königs dessen Ideen in einer (mit Unrecht dem Minister Herzberg zugeschriebenen) sehr bekannten Schrift: "Ueber den deutschen Fürstenbund", 1785. Nachdem er 1786 in den Adelstand erhoben war, vertrat er 10 Jahre lang Preußen in Köln als bevollmächtigter Minister am kurkölnischen Hofe und als Gesandter bei dem niederrheinisch-westfälischen Kreis, mit dem Sitz in Köln, den er abwechselnd mit Aachen vertauschte. In dieser Eigenschaft und als Commissar des R. C. Gerichts war er Jahre lang bemüht, Unruhen in der Stadt Aachen, sowie die in Lüttich zwischen dem Bischofe und den Ständen ausgebrochenen Streitigkeiten, welche zu einer militärischen Occupation beider Städte führten, beizulegen, und hat sich namentlich um die Stadt Aachen, für welche er eine neue Verfassung entwarf, große Verdienste erworben. Durch diese Thätigkeit ist auch seine Schrift: "Die Lütticher Revolution im J. 1789 und das Benehmen Sr. k. Majestät von Preußen bei derselben" veranlaßt worden. Zwischendurch vertrat er im Nuntiaturstreite (Emser Punctationen) das preußische Interesse an den Höfen der geistlichen Kurfürsten und führte Missionen nach Holland und Brüssel aus. Vor den heranrückenden Franzosen mußte er mit seiner Familie unter Gefahren 1792 nach Münster, 1794 nach Hagen entfliehen und begab sich von da über Lemgo nach Halberstadt. Auch von hier aus wurde D. fortwährend für wichtige politische Sendungen, insbesondere für Ausführung der bewaffneten Neutralität in Norddeutschland (Hildesheimer Congreß 1796) verwandt und nahm 1798—99 als dritter preußischer Gesandter am Rastatter Friedenscongresse Theil, wo er eine hervorragende Rolle spielte und nach der|Ermordung der französischen Gesandten im Auftrage der übrigen anwesenden Diplomaten einen officiellen Bericht schrieb, welcher über diese dunkle That das erste Licht verbreitete. Nach Halberstadt und seinem Gute Hornburg zurückgekehrt, wurde er fortwährend von diplomatischen Geschäften hin und her geworfen, beschäftigte sich einige Jahre hindurch mit Organisirung der verwickelten Verhältnisse der mediatisirten Reichsstadt Goslar und schrieb während dessen eine französische Denkschrift über die Lage Deutschlands um 1800. Im J. 1804 begab er sich als Kammer-Präsident nach Heiligenstadt (wo die Königin Louise am Schlachttage von Jena bei ihm angstvoll übernachtete), leitete während der Occupation der Franzosen die Verwaltung der Provinz Erfurt-Eichsfeld, harrte widerstrebend aber treu auf seinem Posten aus und reiste als Abgeordneter in das Hauptquartier Napoleon's nach Warschau, wo er bei dem Kaiser persönlich das Interesse seiner Provinz vertrat. — Nach dem Frieden von Tilsit suchte er die Ruhe des Privatlebens, wurde aber von Joh. v. Müller und andern Freunden bewogen, ein Staatsamt im Königreiche Westfalen anzunehmen. Jérôme, der ihn nach Paris berief, hatte ihm anfangs das Ministerium des Auswärtigen zugedacht und trug ihm, als er des Aufenthalts in Cassel überdrüssig war, "den angenehmsten und ehrenvollsten Posten, welchen er zu bieten habe", die Gesandtschaft in Dresden an. Er bekleidete denselben bis 1810, wo er sich dem Dienste Westfalens und dem öffentlichen Leben entzog. Auch während dieser Zeit blieb er mit Hardenberg und andern preußischen Staatsmännern in freundschaftlichem Verkehr. Die letzten 10 Jahre seines Lebens brachte er auf seinem Gute Pustleben bei Nordhausen in schriftstellerischer Thätigkeit, in freudiger Theilnahme an der Befreiung und Neubildung des Vaterlandes zu und beschloß sein wechselvolles, vielbewegtes Dasein am 29. Mai 1820. Dohm's bedeutendstes Werk unter zahlreichen kleineren Schriften sind die 1814—19 in 5 Bänden erschienenen "Denkwürdigkeiten meiner Zeit von 1778—1806", welche er aber nur bis zum Tode Friedrichs d. Gr. fortsetzen konnte, eine der wichtigsten, ergiebigsten und zuverlässigsten Geschichtsquellen jener Zeit. Als Staatsmann zeichnete er sich durch Scharfblick, Reichthum an Kenntnissen, besonders auf dem Gebiete des complicirten Reichsstaatsrechts, durch Beredsamkeit und unermüdliche Thätigkeit aus. Mit seiner diplomatischen Stellung wußte er die höchste Wahrhaftigkeit in allem Reden und Handeln, eine seltene Gradheit und Biederkeit zu vereinigen, Eigenschaften, welche ihm für eine glückliche Laufbahn nicht immer förderlich waren. Im Laufe seines Lebens trat er mit einem zahlreichen Kreise bedeutender Männer, nicht blos von politischer, sondern mehr noch litterarischer Stellung in persönliche oder briefliche Verbindung und benutzte seine Reisen in Deutschland und der Schweiz eifrig zur Erweiterung dieses Kreises. Gleim, Jacobi, Joh. v. Müller waren ihm innig befreundet und seines Lobes voll, aber auch strammere Naturen versagten ihm ihre Anerkennung nicht.

    • Literatur

      Vgl. Gronau, C. W. v. Dohm nach seinem Wirken und Handeln, Lemgo 1824.

  • Autor

    Falkmann.
  • Empfohlene Zitierweise

    Falkmann, Rudolf, "Dohm, Christian Wilhelm von" in: Allgemeine Deutsche Biographie 5 (1877), S. 297-299 [Onlinefassung]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/gnd118680145.html#adbcontent

    CC-BY-NC-SA