Lebensdaten
1856 bis 1934
Geburtsort
Medebach (Kreis Brilon)
Sterbeort
Hannover
Beruf/Funktion
lutherischer Theologe
Konfession
lutherisch
Normdaten
GND: 116169850 | OGND | VIAF
Namensvarianten
  • Dörries, Georg Bernhard Adolf
  • Dörries-Klopf, Bernhard
  • Dörries-Klopf, Georg Bernhard Adolf
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Quellen(nachweise)

Orte

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Zitierweise

Dörries, Bernhard, Indexeintrag: Deutsche Biographie, https://www.deutsche-biographie.de/pnd116169850.html [15.12.2018].

CC0

  • Genealogie

    V Frdr. Aug., Pastor ( 1858), S des Tischlermeisters Joh. Heinrich Christoph in Hardegsen u. der Dor. Eleonore Heering aus Göttingen;
    M Minette ( 1906), T des Kaufm. Georg Klesser in Aerzen u. der Kath. Beata Bornemann aus Hamburg;
    St. Goar 1888 Bertha, T des Sup. Herm. Rehmann in St. Goar u. der Bertha Heymer aus Rheydt;
    3 S, 2 T, u. a. Hermann (* 1895), Prof. der KG in Göttingen, Bernh. (* 1898), Prof. an der Hochschule für bildende Künste in Berlin.

  • Leben

    Während seines theologischen Studiums in Leipzig und Göttingen und auf dem Predigerseminar Hannover entscheidend durch die Theologie Albrecht Ritschls bestimmt, wirkte D. als Pastor seit 1883 in der ländlichen Gemeinde Gielde und seit 1891 bis zum Eintritt in den Ruhestand (1923) in dem wachsenden Vorort Hannover-Kleefeld, wo er besonders auch das Vertrauen der Arbeiter gewann. Von den Gedanken F. Naumanns ergriffen, war er zeitweilig in der nationalsozialen Vereinigung Hannovers führend tätig, nicht unangefochten von seiner Kirchenbehörde. Für theologischen und kirchlichen Fortschritt in der hannoverischen Landeskirche setzte er sich ein als Mitbegründer des „Wissenschaftlichen Predigervereins“ (1885), der „Freunde evangelischer Freiheit“ und des kirchlich liberalen Gemeindeblattes „Kirchliche Gegenwart“ (1901). Weitere Kreise erreichte er durch seine Bücher. Eine Erneuerung des Katechismusunterrichts auf der Grundlage der Ritschlschen Theologie erstrebte er mit seiner Katechismuserklärung. In den von ihm veröffentlichten Predigtsammlungen bemühte er sich um konkrete Weltoffenheit. Den Bedenken und Zweifeln des modernen Menschen kam er weit entgegen in Schriften wie „Der Glaube an die Welt“ (1919/20) und „Die Religion des Alltags“ (1923). Seine letzten Schriften setzten sich mit Karl Barth auseinander. – D. theol. (Marburg).

  • Werke

    Weitere W u. a. Erklärung d. Kleinen Katechismus D. Martin Luthers I, 31926, II, 61920; Predigtslgg., d. Evangelium d. Armen, 1896, 71911;
    Die Botschaft d. Freude, 21907;
    Die Welt Gottes, 1910, 31922;
    Das System Voigts, 1912;
    Jesus, 1923;
    Der Wille z. Leben, 1924;
    Die Forderung d. Tages, 1926;
    Der ferne u. d. nahe Gott, 1927; Am Scheidewege, 1928 (beide gegen K. Barth).

  • Literatur

    Kleefeld u. s. Kirche, 1902-27;
    W. Brüdern, Pastor D. D., in: Hannov. Kurier v. 19.10.1934;
    RGG.

  • Portraits

    Gem. (Kirche in Hannover-Kleefeld).

  • Autor/in

    Philipp Meyer
  • Empfohlene Zitierweise

    Meyer, Philipp, "Dörries, Bernhard" in: Neue Deutsche Biographie 4 (1959), S. 37 f. [Online-Version]; URL: https://www.deutsche-biographie.de/pnd116169850.html#ndbcontent

    CC-BY-NC-SA